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Ostprignitz-Ruppin Ferien mit Pferden
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ferien mit Pferden
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00:17 05.09.2016
Die Pferde sind gesattelt. Gleich startet die Gruppe mit Björn Synakewicz zum Ausritt. Quelle: Simons
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Brunne

Pferde putzen, satteln, absatteln, abwaschen, Hufe auskratzen und auch mal ein paar Pferdeäpfel von der Koppel sammeln: Das alles lernen die Ferienreitkinder auf der Ranch von Björn Synakwewicz in Brunne. Unter Anleitung können sie auch Papier schöpfen, Gipsmasken anfertigen, T-Shirts beschriften und vieles mehr. Eine Woche lang reiten die Kinder täglich bis zu zwei Stunden aus, gehen baden, fahren Kanu oder Fahrrad, je nach Wetter. Mittags essen alle gemeinsam, das Essen ist selbst gekocht. Die letzte Feriengruppe besteht nur aus Mädchen. Sie kennen sich überwiegend bereits aus vorangegangenen Reitferienlagern. „Wir vertragen uns alle. Es ist immer schön hier“, sagt die zwölfjährige Theresa aus Berlin. Die gleichaltrige Dena aus Neuruppin findet es „lustig“ und schön, dass immer etwas zu tun ist. Dafür sorgt das Ranch-Team. Die Gruppen bestehen aus maximal zehn Kindern ab normalerweise zehn Jahren.

Björn Synakwewicz ist von Kindheit an auf Pferde geeicht. Der 49-Jährige hat im Gestüt in Neustadt eine Ausbildung zum Facharbeiter für Pferdezucht absolviert. Daran anschließend hat er ein Studium als Agraringenieur abgeschlossen mit der Zweitqualifikation Pferdesport und -zucht. „Das zieht sich wie ein roter Faden durch mein Leben. Wenn ich es ermöglichen kann, habe ich immer etwas mit Pferden zu tun.“ Das hat er nun täglich.

Angefangen hat alles mit 3,5 Hektar Grünland

Auf dem großen Gelände leben insgesamt 37 Pferde, Pensionspferde und eigene. Diese Tiere sind nicht sein einziges Betätigungsfeld. Neben der Pferdepension gehören zu seiner Ranch ein Landwirtschaftsbetrieb, eine Reit- und Fahrtouristik und ein Gebäude mit Veranstaltungsraum und Übernachtungsmöglichkeiten. 1993 hat Björn Synakewicz den Betrieb gegründet. „Ich habe mit 3,5 Hektar Grünland angefangen. Heute sind es 82 Hektar.“ Das Heu und das Futter für die Tiere erzeugt er selbst. Zudem hält er 36 Mutterkühe mit Nachzucht. Seit 1996 hat er den Hof nach und nach instand gesetzt, einen ehemaligen Rinderstall zu einer Art Jugendherberge ausgebaut. Dort übernachten derzeit die kleinen Reiterinnen. Synakewicz hat verschiedene Standbeine. Er arbeitet gern als Landwirt und im touristischen Bereich. Doch für ihn muss die Balance zwischen beiden stimmen. „Ich habe die Waage gefunden. So wie es ist, damit bin ich zufrieden“, sagt Synakewicz. So könne er auch den Leuten Natur vermitteln, nicht nur Reiten pur. Das versucht er auch den Kindern bei den Ausritten nahe zu bringen. Bei Wanderritten über mehrere Tage geht es durch offenes Land, Wälder, über Wiesen und Felder. Außerhalb der Ferien betreut er Kinderreitgruppen, seine Frau ist für die Voltigierkurse zuständig. Synakewicz unterrichtet auch Reitanfänger. Will jemand tiefer einsteigen, schickt er sie zum Trainingsstall seines Nachbarn Etienne Hirschfeld.

Immer mit Blick auf die Umwelt

Dem Brunner liegt nicht nur das Glück der Pferde am Herzen, sondern auch die von Natur und Umwelt. Der bodenständige, im Nachbarort Lentzke aufgewachsene Landwirt sagt von sich selbst, dass er an der Scholle hänge. So würden ihn seine Mitmenschen wahrnehmen. „Ich versuche, meiner Umwelt etwas zurück zu geben.“ Mit Jugendlichen aus aller Herren Länder, die über den Verein „Interkulturelles Netzwerk“ Zeit auf seinem Hof verbringen, hat er schon Bäume gepflanzt und Kinderspielplätze renoviert. Ihm ist wichtig, dass die Landschaft als solche erhalten bleibt. „Man muss sich bewusst sein, dass hier eine Kulturlandschaft ist, wo Nischen sind und Flora und Fauna Platz haben.“ Das zu erhalten, ist ihm wichtig. Was ihm jedoch fehlt, ist die Wertschätzung der Landwirtschaft. „Dass die Leute merken, wie viel Arbeit dahinter steckt.“ Jetzt sind die Pferde gesattelt, die Mädels sind startklar. Björn Synakewicz steigt auf und los geht es zur Erkundung der Umgebung von Brunne – hoch zu Pferd.

Von Dagmar Simons

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