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Ostprignitz-Ruppin Feierabendziegel als Überraschungsfund
Lokales Ostprignitz-Ruppin Feierabendziegel als Überraschungsfund
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00:36 11.10.2015
Das sind die gefundenen Feierabendziegel mit den besonderen Verzierungen. Quelle: Christamaria Ruch
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Wittstock

Zwei sogenannte Feierabendziegel wurden jetzt auf der Baustelle in der Königstraße 30 in Wittstock entdeckt – einer auf dem Dach, der andere war in einer Innenwand vermauert. Das teilt Sigrid Böhm vom Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) mit, die dort ein anspruchsvolles Bauprojekt umsetzt. Ein zuvor marodes altes Eckhaus wurde zur Hälfte abgerissen und völlig neu aufgebaut. Die andere Hälfte wird saniert. Bei derartigen Projekten sind Überraschungen nie ganz auszuschließen. In diese Kategorie fallen auch die Feierabendziegel. Dabei handelt es sich um handgemachte Dachziegel aus Ton, in deren Unterseite der Ziegler oder einer seiner Helfer vor dem Brennen Inschriften, Strich-Zeichnungen oder Symbole verschiedener Art eingeritzt oder aufgemalt hatte. Oftmals findet sich auch ein Datum, eine Inschrift, ein Dekor oder ein christliches oder magisches Symbol. Auf den beiden in Wittstock aufgetauchten Exemplaren sind diverse fächerförmige Verzierungen zu erkennen.

Diese Seite ist schon schön geworden. Quelle: Björn Wagener

Laut Frank Brigzinsky von der gleichnamigen Dachdeckerfirma, die vor Ort im Einsatz war, fänden sich solche Ziegel, wenn überhaupt, nur in Häusern, die mindestens 150 Jahre oder älter sind. Denn damals wurden die Ziegel noch in Handarbeit gebrannt. Später, als sich die industrielle Fertigung durchsetzte, gab es auch keine Feierabendziegel mehr. Auf entsprechenden Baustellen tauchten sie ab und an noch auf. „Wenn ein Datum mit eingeritzt wurde, dann ist das schon etwas Besonderes“, sagt Frank Brigzinsky. Bei den in der Königstraße gefundenen Exemplaren ist das aber nicht der Fall.

Hier wird auf Hochtouren gebaut. Quelle: Björn Wagener

In dem Eckhaus entstehen insgesamt acht Wohnungen, jeweils vier im Alt- und im Neubau. Sie seien bereits alle vergeben. Laut Sigrid Böhm werde die Sanierung „nicht vor Weihnachten“ abgeschlossen sein. Momentan läuft der Innenausbau auf Hochtouren. Wände müssen verputzt, Trockenbauwände installiert und Decken abgehängt werden. Später sollen teilweise Balken sichtbar bleiben. Die Fußböden werden mit Dielung versehen. Bei allen Arbeiten wache die untere Denkmalschutzbehörde des Kreises darüber, dass das Haus seinen historischen Charme behält. In das Bauprojekt würden laut Sigrid Böhm rund 1,5 Millionen Euro investiert – 700 000 Euro von der Stadt und je 400 000 über Kredit sowie als Eigenanteil.

Von Björn Wagener

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