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Ostprignitz-Ruppin Fellnasen werden zu Fernsehstars
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fellnasen werden zu Fernsehstars
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00:17 22.05.2016
Auf die Plätze, fertig, los! Elmar Fust (mitte) und Sascha Hingst beim Start. Quelle: Josephine Mühln
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Frankendorf

Noch dösen die Huskys von Elmar Fust und Sabine Kühn friedlich vor sich hin. Das ändert sich allerdings schlagartig, als Fust zusammen mit einem Kameramann das Gehege betritt. Dann kommt Bewegung in das 30 Hunde starke Rudel und der Neuankömmling wird neugierig beschnüffelt.

Die Huskyfarm von Elmar Fust und Sabine Kühn in Frankendorf ist einer von acht Drehorten der rbb-Dokumentation „Abenteuer Müritz: Unterwegs mit Sascha Hingst“. Ein neunköpfiges Drehteam war auf der Farm zu Besuch, um eine spektakuläre „Schlittenfahrt“ im Frühling zu drehen.

Fust und seine Tiere gehören zu den Protagonisten der Dokumentation „Abenteuer Müritz: Unterwegs mit Sascha Hingst“, die der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) dieser Tage dreht. Die Frankendorfer Huskyfarm war am Mittwoch einer von insgesamt acht Drehorten.

Aufregung hielt sich in Grenzen

Über Neuruppin, Rheinsberg und Mirow in Mecklenburg-Vorpommern geht es für „Abendschau“-Moderator Hingst an den größten deutschen Binnensee, die Müritz. Unterwegs trifft er auf Ruderer, Rallyfahrer, Fischer – und eben auch auf Elmar Fust und seine Huskys, mit denen er eine frühlingshafte Schlittentour wagt.

Aufgeregt seien sie und Elmar vor dem Dreh nicht gewesen, sagt Sabine Kühn, weil der rbb schon häufiger da gewesen sei. „Bei den ersten Drehs war das natürlich anders, aber mittlerweile wissen wir, was das Fernsehteam will und was wir möglich machen können.“

Die perfekte Teamzusammenstellung

Bevor die Hunde dazukommen, bereitet das neunköpfige Drehteam die einzelnen Szenen sorgfältig vor. Parallel stellt Praktikant Lukas Dunkelberg die Hundeteams für die geplante Fahrt mit dem Rollwagen – der Schlittenersatz für schneefreie Tage – zusammen. Auf kleinen Holztafeln stehen in roter Schrift die Namen aller Hunde geschrieben. Dunkelberg heftet sie an eine Wand mit Nägeln, tauscht immer wieder welche aus – bis die Teams bestehend aus einmal sechs und einmal acht Hunden perfekt sind. „Vorne sind die kleinen, schnellen Leithunde, die auch besser Befehle aufnehmen können. Hinten positionieren wir die kräftigeren Tiere“, erklärt er.

Anschließend wird es auch für Moderator Hingst konkreter: Elmar Fust erklärt ihm den Rollwagen – denn Hingst wird allein auf einem Gefährt unterwegs sein, während Fust einen zweiten Wagen zusammen mit dem Kameramann lenkt. Wie kann er bremsen? Welche Kommandos soll er den Hunden geben? „Keine Bange, wir haben dir nicht die kräftigsten Tiere gegeben“, sagt Fust lächelnd.

Anstrengend für alle Beteiligten

Das Fernsehteam ist zufrieden. „Wenn mit Tieren gedreht wird, ist es klar, dass Sachen länger dauern und manches noch mal genauer abgesprochen werden muss“, sagt Regisseurin Diana Procop. „Aber bis jetzt funktioniert alles, die Hunde sind entspannt und wir liegen gut in der Zeit.“

Nach fünf Stunden waren alle Einstellungen im Kasten. Wenn Elmar Fust und den Tieren das Prozedere auch schon bekannt war – anstrengend sei der Dreh dennoch gewesen, sagt der 53-Jährige. „Wir waren platt. Das bedeutet auch für uns Arbeit und höchste Konzentration, wenn so viele fremde Menschen auf dem Gelände sind und die Hunde frei laufen.“ Wenn jemand ungeübtes allein auf dem Rollwagen unterwegs ist, sei das eine zusätzliche Herausforderung – zumal Fust ja seinen eigenen Wagen durch die Kameraleute hindurch lenken musste.

Freundliche Hunderasse

Die Frankendorfer Huskys sind zwischen sieben Monaten und zwölf Jahren alt. Die Rasse zeichne sich dadurch aus, dass sie keine Wacheigenschaften gegenüber Fremden an den Tag lege, erklärt Fust. Das zeigte sich auch am Mittwoch: Keines der Tiere schlug an, als das Team des rbb aufs Gelände kam.

Die Rasse zeichne sich außerdem durch eine große Freude am Laufen und die Leidenschaft den Rollwagen zu ziehen aus. „Und der Siberian Husky kann extreme Temperaturunterschiede aushalten“, erzählt Fust. „Das ist schon faszinierend.“

Weitere Fotos gibt’s hier.

Von Josephine Mühln

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