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Feuerwehr-Nachwuchs gab alles

Wittstock Feuerwehr-Nachwuchs gab alles

Mitglieder der Jugendfeuerwehr aus Ostprignitz-Ruppin und der Prignitz kämpften am Samstag in Wittstock um zwei verschiedene Leistungsabzeichen. Es ging um die Jugendflamme 3 und die Leistungsspange.

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Für die Jugendflamme 3 musste unter anderem eine sogenannte Schaumstrecke aufgebaut werden.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. Gleich zwei Leistungsabzeichen galt es zu erreichen, als am Samstagvormittag Mitglieder der Jugendfeuerwehr aus den Kreisen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz auf dem Sportplatz und der angrenzenden Rasenfläche an der Wittstocker Stadthalle zeigten, was die können. Es ging um die Leistungsspange und die Jugendflamme 3.

Um letztere kämpften neun Jugendliche im Alter von 13 bis 18 Jahren aus Wittstock, Biesen, Christdorf und Manker. Sie mussten verschiedene Aufgaben lösen. Dazu gehörte es, eine sogenannte Schaumstrecke aufzubauen, also Schläuche samt Verteiler, Zumischer und Ansaugschlauch

Abnahmeberechtigter Dirk Engel weist die Schiedsrichter ein

Abnahmeberechtigter Dirk Engel weist die Schiedsrichter ein.

Quelle: Björn Wagener

so zu kuppeln, dass am Ende ein Feuer mit Schaum bekämpft werden kann. Geübt wurde am Samstag jedoch mit Wasser. Das musste am Ende auf jeden Fall vorn ankommen. Nur dann galt die Übung als bestanden. Außerdem ging es um Erste Hilfe – speziell um die Wiederbelebung eines Menschen. An dieser Station wurde die Feuerwehr vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) Wittstock, Bereich Katastrophenschutz, unterstützt. Ein weiterer Teil der Aufgaben auf dem Weg zur Jugendflamme 3 hatte nur mittelbar mit der Feuerwehr zu tun. Denn es ging darum, sich an Umweltprojekten zu beteiligen. Die Jugendflamme verbindet traditionelle Elemente der feuerwehrtechnischen Ausbildung mit Inhalten der allgemeinen Jugendarbeit.

Lücke in der Mannschaft aus der Prignitz

An der Prüfung für die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr nahmen 18 Nachwuchs-Feuerwehrmitglieder aus OPR und der Prignitz teil, die mindestens 16 Jahre alt sein mussten. Eine eigene Prignitz-Mannschaft kam allerdings nicht zustande, weil es nur sechs Teilnehmer von dort gab,

Für die Leistungsspange ging es auch um Schnelligkeit

Für die Leistungsspange ging es auch um Schnelligkeit.

Quelle: Björn Wagener

die dieses Alter erreicht hatten. Deshalb musste die Lücke mit jüngeren Teilnehmern aufgefüllt werden, um die Mannschaft komplett zu bekommen. Um Schnelligkeit ging es beim korrekten Herstellen einer Schlauchleitung. Länger als 75 Sekunden durfte es nicht dauern. Außerdem standen auf dem Programm: ein Löschangriff; ein Staffellauf über 1500 Meter und Kugelstoßen. Dabei zählte die Mannschaftsleistung. Denn die jeweils gestoßenen Weiten wurden zusammengezählt. Das heißt, alle neun Stoßer einer Mannschaft mussten am Ende mindestens 55 Meter erreichen. Nicht zuletzt gab es einen Theorie-Teil, bei dem Fragen zu Ausrüstung, Geräten, aber auch Unfallverhütung und Gesellschafts- und Jugendpolitik beantwortet werden mussten.

Kameradschaft und Vertrauen

Bewertet wurde bei den Wettkämpfen ebenso die Teamfähigkeit. „Beim Benehmen mache ich keine Abstriche. Kommt es zu Beleidigungen in der Gruppe, ist sie draußen“, kündigte Dirk Engel, Abnahmeberechtigter der Deutschen Jugendfeuerwehren, an. Auch Diskussionen mit einem Schiedsrichter duldete er nicht. „Ich mache das seit 20 Jahren. Bei mir ist bisher nur eine Mannschaft durchgefallen“, sagte Engel. An dieser Zahl änderte sich auch am Samstag nichts. Alle Anwärter – sowohl auf die Jugendflamme 3 als auch auf die Leistungsspange – erreichten ihr Ziel.

„Die Wettkämpfe dienen auch dazu, sich gegenseitig besser kennen zu lernen und Vertrauen und Kameradschaft zu fördern“, sagte Jennifer Dürkoop, stellvertretende Kreisjugendfeuerwehrwartin. Ihre Amtskollegen Dominik Laue aus Kyritz und Stefan Fuchs aus der Prignitz waren ebenfalls am Samstag dabei. Auch der Wittstocker Wehrführer Steffen Müller machte sich vor Ort ein Bild.

Von Björn Wagener

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