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Fehrbelliner Feuerwehr vor großen Problemen

Klappernde Kisten und fehlende Freiwillige Fehrbelliner Feuerwehr vor großen Problemen

Der Gefahrenabwehrbedarfsplan führt es Gemeindevertretern und Verwaltung schwarz auf weiß vor Augen: In den bestehenden Strukturen kann die Fehrbelliner Feuerwehr die Sicherheit im Ernstfall bald nicht mehr gewährleisten. Die aktiven Feuerwehrleute sind an vielen Orten inzwischen einfach zu wenige.

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Fehrbelliner Feuerwehrleute bei einer Übung.

Quelle: Peter Geisler

Fehrbellin. Sechs der 24 Fehrbelliner Feuerwehrautos hätten das Recht auf ein H-Kennzeichen. Jedes vierte Fahrzeug der Feuerwehr in der Gemeinde ist mindestens 30 Jahre alt und damit „historisch“. Rainer Walther von Brandschutz Consult Leipzig nennt 30 Jahre als maximale Nutzungsdauer für ein Feuerwehrauto. Der Lösch-Mercedes in Protzen hat schon 41 Jahre auf dem Buckel.

Andererseits ist auch ein Viertel der Feuerwehrautos zwischen 2004 und 2013 neu angeschafft worden – vor allem die großen, teuren Löschfahrzeuge. Für dieses Jahr steht Geld für ein weiteres Auto im Haushaltsplan. Doch ohne ausreichend qualifizierte Feuerwehrleute, die diese Technik bedienen können, hat der Brandschutz in Fehrbellin ein Problem. Das geht aus dem aktuellen Brandschutzbericht hervor, den die Gemeindevertreter am Donnerstagabend zur Kenntnis nahmen.

Schon im Vorfeld hatte das Papier für Aufregung gesorgt und unter anderem dazu geführt, dass Feuerwehren sich zusammenschließen: Bereits besiegelt ist die gemeinsame Wehr von Wustrau, Altfriesack und Langen. Ähnliches zeichnet sich zwischen Protzen und Walchow sowie in Brunne, Lentzke und Betzin ab (die MAZ berichtete). Die Feuerwehren in Betzin, Königshorst, Lentzke, Protzen und Walchow haben heute nicht mehr die Mindeststärke von zwölf aktiven Kameraden. In Lentzke sind es gerade noch sechs.

Der Gemeindevertreter Ernst Bahr (SPD) ist unzufrieden: Der Gefahrenabwehrbedarfsplan verdiene den Namen „Plan“ eigentlich nicht, denn er beschreibe nur den Mangel, zeige aber keinen Weg auf, diesen zu beheben. „Wir erwarten, dass die Verwaltung sagt, wie wir die Feuerwehrleute motivieren können“, so Bahr. Er erwarte nach der Analyse einen Handlungsplan, pflichtete Axel Gutschmidt ihm bei.

„Wir haben 268 aktive Feuerwehr-Mitglieder“, sagt die Bürgermeisterin Ute Behnicke. „Damit können wir einen guten Brandschutz organisieren. Aber wir müssen andere Strukturen finden.“ Fachleute seien gefragt – die Wehrführer in der Gemeinde.

Ein Problem ist die Ausbildung und Qualifizierung der Feuerwehrleute. Die Weiterbildung ist zeitaufwändig und wird nach Feierabend geleistet. Der Berater aus Leipzig schlägt deshalb vor, die Fehrbelliner Feuerwehren in drei Bereiche (Nord, Mitte, Süd) zu gliedern und dann jeweils einen ganzen Bereich fortzubilden.

Von Christian Schmettow

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