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Feuerwehr strukturiert sich neu

Fehrbellin Feuerwehr strukturiert sich neu

Zu wenig Personal, Mängel in Ausbildung und Technik: Im so genannten Gefahrenabwehrbedarfsplan hatten Fachleute der Fehrbelliner Feuerwehr ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Mit einer neuen Struktur soll die Feuerwehr jetzt fit für die Zukunft gemacht werden. Außerdem will die Gemeinde kräftig in Technik investieren.

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Kräftige Investitionen in Technik: bei der Feuerwehr Fehrbellin.

Quelle: Geisler

Fehrbellin. Das Urteil war vernichtend gewesen. Die Fehrbelliner Feuerwehr sei nur bedingt einsatzfähig, hatten die Autoren des aktuellen Gefahrenabwehrbedarfplans der Wehr Anfang des Jahres bescheinigt. Die Gemeinde hat ihrer Wehr deshalb jetzt eine neue Struktur verpasst. Durch taktische Zusammenschlüsse, Fusionen kleinerer Einheiten und kräftige Investitionen in Technik soll die Wehr für die Zukunft gerüstet werden. Einen entsprechenden Beschluss hatten die Gemeindevertreter in der vergangenen Woche gefasst.

Kleine Einheiten fusionieren

Zuletzt hatte die Fehrbelliner Feuerwehr nur noch 265 Brandschützer. Um die Helfer möglichst sinnvoll einzusetzen, sollen künftig drei einsatztaktische Bereiche mit jeweils verschiedenen Gruppen gebildet werden. Besonders kleine Feuerwehreinheiten fusionieren zudem: Walchow und Protzen, Langen, Wustrau und Altfriesack sowie Betzin, Brunne und Lentzke. Durch das Bündeln aller Kräfte soll die Feuerwehr im Gefahrenfall immer ausreichend qualifiziertes Personal aufbieten können. Ganz praktisch heißt das: Im Ernstfall „wird nicht mehr die einzelne Einheit alarmiert, sondern die ganze Gruppe“, so Fehrbellins Bürgermeisterin Ute Behnicke.

Als problematisch hatten die Autoren des Gefahrenabwehrbedarfsplans auch die Qualifikation der Einsatzkräfte bewertet. „Das größte Manko ist eigentlich bei den Führungskräften“, sagt Behnicke. Das jetzt beschlossene Papier setzt die Einheiten deshalb sanft unter Druck. Feuerwehreinheiten, die ihre Einsatzfähigkeit binnen fünf Jahren wegen fehlender Ausbildungen oder fehlender Kräfte nicht nachweisen können, sollen innerhalb der Struktur fusioniert werden. „Die Einheiten haben es selbst in der Hand, wie lange sie bestehen“, sagte Behnicke.

Neue Technik an den Hauptstandorten

An die neue Struktur knüpft sich zugleich ein großes Investitionsprogramm. Zwar hätte die Feuerwehr in den kommenden Jahren ohnehin neue Technik anschaffen müssen, so Behnicke. Doch jetzt soll größere Technik gezielt an den künftigen Hauptstandorten zusammengefasst werden. Bis 2019 sollen etwa ein 426 000 Euro teures Löschgruppenfahrzeug für die Feuerwehreinheit in Wustrau, ein 380 000 Euro teures Löschfahrzeug für die Feuerwehreinheit in Wall und ein 400 000 Euro teures Tanklöschfahrzeug für die Feuerwehreinheit in Linum angeschafft werden. Neue Fahrzeuge soll es auch für Fehrbellin und Walchow/Protzen geben – Förderanträge für diese beiden Wagen sind gestellt.

Auch auf der Vorhabensliste: ein neues Feuerwehrgerätehaus in Wustrau. Im kommenden Jahr sollen die Arbeiten an dem Haus unweit des jetzigen Standortes beginnen. Ein entsprechendes Grundstück am Weinbergsweg sei bereits gekauft, sagt Behnicke. Erwartete Kosten für das neue Gerätehaus: 850 000 Euro.

Von Frauke Herweg

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