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Ostprignitz-Ruppin Festempfang der Kammeroper
Lokales Ostprignitz-Ruppin Festempfang der Kammeroper
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16:36 07.07.2017
Frank Matthus, künstlerischer Direktor der Kammeroper (r.) und das Ensemble von „Tucholskys Spiegel“. Quelle: Regine Buddeke
Rheinsberg

Die Eröffnung der Festivalsaison der Kammeroper Schloss Rheinsberg ist seit Langem ein Ereignis, das seine Schatten weit über die Grenzen der Region hinaus wirft. So war auch am Donnerstag das Schlosstheater voll, als die Kammeroper zum Festempfang eingeladen hatte. Thomas Falk, Geschäftsführer der Musikkultur Rheinsberg, begrüßte unter den 80 Gästen neben der Landtagspräsidentin Britta Stark auch Kulturstaatssekretärin Ulrike Gutheil, Landrat Ralf Reinhardt, Rheinsbergs Bürgermeister Jan-Pieter Rau sowie Neuruppins Rathaus-Chef Jens-Peter Golde. Mit dabei ist auch Hannah Suppa, neue Chefredakteurin der Märkischen Allgemeinen, die es sich seit ihrem Amtsantritt im Juli nicht nehmen lassen will, die Akteure der Region kennenzulernen.

Rund 80 Gäste nahmen am Festempfang teil. Quelle: Regine Buddeke

Der große Prospekt im Hintergrund des Schlosstheaters ist nicht zufällig gewählt: Die Bücherwand versteckt nicht nur das Bühnenbild von „Tucholskys Spiegel“, es ist zugleich Symbol für den großen Autor, dem in diesem Jahr eine Oper gewidmet wird. Frank Matthus, künstlerischer Direktor der Kammeroper, hat es sich auf die Fahnen geschrieben, in jedem Jahr eine Uraufführung auf die Bühne zu bringen. „Und was liegt näher, als eine Tucholsky-Oper in Rheinsberg zu spielen“, fragt er. Rheinsberg, dem Tucholsky mit seiner gleichnamigen Novelle ein außergewöhnliches Denkmal setzte. „Eine der schönsten Liebesgeschichten überhaupt“, schwärmt Matthus und versucht, den Gästen die Scheu vor neuen Opern zu nehmen. Die Musik von Reynolds vereine Klassik, Jazz, Musical und neue Musik gleichermaßen, erklärt er. So wie die Oper ein Kaleidoskop aus „Lebens-Splittern“ Tucholskys sei, sei auch die Musik ein solches. Um das zu veranschaulichen, ließ Matthus das Ensemble eine Kostprobe geben. Er wolle weiter dafür kämpfen, dass zeitgenössische Opern den Sprung in die Repertoires schaffen. Und in die Ohren und Herzen der Zuhörer. „Oper soll berühren.“

Hannah Suppa, neue Chefredakteurin der MAZ, traf beim Empfang auch auf Frank Matthus. Quelle: Regine Buddeke

Das wünscht sich auch Landtagspräsidentin Britta Stark: „Oper nur im Konzertsaal zu hören, ist zu wenig“, sagt sie in ihrer Grußansprache. Sie wünscht sich keine Kunstfiguren auf der Bühne, sondern Menschen aus Fleisch und Blut, deren Schicksal „hautnah“ gehen soll. Rheinsberg sei „lebendige Oper“, lobt sie. Es mache sie als Brandenburgerin stolz, dieses hochkarätige Festival in Rheinsberg zu wissen. Ulrike Gutheil zieht nach: „Die Kammeroper gehört zu den besonderen und besten Aushängeschildern des Landes“, sagt sie. Für sie sei es die erste Saisoneröffnung in ihrer Amtszeit. „Ich bin der Einladung mit Freude gefolgt.“ Die Kammeroper habe seit der Zusammenführung mit der Musikakademie eine institutionell dauerhafte Absicherung erfahren. „Das war eine wichtige, richtige Weichenstellung. Die sich auch in den ersten drei Jahren mehr als bewährt hat.“

Von Regine Buddeke

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