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Feuerwehr auf Werbetour

Neuruppin Feuerwehr auf Werbetour

Mit ihrem großen Löschfahrzeug sorgte die Neuruppiner Jugendfeuerwehr am Freitag auf dem Bauspielplatz hinter der Fontaneschule für Aufsehen. Gerade in den Ferien sind die Mädchen und Jungs mit ihren Betreuern ständig unterwegs, um die Werbetrommel für die Feuerwehr zu rühren.

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Den Besuch der Jugendwehr auf dem Neuruppiner Bauspielplatz fanden Ben, Sina, Gabriel und Clemens (v.l.) gestern toll.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Ben hält das Strahlrohr mit beiden Händen: Das Gesicht vor Konzentration zusammengekniffen, versucht der Dreijährige den Wasserstrahl so zu lenken, dass er die blauen Plastikbälle von den Absperrkegeln spritzen kann, die in drei Meter Entfernung stehen. So richtig will das nicht klappen. Ein paar Meter hinter Ben hat Kevin Bauske an der Handspritze ordentlich zu pumpen, damit das Wasser mit genügend Druck vorn am Strahlrohr ankommt. Seit sechs Jahren ist der 14-Jährige schon Mitglied der Neuruppiner Jugendfeuerwehr. Zwei Jahre noch, dann könnte er in den aktiven Dienst der Erwachsenenwehr wechseln.

Zusammen mit anderen Jungs und Mädchen hat er am Freitag auf dem Neuruppiner Bauspielplatz Werbung für die Feuerwehr gemacht. Mit dem großen Löschfahrzeug der Neuruppiner Jugendwehr waren sie am Nachmittag vorgefahren, hatten Schläuche und Absperrkegel ausgepackt. Die Kinder auf dem Bauspielplatz waren sofort Feuer und Flamme.

Besuche in Kitas, Schulen und bei Feriengruppen

Die Aktionen der Jugendwehr kommen eigentlich immer an, sagt André Lehmann von der Feuerwehr. Am Donnerstag war die Jugendwehr in einer Kita und hat die Kinder die Wasserspritze ausprobieren lassen, am Freitag auf dem Bauspielplatz hinter der Neuruppiner Fontaneschule. Sich gegenseitig nass zu spritzen, das macht den Knirpsen immer am meisten Spaß.

Regelmäßig sind die Mädchen und Jungs der Jugendwehr unterwegs. „Gerade jetzt im Sommer“, sagt André Lehmann. Kitas, Horte, Ferienlager – wer mehr über die Arbeit der Feuerwehr erfahren will, kann sich melden. Viele Einrichtungen nutzen das Ferienangebot. André Lehmann ist das recht: „Den Kindern bringt es Abwechslung.“ Und der Feuerwehr neuen Nachwuchs.

Etwa hundert Mitglieder hat die Jugendwehr in Neuruppin und den Ortsteilen. Wer mitmachen will, muss wenigstens acht Jahre alt sein – auch wenn die Faszination für die großen roten Autos oft schon viele früher beginnt. Um in der Ausbildung wirklich etwas mitnehmen zu können, ist eben ein gewisses Alter nötig.

Wenn die Jugendwehr kommt, wird’s schnell  feucht – und lustig

Wenn die Jugendwehr kommt, wird’s schnell feucht – und lustig.

Quelle: Peter Geisler

Ben hat noch ein paar Jahre Zeit, sich die Sache mit der Feuerwehr zu überlegen. Aber eigentlich gibt es für den Dreijährigen da nicht mehr viel nachzudenken. Ob er Feuerwehrmann werden will? „Jaa!“ Alles andere wäre auch verwunderlich. Ben kommt aus einer echten Feuerwehrfamilie. Sein Opa ist Wolfgang Hohenwald, Kreisbrandmeister und vorher lange Feuerwehrchef von Neuruppin.

Ben kennt sich auch mit drei schon mit der Technik aus. Seine Lieblingsautos? „Moritz“, sagt der Knirps: „Und der Bronto.“ Moritz ist der Spitzname für eines der beiden großen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge in der Hauptwache an der Schinkelstraße. „Bronto“ nennen die Feuerwehrleute ihrem Hubsteiger. Den lieben alle Kinder.

Von Reyk Grunow

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