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Feuerwache in Lichtenberg fast fertig

5. Löschzug Neuruppins in modernem Quartier Feuerwache in Lichtenberg fast fertig

Die Diskussionen um die Notwendigkeit eines gemeinsamen Löschzugs der Seegemeinden im Südosten Neuruppins waren hitzig. Die Debatte ist inzwischen beendet, am 11. Juli wird die um- und ausgebaute Feuerwache im Ortsteil Lichtenberg eröffnet. Grund zur Freude gibt es an diesem Tag für die Dorfgemeinschaft noch aus einem anderen Grund.

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Mario Bartel, Marcel Bunk und Michaela Ott (v. l.) in der neuen Fahrzeughalle.

Quelle: Peter Geisler

Lichtenberg. Letzte Schönheitsarbeiten werden dieser Tage noch erledigt, im Grunde aber ist die neue Feuerwache Süd-Ost im Neuruppiner Ortsteil Lichtenberg fertig. Damit steht der geplanten Übergabe am 11. Juli beim Dorffest nichts mehr im Wege. Auch das modernisierte Dorfgemeinschaftshaus kann künftig genutzt werden.

Gut ein Jahr lang ließ die Stadt in Lichtenberg bauen, die Kosten für das Projekt belaufen sich auf 850 000 Euro. Marcel Bunk, der das Bauprojekt für die Stadt begleitete, bilanziert: „Wir liegen im Budget und können zufrieden sein, dass alles ganz gut geklappt hat.“

Vorangegangen war dem Ausbau die Zusammenlegung der bislang eigenständigen Einheiten Lichtenberg, Radensleben, Karwe und Wuthenow am Standort Lichtenberg bei Beibehaltung des Standortes Gnewikow. Im Vorfeld hatte es große Meinungsverschiedenheiten über diesen Schritt gegeben. In den Seegemeinden meldeten sich Stimmen, mit der Schließung der Feuerwehren würden die Dörfer das letzte Stück an Gemeinschaft zu verlieren.

Mario Bartel, Zugführer des neu gegründeten Löschzuges Süd-Ost, hat inzwischen erste Erfahrungen gesammelt, die seiner Meinung nach die Vorbehalte widerlegen. Das Konzept der Zusammenlegung sei aufgegangen, vor allem aus Sicht der Einsatzbereitschaft. „Jede Feuerwehr war für sich genommen nicht mehr einsatzbereit, weder am Tage noch am Wochenende.“ Nun könne mit einer Zugstärke von 29 aktiven Feuerwehrleuten rund um die Uhr die Einsatzfähigkeit von wenigstens einer Staffel gewährleistet werden, am Wochenende oder nach Feierabend seien es sogar zwei Staffeln.

Eine Grüppchenbildung habe es nicht gegeben. „Eigentlich fehlt nur noch, dass sich zwei Kameraden einen Spind teilen“, sagt Bartel mit einem Augenzwinkern. Tatsächlich hat jedes Feuerwehrmitglied einen eigenen Spind. Und auch sonst können sich die neuen Räume sehen lassen. Vier Fahrzeuge und ein Krad finden in der Fahrzeughalle in Lichtenberg Platz (siehe Infokasten). Beim Neubau der Halle wurde auf moderne Vorschriften geachtet, so gibt es beispielsweise eine Abgasabsauganlage und eine Stiefelwaschanlage.

Hinzu kommen getrennte Umkleidekabinen und Sanitäranlagen sowie im Außenbereich gut ein Dutzend Stellplätze. Das bisherige Feuerwehrgebäude wurde im laufenden Betrieb erweitert und beherbergt künftig die Jugendfeuerwehr sowie das Büro des Zugführers im ausgebauten Dachgeschoss. Ortsvorsteher Achim Fiedler sagt: „Wir haben ein Kapitel Feuerwehrgeschichte in Brandenburg beendet und ein neues Kapitel geöffnet.“

Laut Annette Friedrichs, Leiterin des Neuruppiner Ordnungsamtes, soll der neue Standort bei der Ausbildung von jugendlichen Feuerwehrleuten der Stadt eine herausragende Stellung bekommen. Erstes Ziel des Löschzuges bleibe natürlich der Katastrophenschutz, doch auch weiterhin solle die Feuerwehr die Gemeinschaft der Dörfer bei Festen stärken.

Nicht nur die Feuerwehr profitiert von den Umbauten, auch die Lichtenberger dürften an den barrierefreien Räumen in ihrem Dorfgemeinschaftshaus Gefallen finden. Eine neue Küche, neue Sanitäranlagen und eine neue Heizungsanlage sind nur einige Dinge, die in Angriff genommen wurden. Der Heimvatverein hat einen eigenen Raum. Ganz wird auf Tradition indes nicht verzichtet: Während die Feuerwehr in ihren Räumlichkeiten Vitrinen für Pokale der einstigen Ortswehren aufgestellt hat, behält die Dorfgemeinschaft ihren guten, alten Kachelofen.

Von Mischa Karth

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