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Feuerwehr fordert Investitionen

Kyritz Feuerwehr fordert Investitionen

Die Einsatzbereitschaft der Kyritzer freiwilligen Feuerwehr ist angesichts des zunehmenden Personalmangels schon jetzt tagsüber nicht mehr gewährleistet. Mehr hauptamtliche Mitarbeiter könnten einen Ausweg aus dem Dilemma eröffnen. Allerdings müssten für sie erst geeignete Arbeitsbedingungen geschaffen werden.

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Bei einem Rundgang verschafften sich Stadtverordnete einen Überblick über die Bedingungen der Kyritzer Feuerwehr.

Quelle: Alexander Beckmann

Kyritz. Die Stadt Kyritz wird über kurz oder lang in ihren Feuerwehrstandort investieren müssen. Das ist das Fazit einer Analyse, die die Stadtverwaltung jetzt den Stadtverordneten vorlegte. Am Donnerstag befasste sich der Bauausschuss mit dem Thema.

„Wir haben nicht nur ein Platzproblem, wir haben auch ein Personalproblem“, fasste André Eichhorn als Verantwortlicher für den Brand- und Katastrophenschutz der Stadt bei einem Rundgang über das Feuerwehrgelände in der Kyritzer Goethestraße zusammen. „Wir sind Stützpunktfeuerwehr.“ Angesichts der Personalprobleme kleinerer Feuerwehreinheiten in den Ortsteilen, spiele der Kyritzer Standort eine immer wichtigere Rolle. „Wir müssten Tag und Nacht mindestens 44 Einsatzkräfte bereithalten.“ Das gelinge allerdings schon seit Jahren nicht mehr.

Vor allem tagsüber ist das Personal knapp

Um die Einsatzbereitschaft vor allem tagsüber zu gewährleisten, werde Kyritz nicht umhin kommen, künftig verstärkt auch auf hauptamtliche Mitarbeiter zu setzen. Doch schon jetzt seien die räumlichen Bedingungen kompromissbehaftet.

Der stellvertretende Stadtwehrführer Frank Brüggemann betonte beim Rundgang: „Das Gebäude ist noch gut. Aber es entspricht nicht mehr der Arbeitsstättenverordnung.“ So sei es beispielsweise dringen notwendig, die Fahrzeughalle endlich vom Umkleide- und Werkstattbereich zu trennen. Das sei aber nur über einen Anbau zu erreichen.

Erweiterungsbedarf besteht laut André Eichhorn auch bei der Unterbringung von Fahrzeugen und Technik, zumal der Bestand mit den zunehmenden Aufgaben der Wehrperspektivisch noch wachsen werde. Schon jetzt könne man Teile der Technik und des Einsatzmaterials nicht mehr angemessen unterstellen. Ein Waschplatz oder auch eine Werkstatt für die Fahrzeuge fehlten ganz.

Hauptamtliche als Verstärkung

Zugleich bekämen Nachwuchsgewinnung und Kameradschaftspflege immer mehr Bedeutung. Auch dafür brauche es attraktive Bedingungen. „Und wenn wir hier mal hauptamtliche Kräfte unterbringen wollen, dann müssen wir dafür die Möglichkeiten schaffen.“

Das Thema mit den Hauptamtlichen interessierte die Mitglieder des Bauausschusses. „Gehen wir einer richtigen Berufsfeuerwehr entgegen?“, wollte beispielsweise Marlies Briege als sachkundige Einwohnerin wissen.

André Eichhorn betonte: „Wir bleiben eine freiwillige Feuerwehr – aber mit mehr hauptamtlichen Einsatzkräften als bisher. Damit könnten wir die Ausrückezeiten verkürzen. Je schneller wir ausrücken, desto weiter können wir fahren, um noch rechtzeitig Hilfe zu leisten.“ Derzeit verfüge die Kyritzer Feuerwehr über zwei hauptamtliche Mitarbeiter. In welche Richtung das künftig gehen könnte, beschrieb Eichhorn so: „Tagsüber muss mindestens eine Einsatzgruppe – also neun Personen – jederzeit verfügbar sein.“

Die Stadtverwaltung schlägt derzeit vor, für weitergehende Planungen zur Modernisierung des Feuerwehrstandortes 20 000 Euro im Haushalt 2018 einzuplanen.

Von Alexander Beckmann

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