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Fest der Ahnen gefeiert

Bartschendorf Fest der Ahnen gefeiert

Gelungener Nachmittag im Japanischen Garten in Bartschendorf mit Musik und Tanz: Das Fest der Ahnen, in Japan Obon Fest genannt, wurde dort am Sonnabend gefeiert. Der kunstvoll angelegte Garten war dazu ein nahezu perfekter Ort.

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Die Tanz- und Shamisen-Gruppe zeigen den Gästen die Schritte für den „Bon Odori“.

Quelle: Sandy Kersting

Bartschendorf. Japan ist sehr weit weg. Wer sich dennoch für die japanische Kultur interessierte, der hatte am Sonnabend in Bartschendorf die Möglichkeit, in die Traditionen der Japaner einzutauchen und das Fest der Ahnen zu feiern. Im Japanischen Garten von Reiner und Gesine Jochems waren die Pforten für die Gäste geöffnet.

Das Fest der Ahnen wird in Japan Obon Fest genannt. Es ist eine der größten Feiern, die es dort gibt. An diesen Tagen wird die Rückkehr der verstorbenen Ahnen zelebriert. Die meisten Familien in Japan nutzen diese Möglichkeit, um mit der Familie zusammenzukommen. Sie kehren dazu in ihre Heimatorte zurück.

Die Shamisen-Gruppe mit dem Lehrer Hibiki Ichikawa, der derzeit in London unterrichtet

Die Shamisen-Gruppe mit dem Lehrer Hibiki Ichikawa, der derzeit in London unterrichtet.

Quelle: Sandy Kersting

Um dieses Fest zu feiern, bietet der Japanische Garten in Bartschendorf genau die richtige Kulisse. Die Künstler dieses Nachmittages reisten unter anderem aus England, den Niederlanden, Berlin und Potsdam an. Das Programm bestand aus drei Hauptattraktionen: einer Hofmusik, einer Volksmusik und einem traditionellen Tanz.

Als Erstes trat eine Shamisen-Gruppe auf. Besonders typisch für den Klang erscheint westlichen Ohren das schnarrende Geräusch des Lauteninstrumentes der Shamisen. Es handelt sich hierbei um ein Musikinstrument. Geleitet wurde die Gruppen von dem Lehrer Hibiki Ichikawa. Er selber arbeitet seit sechs Jahren in London. „Dadurch, dass der japanische Verbund in Deutschland sehr überschaubar ist, fühlt man sich wie in einer Familie und sieht sich immer mal wieder zu solchen Anlässen“, sagte er.

Ein Schauspiel für die Ohren

Als zweite Attraktion durften die Zuschauer in die Klänge der Koto Musik eintauchen, welche schon vor langer Zeit Karriere bei Hof machte. Die Meisterin Makiki Goto, die vor über 25 Jahren ihr ­Heimatland Japan verlassen hat und die Kunst des Kotospielens lehrt, bot mit ihren zwei Schülerinnen Lixue Lin-Siedler und Marina Leicht ein Schauspiel für die Ohren. Diese dreizehnsaitige Wölbbrettzither ist aus Holz gefertigt und kann auf eine lange Geschichte zurückblicken.

Den Abschluss bildete eine Tanzgruppe. Kein Obon Fest wird gefeiert ohne die typischen rituellen Tänze. Doreen Müller, Schülerin aus der Hanayagi-Tanzschule erklärt, dass der Tanz als feste Komponente des Festes gilt und einer buddhistischen Legende entsprungen ist. Die Tanzschritte für den Bon Odori untermalen meistens den gesungenen Text eines Liedes.

Von Sandy Kersting

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