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Feuerwehr bekommt einen eigenen Turm

Neuruppin Feuerwehr bekommt einen eigenen Turm

Die Fontanestadt will in Treskow 150 000 Euro investieren, damit die Retter den Umgang mit Leitern besser üben können. Seit Jahren wünscht sich die Feuerwehr einen solchen Übungsturm, sogar Spenden gab es dafür schon.

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Blick in die Feuerwache Süd-West.

Quelle: Peter Geisler (Archiv)

Neuruppin. Übungen bei der Neuruppiner Feuerwehr sollen einfacher werden. Künftig müssen die Neuruppiner Feuerwehrleute nicht mehr nach Kyritz fahren, wenn sie üben wollen, sich aus großer Höhe abzuseilen oder Leiter an Balkone und Gebäude anzulegen. Neuruppin soll so schnell wie möglich einen eigenen Übungsturm für die Feuerwehr bekommen. Knapp 150 000 Euro will die Stadt in das Vorhaben investieren.

Die Idee, einen derartigen Übungsturm zu bauen, ist alles andere als neu. Seit etlichen Jahren hofft die freiwillige Feuerwehr schon auf eine solche Übungsmöglichkeit. Bürgermeister Jens-Peter Golde hatte lange gehofft, dass die städtische Wohnungsbaugesellschaft NWG die Kosten dafür übernehmen könnte. Doch so sehr die NWG die Feuerwehr auch jedes Jahr unterstützt – der Bau eines ganzen Übungsturmes war dem Unternehmen dann doch zu aufwändig und teuer. Allerdings hatte der damalige NWG-Chef Walter Tolsdorf schon vor Jahren eine beträchtliche Spende für genau einen solchen Turm auf das Konto der Stadtverwaltung überwiesen. Das Geld wird seitdem von der Stiftung Soziales Neuruppin verwaltet.

Mehr Einnahmen aus der Zweitwohnungssteuer

In den vergangenen Jahren war der Bau des Turmes immer wieder verschoben worden. Jetzt sieht die Stadtverwaltung aber doch eine Möglichkeit, das Vorhaben endlich zu beginnen. Zum einen bekommt die Stadt viel mehr Zweitwohnungssteuer als sie einst erhofft hat, zum anderen fließen in diesem Jahr auch andere Steuern reichlicher in die Stadtkasse. Kämmerer Willi Göbke gibt deshalb grünes Licht für den Feuerwehrturm.

Der Hauptausschuss hatte am Montagabend nichts gegen das Vorhaben. SPD-Fraktionschef Nico Ruhle – selbst Feuerwehrmann in Bechlin – war sogar sehr froh, dass die Stadt das Projekt endlich in Angriff nehmen will: „Es wird höchste Zeit, dass der Turm wirklich gebaut wird.“

Bisher gibt es im gesamten Landkreis nur einen solchen Übungsturm. Der steht in der Feuerwehrtechnischen Zentrale, die der Kreis in Kyritz unterhält. Dort üben alle Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis. Dadurch haben die einzelnen Wehren zum einen nicht so viel Zeit, wie sie sich wünschen würden, heißt es aus dem Neuruppiner Rathaus. Zum anderen kann in Kyritz nur abends geübt werden.

Immer wenige leere Gebäude zum Üben

Die Neuruppiner Wehr hat bisher auch leerstehende Gebäude genutzt, um den Umgang mit Hubsteigern und Leitern zu üben. Doch solche Gebäude würden immer seltener, weil viele mittlerweile saniert sind. Der Übungsturm wird im Wesentlichen aus Beton bestehen und soll in der Nähe der Feuerwache Südwest in Treskow entstehen. Das benötigte Grundstück gehört der Stadt bereits. Der Turm wird so ausgestattet, dass die Feuerwehrleute auch üben können, verschlossene Türen schnell zu öffnen und Brände in Gebäuden zu bekämpfen.

In den kommenden Jahren muss Neuruppin auch ohne den Turm mehrere Millionen für die Feuerwehr investieren, vor allem für den Bau einer neuen Wache in Alt Ruppin und den Kauf neuer Fahrzeuge.

Von Reyk Grunow

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