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Ostprignitz-Ruppin Feuertanz im Spritzenhaus
Lokales Ostprignitz-Ruppin Feuertanz im Spritzenhaus
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13:05 07.02.2016
Nach der Feuerwehrausbildung an einer Waldorfschule. Quelle: Peter Geisler
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Rheinsberg

Als die Freiwillige Feuerwehr Rheinsberg im vergangenen Jahr ihr 140-jähriges Bestehen feierte, hatten auch die Frauen und Männer vom Rheinsberger Carneval Club ihr Thema für die Session 2015/2016 gefunden. Unter dem Motto „Feuertanz im Spritzehaus“ feierten sie am Sonnabend gemeinsam mit einem Saal voller bestens aufgelegter Närrinnen und Narren die Premiere ihres Bühnenprogramms.

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Zum 140jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr in Rheinsberg haben die Karnevalisten vom RCC den Brandbekämpfern zugeschaut und allerlei Närrisches vorgefunden. Kein Wunder, denn mit Prinzenpaar Katharina I. und Andreas II., beides aktive Feuerwehrleute, hatten sie schließlich beste Informanten vor Ort.

Vorangegangen war dem Auftritt in der Seehalle im „Haus Rheinsberg“ ein dreitägiger Workshop im Herbst, bei dem die Ideen für Reden, Lieder und Tänze entstanden. Danach musste viele Stunden am Programm gefeilt, wollten „feurige“ Tänze einstudiert und die Kostüme zusammengestellt werden, um die Gäste des Abends ins närrische Spritzenhaus zu entführen zu können. Das ist dann auch am Sonnabend bestens gelungen, schließlich hatte der RCC nicht nur mit dem Prinzenpaar Katharina I. und Andreas II. aktive Feuerwehrleute in den eigenen Reihen, die sich mit den sonst so verborgenen Geheimnissen der Wehr auskennen.

So war zu erleben, was passiert, wenn die Truppe zur Ausbildung nach Eisenhüttenstadt soll, die Landesfeuerwehrschule jedoch als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird und die Kameraden ihr Feuerwehreinmaleins in einer Waldorfschule erlernen – Schlauchsalat. Später brillierte RCC-Präsident Hans-Norbert Gast als rappender Rentner von der Alters- und Ehrenabteilung und erntete ebenso stürmischen Applaus wie das Gesangsduo Marianne und Roberta Knochen mit seinen herrlich schräg gesungenen alten Schlagern.

Das Prinzenpaar: Katharina I. und Andreas II. Quelle: Peter Geisler

Die Feuerwehrmaus aus der Sesamstraße erklärte die Feuerwehr, die Gäste erlebten, wie es ist, wenn sich unter der Notrufnummer nur eine Automatenstimme meldet: „Wollen Sie den Brand selbst löschen, so drücken Sie die Zwei.“ Doch sei hier nicht zu viel verraten, das Programm reichte dank vieler Gesangs- und Tanzeinlagen – begonnen hatte das Kinderballett – und der echten Feuerwehrkapelle für etwa drei Stunden beste Unterhaltung.

Bereits vor 40 Jahren beschäftigte sich der RCC schon einmal mit der Feuerwehr. In der Karnevalszeitung von 1976, dem „Feuermelder“ – damals zeitgemäß natürlich ein „Zentralorgan“ des Elferrates – stand der Leitartikel unter dem Titel: „Feuerwasser frei und Selterswasser marsch!“

Wer das Glück hatte, Karten für die Veranstaltungen zu bekommen, kann sich auch am kommenden Wochenende anschauen und anhören, wie es im Rheinsberger Spritzenhaus so zugeht und sich eventuell erinnern, was sich in den vergangenen 40 Jahren bei der Feuerwehr alles geändert oder auch nicht verändert hat. Einige besonders treue RCC-Fans unter den Gästen am Sonnabend hatten auch das Programm von 1976 schon gesehen.

Von Peter Geisler

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