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Fehrbellin Tankstellen: Sieben Einbrüche in einem Jahr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fehrbellin Tankstellen: Sieben Einbrüche in einem Jahr
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00:22 14.01.2019
Zweimal innerhalb des Jahres 2018 sind Diebe in den Verkaufsraum der Lindower Tankstelle eingestiegen. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Sie haben ein Sortiment, das lockt; liegen oft an nicht gerade gut beleuchteten Wegen. Und beste Fluchtmöglichkeiten gibt es ebenfalls: Die Tankstellen scheinen genau die Orte zu sein, an dem Gelegenheit Diebe macht.

Siebenmal sind Einbrecher im vergangenen Jahr in Verkaufsräume an Zapfsäulen in der Region eingedrungen: je zweimal in Lindow und Wusterhausen und je einmal in Fehrbellin, Rheinsberg sowie an der Raststätte Linumer Bruch. Das berichtet auf MAZ-Anfrage Neuruppins Polizeisprecherin Dörte Röhrs.

Als besorgniserregend stuft sie diese Zahl von Diebstählen an Tankstellen nicht ein – allerdings am Ende doch als „relativ hoch“, während die Zahl von Einbrüchen in Geschäftsräume 2018 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt gesunken ist. Eine genaue Statistik der Polizei für das vergangene Jahr liegt allerdings noch nicht vor.

Zigaretten, Glas und Lage

Dass diese Verkaufsstellen bei Einbrechern so „beliebt“ sind, habe viele Gründe, sagt Röhrs. Zum einen sind sie meistens gut bestückt mit Rauchwaren. „Und Diebe zielen oft auf Zigaretten ab.“ Außerdem gelten die großen Fensterfronten als vergleichsweise leicht zu knacken. Die ultimative Einladung strahle aber ihre Lage aus: „Viele Tankstellen liegen aus Sicht der Täter ,verkehrsgünstig’“, erklärt die Sprecherin. Denn die meisten von ihnen befinden sich in der Nähe von Autobahnen oder Bundesstraßen. Nach dem Einbruch können die Täter dadurch schnell und unbemerkt entkommen. Für die Polizei ist es nicht einfach, die Diebe zu fassen. „Bei den Einbrüchen an Tankstellen wurden größtenteils die Täter nicht ermittelt.“ Das sei beispielsweise bei den Vorfällen in Lindow der Fall.

„Nach der Wende ganz andere Sachen erlebt“

Der dortige Tankstellenbesitzer geht mit dem Thema trotzdem gelassen um. „Klar wäre es wünschenswert, wenn jemand für die Einbrüche zu Rechenschaft gezogen werden würde“, sagt Ole Heyn. Andererseits sieht er kein besonders hohes Potential im Moment bei der Einbruchskriminalität; auch von seinen Kollegen habe er nichts Derartiges gehört. „Da hatten wir direkt nach der Wende ganz andere Sachen erlebt“, sagt er. Trotz der beiden Beutezüge 2018 fühle er sich deshalb immer noch sicher. Die Frage, ob er seit den Einbrüchen im Frühjahr etwas getan hat, um seine Tankstelle vor Dieben besser zu schützen, will er aber lieber nicht beantworten.

„Kriminalität hat unglaublich zugenommen“

Ganz anders beurteilt Matthias Loewe die Lage. „In den letzten Jahren hat die Kriminalität unglaublich zugenommen“, sagt der Pächter der Fehrbelliner Tankstelle. Was ihn vor allem stört: Dass Diebe, die sich mehrfach etwas haben zuschulde kommen lassen, aus seiner Sicht oft ganz schnell wieder auf freiem Fuß sind. Er wünscht sich deshalb, dass die Gesetze strenger werden. Und, dass die Polizei mehr Präsenz zeigt, damit Einbrecher abgeschreckt werden. Loewe selbst fährt seit dem Ereignis im Oktober öfter an seinem Betrieb vorbei, um nach dem Rechten zu schauen. Gerade Abends. „Man ist ja irgendwie geschädigt nach so einem Vorfall.“ Als Person, aber auch materiell. Seine Sicherheitsvorkehrungen will Loewe aber nicht aufstocken. „Was soll ich noch machen, wenn die Diebe schon durch Panzerglas gehen?“ Zumal ein Pächter die hohen Kosten für weitere Einbauten alleine berappen muss. „Sicher fühle ich mich aber nicht mehr.“

Von Celina Aniol

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