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Ostprignitz-Ruppin Feuerwehr braucht ganz neuen Atemschutz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Feuerwehr braucht ganz neuen Atemschutz
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00:17 30.06.2016
Atemschutzgeräte gehören zur wichtigsten Ausstattung der Feuerwehr, gerade bei Bränden. Neuruppin braucht ganz neue Geräte. Quelle: Peter Geisler/Archiv
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Neuruppin

Die Neuruppiner Feuerwehr braucht in den nächsten Jahren noch mehr Geld als bisher eingeplant war. Das musste Dezernent Thomas Fengler bei der ersten Diskussion zum Stadthaushalt 2017 jetzt einräumen. Wie teuer der Brandschutz genau wird, ist aber noch nicht genau abzusehen.

Allein für die Anschaffung lebenswichtiger Atemschutztechnik für die freiwilligen Retter sind zusätzlich rund 400 000 Euro notwendig, so Fengler. Der Hersteller der Pressluftatemgeräte habe die Feuerwehr vor Kurzem mit der Nachricht überrascht, dass ab 2020 keine Ersatzteile für die jetzigen Geräte mehr verfügbar sein werden. Einzige Lösung: Die Stadt muss völlig neue Geräte beschaffen. Etwa 100 Geräte werden in Neuruppin bis 2020 benötigt, sagt Thomas Fengler.

Noch immer kein Grundstück für neue Feuerwache in Alt Ruppin

Noch völlig unsicher ist, was der Bau der neuen Feuerwache für Alt Ruppin kosten wird. Seit mehr als einem Jahr sucht die Stadt nach einem Grundstück, auf dem die Wache gebaut werden könnte – bislang offenbar ohne Erfolg.

Das bisherige Gerätehaus in Alt Ruppin ist zum einen viel zu klein. Zum anderen entspricht es längst nicht mehr den Vorgabe für eine moderne Wehr. Ein Teil der Technik musste schon in andere Orte ausgelagert werden. Einen Anbau lässt das Grundstück nicht zu.

In diesem Jahr hat die Stadt 100 000 Euro für den Kauf eines neuen Grundstücks für einen Neubau eingeplant. Es sollte möglichst zentral an einer der großen Straßen gelegen sein, damit die Wehr schnell ausrücken kann, und es muss genügend Platz bieten.

Wulkow bietet freie Flächen für einen Neubau an

Alt Ruppin arbeitet mit Nietwerder und Wulkow in einem Löschzug zusammen. Wulkows Ortsvorsteher Sven Deter hatte freie Flächen in seinem Ort angeboten, weil sich in Alt Ruppin so schnell nichts Passendes finden ließ. Allerdings liegt Wulkow nicht gerade zentral und schon gar nicht in der Nähe des Wassers; der Löschzug ist auf Einsätze auf Gewässern spezialisiert.

Die Stadtverwaltung sucht deshalb weiter in Alt Ruppin nach geeigneten Flächen. Fengler ist zuversichtlich, dass im nächsten Jahr die Planung für den Neubau beginnen kann. Für das Haus dürften nach Schätzungen wenigstens eine Million Euro nötig sein.

Fast 500 Einsätze jedes Jahr

Die Feuerwehr Neuruppin ist eine Freiwilligenwehr mit etwa 230 aktiven Mitgliedern. Etwa ein Dutzend Feuerwehrleute sind als Gerätewarte fest bei der Stadt angestellt.

Sie gliedert sich in fünf Löschzüge, und zwei Löschgruppen aufgeteilt auf die Hauptwache in Neuruppin, eine Wache in Treskow, eine in Lichtenberg und Stützpunkte in Alt Ruppin, Nietwerder, Wulkow, Gnewikow, Bechlin, Gühlen-Glienicke und in Krangen.


Neuruppin erwartet rund 1,4 Millionen Euro an Kosten für die Wehr, davon 870 000 Euro für die Einsatzkräfte. Investitionen sind nicht mitgerechnet.

Neuruppins Wehr rückt zu fast jedem zweiten Einsatz im Landkreis aus. 400 bis 500 sind es jedes Jahr.

Auch für zusätzliche Technik brauchen die Neuruppiner noch Geld. In diesem Jahr ist der Kauf eines weiteren Tanklöschfahrzeugs zur Bekämpfung von Waldbränden geplant. Kosten: rund 370 000 Euro. 2017 soll dann endlich Ersatz für das Rüstfahrzeug beschafft werden, das vor einige Jahren bei einem Unfall am Stöffiner Berg verunglückt war; dafür sind 570 000 Euro veranschlagt. Und „mittelfristig“ muss auch der Hub­retter der Neuruppiner Feuerwehr ersetzt werden, so Fengler.

In diesem Jahr wird er für 80 000 Euro noch einmal überholt. Dass ein neuer her muss, steht aber fest. Auch der kostet rund eine halbe Million. Allerdings erhofft sich die Stadt 60 Prozent Fördermittel. Der Einsatzleitwagen, den die Neuruppiner Wehr ebenfalls 2016 anschaffen wird, ist so teuer, dass die Stadt ihn über mehrere Jahre leasen wird – für rund 35 000 Euro pro Jahr.

Von Reyk Grunow

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