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Ostprignitz-Ruppin Ferienlagerromantik lockt nach Bork
Lokales Ostprignitz-Ruppin Ferienlagerromantik lockt nach Bork
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00:18 03.04.2016
Wer mal zwei abwechslungsreiche Wochen fernab von seinen Eltern verbringen will, ist in Bork gut aufgehoben. Quelle: Ronny Leßmann
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Bork

Es gibt sie noch, die Ferienlager im Osten Deutschlands. Es sind zwar nicht mehr viele, aber doch einige. Und es gibt auch das Ferienlager in Bork am Obersee noch immer. Wirklich! Denn in der Mundpropaganda galt es so einigen in den vergangenen Monaten offenkundig schon als verloren. „Wir wurden und werden von allen Seiten angesprochen, was denn nun mit dem Ferienlager ist und ob dort nicht längst Flüchtlinge wohnen“, berichtet Ronny Leßmann. Der Wusterhausener gehört seit weit über einem Jahrzehnt zum Betreuerteam.

Dass die Ferienlagerdurchgänge 2016 allerdings nie zur Debatte standen, betont auch die Betreiberfamilie Tiemeyer, die das Objekt vor wenigen Jahren vom Ostprignitz-Ruppiner Kreisbauernverband übernahm. „Es war als Notunterkunft für Flüchtlinge im zurückliegenden Winter gedacht und hätte uns gute Einnahmen beschert in einer Zeit, in der hier ohnehin keiner ist, um danach mit dem Geld weiter investieren zu können“, erklärt Hans-Wilhelm Tiemeyer. Zudem gestattete dann die Stadt Kyritz als Grundeigentümerin die Unterverpachtung nicht. So sollte nur der benachbarte Teil mit den privaten Ferienbungalows dafür genutzt werden. Und statt einst vom Landkreis angekündigter 100 Menschen blieb dort damit nur noch Platz für bis zu 50 Asylsuchende.

Umfangreiches Programm in Bork am 9. Juli, dem Festtag

Doch bis heute wurde in Bork nicht ein Flüchtling untergebracht – und wird es wohl auch nicht mehr. Weil dem Landkreis offenbar die Voraussetzungen nicht passten, liegen Tiemeyers mit ihm im Streit.

Über allem jedoch scheint in diesem Jahr ein freudiger Anlass: Am Sonnabend, 9. Juli, wird der 40. Geburtstag des Kinderferienlagers Bork gefeiert. Die Festveranstaltung beginnt um 14 Uhr in der Dorfkirche. Es gibt Vorträge und Grußworte sowie Musik. Ein Film aus 40 Jahren Ferienlagergeschichte wird gezeigt.

Anschließend ist im Saal auf dem Gelände ein gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen geplant. Auch eine Ausstellung mit Fotos aus den vier Jahrzehnten ist zu sehen. Das Kinderferienlager am Obersee ist schließlich eines von einst 7550 Ferienlagern im Gebiet der früheren DDR gewesen. Nunmehr gehört es zu den gut 20 letzten Ferienlagern, die die Wendezeit 1989/90 und auch bis heute überlebten. Es ist zudem das letzte seiner Art in der Region und wird von Kindern aus ganz Deutschland besucht, ob aus Brandenburg, Hamburg, Sachsen, Mecklenburg oder selbst aus Bayern.

Das Ferienlager existiert seit 40 Jahren. Am 9. Juli wird rund ums Gelände groß gefeiert. Quelle: Ronny Leßmann

Zur Festveranstaltung am 9. Juli sind neben der Kyritzer Bürgermeisterin und den Borker Ortsbeiratsmitgliedern auch viele ehemalige Mitarbeiter und Betreuer eingeladen. Darüber hinaus ist ein Volleyball- und Fußballturnier geplant. Es gibt ein Grillfest. Und am Abend soll ein Feuerwerk den Himmel über dem Dorf erleuchten.

Nur noch wenige Plätze sind im diesjährigen Kinderferienlager frei

Zwei Wochen später reisen die Kinder für den ersten diesjährigen Ferienlagerdurchgang an. Er dauert vom 24. Juli bis 5. August. Nur noch sehr wenige Plätze sind dafür frei. Besser sieht es dagegen im zweiten Durchgang vom 7. bis 19. August aus. Hierfür können sich noch so einige Kinder anmelden. Der dritte Durchgang vom 21. August bis 2. September allerdings ist bereits ausgebucht.

Eltern von Kindern im Alter von sechs bis 15 Jahren, die Interesse haben, können sich an die Betreiberfamilie Tiemeyer wenden unter den Rufnummern Tel.  039925/ 7 74 09, Tel.  0160/ 97 93 47 53 oder Tel.  0171/ 9 95 99 78. Im Internet gibt es auf der Seite www.ferienlager-bork.de zudem weitere Infos.

Von Matthias Anke

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