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Feuerwehr: Das Ehrenamt reicht nicht mehr

Neuruppins Wehrführer fordert mehr Angestellte Feuerwehr: Das Ehrenamt reicht nicht mehr

Die Neuruppiner Feuerwehr braucht mehr festangestellte Retter. Dafür plädiert Stadtbrandmeister Reinhard Jachnick. Nur so sei der Brandschutz auf Dauer auch am Tage noch zu sicherzustellen. Die reinen Freiwilligenwehren haben zunehmend Personalprobleme.

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Neuruppins Stadtbrandmeister Reinhard Jachnick (3.v.r.) und Dezernent Willi Göbke (r.) zeichneten langjährige Mitglieder der Neuruppiner Feuerwehr aus.

Quelle: Reyk Grunow

Neuruppin. Auf Dauer geht es so nicht weiter, da macht sich Neuruppins Stadtbrandmeister Reinhardt Jachnick nichts vor. Seit zehn Jahren ist der 50-Jährige inzwischen Chef der Freiwilligen Feuerwehr in Neuruppin und fast genauso lange plädiert er dafür, die Stadt Neuruppin müsse mehr Feuerwehrleute fest anstellen. Nur so ist noch die Sicherheit sicherzustellen, davon ist Jachnick längst überzeugt.

„Wir haben zunehmend Probleme mit der Einsatzbereitschaft, besonders am Tage“, sagte Jachnick am Sonnabend bei der jährlichen Auszeichnungsveranstaltung der Neuruppiner Feuerwehrleute in der Hauptwache. 35 Frauen und Männern wurden geehrt weil sie seit Jahren ehrenamtlich in ihrer Freizeit Dienst bei der Feuerwehr tun. 28 Leute sind zehn, 20 oder 30 Jahre dabei, vier schon vierzig, drei 50, zwei sogar 60 Jahre.

Doch es wird immer schwieriger, genügen Freiwillige zu finden. Die Zusammenlegung von Ortswehren in Treskow oder Lichtenberg hilft zwar – doch gelöst ist das Problem allein damit nicht: Zu Zeiten, an denen viele Menschen auswärts arbeiten müssen, fehlen zunehmend freiwillige Feuerwehrleute. „In den letzten fünf Jahren ist das Problem massiv geworden“, sagt der Stadtbrandmeister.

Immer häufiger rückt die Hauptwache im Notfall aus. Dort hat Neuruppin sind zwölf Feuerwehrleute als Gerätewarte angestellt, die bei Alarm schnell zur Verfügung stehen. Doch das reicht langfristig kaum aus, fürchtet Jachnick. Die Stadtverordneten haben gerade zugestimmt, in nächster Zeit zwei bis drei Stellen für die Hauptwache auszuschreiben, weil Feuerwehrleute demnächst in den Ruhestand gehen. Für Jachnick ist das eigentlich zu wenig: „Wir brauchen zwei Leute jedes Jahr“, sagt er. Dass das teuer wird, ist ihm bewusst. Er sieht aber keine Alternative: „Der Brandschutz kann nur noch mit mehr hauptamtlichen Feuerwehrleuten sichergestellt werden.“

Von Reyk Grunow

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