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Fehrbellins Feuerwehren retten im Team

Wettkampf in Wustrau Fehrbellins Feuerwehren retten im Team

Wie gut sie zusammenarbeiten, haben die Feuerwehreinheiten von Fehrbellin am Wochenenden de in Wustrau gezeigt. Beim Leistungsnachweis traten erstmals einige Ortswehren mit einer gemeinsamen Mannschaft an. Auch bei Einsätzen arbeiten Einheiten inzwischen sehr eng zusammen. Allein haben sie im Notfall oft nicht mehr genügend Leute.

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Bürgermeisterin Ute Behnicke (vorn) ließ sich beim Leistungsnachweis der Fehrbelliner Feuerwehren elfmal retten.

Quelle: Foto: Reyk grunow

Wustrau. Ute Behnicke bibbert. Es ist doch eine ordentliche Herausforderung, der sich die Fehrbellins Bürgermeisterin da stellen muss. Beim Staffelwettkampf der Feuerwehren auf dem Sportplatz in Wustrau stellt sich die Bürgermeisterin am Sonnabend als Opfer zur Verfügung. Sie lässt sich elfmal per Trage von zwei Feuerwehrleuten ins Ziel bringen. Der Wettkampf zieht sich über den gesamten Vormittag hin, und irgendwie scheint es immer kälter zu werden.

Das Retten der „verletzten“ Bürgermeisterin ist nur eine kleine Teilaufgabe beim Gemeindeleistungsnachweis der Fehrbelliner Feuerwehr am Sonnabend in Wustrau. 18 Einheiten hat die freiwillige Feuerwehr von Fehrbellin, elf Mannschaften treten am Sonnabend beim diesjährigen Gemeindeleistungsnachweis an.

Erstmals gehen mehrere Ortswehren als gemeinsames Team an den Start. Wustrau, Langen und Altfriesack zum Beispiel oder Walchow und Protzen. Außerdem sind vier Jugendmannschaften dabei.

Auch im Alltag arbeiten viele Einheiten inzwischen zusammen. Allein wären viele kaum noch einsatzfähig. Fehrbellins Feuerwehrleute sind enorm engagiert. Bei Wettkämpfen mit anderen Wehren im Landkreis belegen sie regelmäßig erste Plätze. Lange Zeit scheint alles gut. Ein Gutachten machte dann aber Ende 2015 öffentlich, wie es im die Wehr wirklich steht: miserabel. Vor allem, weil immer mehr Leute fehlen.

262 Frauen und Männer tun zurzeit ihren Dienst in den Einheiten der Fehrbelliner Wehr. Das klingt nach viel – ist es aber nicht. „Vor zehn Jahren hatten wir noch hundert Leute mehr“, sagt die Bürgermeisterin Ute Behnicke. Fast überall in den Feuerwehren des Landes geht die Mitgliederzahl bergab, Fehrbellin ist da keine Ausnahme.

Der Gefahrenabwehrbedarfsplan der Gemeinden empfiehlt dringend, Ortswehren zusammenzulegen – auch aus Kostengründen: Weniger Einheiten brauchen weniger teure Löschfahrzeuge. Etliche der Fehrbelliner Autos sind so alt, dass sie schon Oldtimer-Status genießen. Erste Einheiten arbeiten inzwischen freiwillig zusammen, damit sie im Notfall überhaupt noch in der Lage sind, mit genügend Leuten auszurücken.

Das Gutachten zur Lage der Wehren hatte im vergangenen Jahr für gedrückte Stimmung bei den Feuerwehrleute gesorgt. Fehrbellin versucht inzwischen, den freiwilligen Dienst bei der Feuerwehr attraktiver zu machen, etwa indem die Gemeinde die Entschädigung für Feuerwehrleute deutlich heraufsetzt. Allein damit ist das Problem aber nicht zu lösen.

In Wustrau geben am Sonnabend alle ihr Bestes. Der Gemeindewehrführer Bernd Gehricke wirkt zufrieden. Besonders mit der Zusammenarbeit der Mannschaften, aus mehreren Orten. „Das klappt richtig gut“, findet auch Bürgermeisterin Ute Behnicke.


Ergebnisse: Bei den Erwachsenen sind elf Mannschaften zum Gemeindeleistungsnachweis der Feuerwehr angetreten. Der erste Platz ging an Manker, der zweite Platz an Wall, der dritte Platz an Linum. Bei den Jugendwehren lag Wall an der Spitze, gefolgt von der Mannschaft Dechtow/Linum, Lobeofsund und Fehrbellin.

Von Reyk Grunow

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