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Festival Lost in Nature steigt

Papenbruch Festival Lost in Nature steigt

Das Festival Lost in Nature steigt am 2. und 3. September erstmals in Papenbruch-Ausbau. Der Name ist Programm. Denn hier ist alles selbst gemacht – vom Kassenhäuschen über die Bühne bis zu den Chillout-Areas.

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Sven Galle an der selbst gebauten Bar. Seit rund zwei Monaten laufen die Vorbereitungen auf das Festival in Papenbruch.

Quelle: Björn Wagener

Papenbruch. Papenbruch erlebt am Wochenende eine Premiere. Erstmals findet im Ausbau das Festival Lost in Nature statt. Los geht es am Samstag, 2. September, um 15 Uhr. Dann kann getanzt und gefeiert werden bis zum nächsten Morgen um 8. Dafür sorgen elf DJs.

Veranstalter ist Patrick Galle, der von seinem Vater Sven unterstützt wird, der sich vor allem um die Genehmigungen gekümmert hat. Außerdem gibt es rund 20 Helfer und Bekannte, die bei den Vorbereitungen mit anpackten. Denn die hatten es in sich. Das rund 1500 Quadratmeter große Festgelände auf einer Wiese hinterm Haus ist in seiner Gestaltung einmalig. Dort ist alles selbst gezimmert.

Der Charme des Unperfekten

Dabei ging es nicht um Perfektion, sondern um Zweckmäßigkeit und das besondere Flair passend zum Motto. „Wir haben einfach angefangen zu bauen. Pläne gab es nicht“, sagt Sven Galle. Das fängt schon beim Kassenhäuschen an. Es besteht aus rohem Holz mit einem Fußboden aus Spanplatten. Wenn irgendwo etwas übersteht oder es eine Lücke gibt, dann ist das eben so. Auffallend auch die beiden Chillout-Zonen: Die Sitzgelegenheiten bestehen aus Euro-Paletten, die so zusammengebaut wurden, dass sie bequeme Möbelstücke für eine Partynacht ergeben. Hängebrücken und Sonnensegel gehören ebenfalls zum Gelände.

Komplett Marke Eigenbau ist auch die hölzerne Bar. Allein die Deko-Verstrebungen an der Vorderseite sind der Länge nach aufgesägte Rundholzhälften. „Das hat sehr viel Arbeit gemacht.“ Auch sonst ist hier nichts im Winkel oder exakt ausgerichtet. Aber gerade das macht den besonderen Charme aus. Beim Bau haben die Helfer buchstäblich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Denn Holz, das beim Roden des Festival-Areals anfiel, wurde gleich für die Ausstattung – wie eben auch die Bar – verbaut, sagt Sven Galle. Selbst die Bühne, auf der die DJ’s agieren werden, ist in dieser Art und Weise hergestellt worden: Schräg und unpräzise, aber einzigartig – und mit Platz für eine Nebelmaschine im Frontbereich. Mitten auf dem Gelände steht ein mächtiger hohler Baumstamm, der als Träger für die Abdeckung der Tanzfläche fungieren soll. Auch werde noch weißer Sand für die Tanzfläche herangeschafft, sagt Sven Galle. Sogar beim Imbiss-Angebot wurde auf das Natur-Prinzip geachtet. Es gibt Bratwurst, Bouletten und Steaks vom Weiderind. Außerdem sei mit einem Wittstocker Taxi-Unternehmer vereinbart worden, dass Festival-Gäste günstig befördert werden.

Zwei Monate Vorbereitung

Rund zwei Monate haben die Vorbereitungen gedauert und einige Tausend Euro verschlungen. Jedoch verweist Galle auf die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt der Gemeinde Heiligengrabe. „Ich habe einen Laufzettel bekommen, den ich einfach abgearbeitet habe“, sagt Galle. Die Ausnahmegenehmigung für das Festival sei obgleich seiner „regionalen und überregionalen Bedeutung“ erteilt worden.

Tatsächlich sollen nicht nur Gäste aus Wittstock, der Gemeinde Heiligengrabe und den umliegenden Orten erreicht werden, sondern möglichst auch das Partyvolk von Hamburg bis Berlin, das die Nacht zum Tag machen möchte. Besucher aus Papenbruch haben freien Eintritt, alle anderen zahlen jeweils zehn Euro. Das Ganze sei ein Versuch mit der Option auf mehr. Wenn das Festival ankommt, solle es auf jeden Fall wiederholt werden.

Von Björn Wagener

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