Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Feuerwehr-Nachwuchs gab alles
Lokales Ostprignitz-Ruppin Feuerwehr-Nachwuchs gab alles
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 26.09.2017
Für die Jugendflamme 3 musste unter anderem eine sogenannte Schaumstrecke aufgebaut werden. Quelle: Björn Wagener
Anzeige
Wittstock

Gleich zwei Leistungsabzeichen galt es zu erreichen, als am Samstagvormittag Mitglieder der Jugendfeuerwehr aus den Kreisen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz auf dem Sportplatz und der angrenzenden Rasenfläche an der Wittstocker Stadthalle zeigten, was die können. Es ging um die Leistungsspange und die Jugendflamme 3.

Um letztere kämpften neun Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren aus Wittstock, Biesen, Christdorf und Manker. Sie mussten verschiedene Aufgaben lösen. Dazu gehörte es, eine sogenannte Schaumstrecke aufzubauen, also Schläuche samt Verteiler, Zumischer und Ansaugschlauch

Abnahmeberechtigter Dirk Engel weist die Schiedsrichter ein. Quelle: Björn Wagener

so zu kuppeln, dass am Ende ein Feuer mit Schaum bekämpft werden kann. Geübt wurde am Samstag jedoch mit Wasser. Das musste am Ende auf jeden Fall vorn ankommen. Nur dann galt die Übung als bestanden. Außerdem ging es um Erste Hilfe – speziell um die Wiederbelebung eines Menschen. An dieser Station wurde die Feuerwehr vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Wittstock, Bereich Katastrophenschutz, unterstützt. Ein weiterer Teil der Aufgaben auf dem Weg zur Jugendflamme 3 hatte nur mittelbar mit der Feuerwehr zu tun. Denn es ging darum, sich an Umweltprojekten zu beteiligen. Die Jugendflamme verbindet traditionelle Elemente der feuerwehrtechnischen Ausbildung mit Inhalten der allgemeinen Jugendarbeit.

Lücke in der Mannschaft aus der Prignitz

An der Prüfung für die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr nahmen 18 Nachwuchs-Feuerwehrmitglieder aus OPR und der Prignitz teil, die mindestens 16 Jahre alt sein mussten. Eine eigene Prignitz-Mannschaft kam allerdings nicht zustande, weil es nur sechs Teilnehmer von dort gab,

Für die Leistungsspange ging es auch um Schnelligkeit. Quelle: Björn Wagener

die dieses Alter erreicht hatten. Deshalb musste die Lücke mit jüngeren Teilnehmern aufgefüllt werden, um die Mannschaft komplett zu bekommen. Um Schnelligkeit ging es beim korrekten Herstellen einer Schlauchleitung. Länger als 75 Sekunden durfte es nicht dauern. Außerdem standen auf dem Programm: ein Löschangriff; ein Staffellauf über 1500 Meter und Kugelstoßen. Dabei zählte die Mannschaftsleistung. Denn die jeweils gestoßenen Weiten wurden zusammengezählt. Das heißt, alle neun Stoßer einer Mannschaft mussten am Ende mindestens 55 Meter erreichen. Nicht zuletzt gab es einen Theorie-Teil, bei dem Fragen zu Ausrüstung, Geräten, aber auch Unfallverhütung und Gesellschafts- und Jugendpolitik beantwortet werden mussten.

Kameradschaft und Vertrauen

Bewertet wurde bei den Wettkämpfen ebenso die Teamfähigkeit. „Beim Benehmen mache ich keine Abstriche. Kommt es zu Beleidigungen in der Gruppe, ist sie draußen“, kündigte Dirk Engel, Abnahmeberechtigter der Deutschen Jugendfeuerwehren, an. Auch Diskussionen mit einem Schiedsrichter duldete er nicht. „Ich mache das seit 20 Jahren. Bei mir ist bisher nur eine Mannschaft durchgefallen“, sagte Engel. An dieser Zahl änderte sich auch am Samstag nichts. Alle Anwärter – sowohl auf die Jugendflamme 3 als auch auf die Leistungsspange – erreichten ihr Ziel.

„Die Wettkämpfe dienen auch dazu, sich gegenseitig besser kennen zu lernen und Vertrauen und Kameradschaft zu fördern“, sagte Jennifer Dürkoop, stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwartin. Ihre Amtskollegen Dominik Laue aus Kyritz und Stefan Fuchs aus der Prignitz waren ebenfalls am Samstag dabei. Auch der Wittstocker Wehrführer Steffen Müller machte sich vor Ort ein Bild.

Von Björn Wagener

Mit insgesamt 100 000 Euro will der Kreis die Landesgartenschau 2019 in Wittstock und die Veranstaltungen des Fontanejahres unterstützen, so sieht es der Haushaltsplan für 2018 vor. Die CDU findet, dass der Betrag viel zu niedrig ist. Immerhin gehe es um zwei einmalige Ereignisse von kreisweiter Bedeutung. Doch der Landrat setzt auf Zuschüsse von anderer Seite.

22.09.2017
Ostprignitz-Ruppin Chemieunfall auf der A 24 bei Walsleben - Kreis rechnet mit Kosten von 400.000 Euro

Der Chemieunfall eines Lasters auf der Autobahn A24 bei Walsleben (Ostprignitz-Ruppin) vor gut fünf Wochen hat bisher Kosten von mehr als 300.000 Euro verursacht. Der Kreis geht davon aus, dass noch weitere Rechnungen gestellt werden. Wie das Leck entstand, ist weiter offen. In Sicht sind indes neue Schutzanzüge für die Feuerwehrleute.

25.09.2017

Der Flohmarkt des Fördervereins Alt Ruppiner Kinder am Sonnabend ist nur Mosaiksteinchen, allerdings vielleicht das letzte, auf dem langen Weg, Geld für eine Wikingerschaukel zusammenzubekommen. Das teure Spielgerät soll in der Alt Ruppiner Grundschule „Am Weinberg“ aufgestellt werden – wenn alles gut läuft, schon in diesem Jahr.

22.09.2017
Anzeige