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Ostprignitz-Ruppin Feuerwehr übte im Seniorenzentrum
Lokales Ostprignitz-Ruppin Feuerwehr übte im Seniorenzentrum
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00:18 10.09.2016
Einen Bettlägerigen mal eben schnell aus dem brennenden Haus zu schaffen, hört sich leichter an, als es ist. Quelle: Alexander Beckmann
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Kyritz

Gestern, Punkt 14.32 Uhr: Der automatisch Feueralarm im Azurit-Seniorenzentrum in der Pritzwalker Straße in Kyritz schlägt an. Eigentlich ein paar Minuten später als erwartet. Kurz darauf rufen die Sirenen über der Stadt die Feuerleute zum Einsatz – zum Übungseinsatz.

Der Heimleiter Mario Bohnsack berichtet den ersten eintreffenden Helfern von Rauchentwicklung in Zimmer 138. Das simulierte Szenario: „Bis auf drei Bewohner konnten wir alle evakuieren.“

Für die Feuerwehrleute ist die Aufgabe damit klar gestellt: den Weg in den vom Feuer betroffenen Gebäudeteil finden, klären, ob Menschen in Gefahr sind, und dann retten, was noch zu retten ist.

Gut 20 Minuten nach dem ersten Alarm haben sich die Retter durch den „dicht verqualmten“ Flur ins Zimmer des ersten der noch vermissten „Bewohner“ gekämpft und ihn geborgen.

Nach und nach treffen weitere Einsatzkräfte aus den Kyritzer Ortsteilen ein. Am Ende sind 23 Feuerwehrleute aus Kyritz, Rehfeld, Berlitt, Drewen, Bork-Lellichow und Teetz auf dem Gelände des Seniorenzentrums aktiv. Schlauchstrecken werden gelegt. Bis zur Unkenntlichkeit in Schutzausrüstung vermummte Gestalten tappen durch die Flure. Atemgeräte zischen. Funkgeräte tönen durcheinander.

Trotz all der Betriebsamkeit dauert es fast eine Stunde bis auch die letzte Bewohnerin (natürlich vorher eingeweiht) sicher aus dem Gebäude geleitet werden kann. Nach und nach pellen sich die Feuerwehrleute verschwitzt und erschöpft aus Helmen, Atemmasken und Schutzanzügen. Der Heimleiter Mario Bohnsack spendiert Mineralwasser und Kaffee.

Es fehlen Atemschutzgeräteträger

Doch bei der Auswertung der Übung gibt es ernste Mienen. „Es hätte besser gehen können“, schätzt der stellvertretende Stadtwehrführer Frank Brüggemann ein, der den Einsatz leitet. „Manches hat einfach zu lange gedauert, weil zum Anfang Atemschutzgeräteträger fehlten.“ Erst nach und nach traf genug Verstärkung aus den Ortsteilen ein.

Ohne die Versorgung mit Atemluft aus der Flasche geht in verrauchten Räumen gar nichts. Doch der Einsatz ist physisch anspruchsvoll und erfordert viel Training. Dazu finden sich immer weniger bereit.

Für Frank Brüggemann ist der Verlauf der Übung symptomatisch für die Situation der Feuerwehr: Gerade tagsüber fehlt es an einsatzbereiten Kräften. „Das ließe sich alles vermeiden, wenn sich mehr Menschen zur Mitarbeit bereit fänden“, sagt Brüggemann. „Es gehört nicht viel Mut dazu, Feuerwehrmann zu sein – nur am ersten Tag, wenn man sich meldet.“

Im Seniorenzentrum mit seinen 80 Bewohnern ist der Heimleiter Marion Bohnsack trotzdem froh, dass es zu der Übung gekommen ist. So etwas helfe herauszufinden, wo es im Ernstfall noch haken könnte. Mindestens einmal im Jahr sollen Feuerwehren so eine Großübung absolvieren. Die Einsatzorte dafür sind immer wieder andere.

Von Alexander Beckmann

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