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Feuerwehr und DRK proben den Ernstfall

Dossow Feuerwehr und DRK proben den Ernstfall

Die ehemalige Grundschule in Dossow wurde am Montagabend zum Schauplatz einer Großübung von Feuerwehr und Katastrophenschutz des Roten Kreuzes. Insgesamt 53 Feuerwehrleute probten das Szenario – ein brennendes Pflegeheim mit acht Insassen zu evakuieren. Dabei war Fingerspitzengefühl und eine minuziöse Koordination gefragt.

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Die Koordination zwischen den Wehrzügen funktionierte reibungslos.

Quelle: Christian Bark

Dossow. Wenn Brand in einem Wohnhaus ausbricht, entscheiden oft wenige Minuten über Leben und Tod, Verletzungen und Unversehrtheit. Von den Helfern ist deswegen rasches entschlossenes Handeln und eine reibungslose Koordination untereinander gefragt. Genau diesen Ernstfall probten 53 Feuerleute aus Wittstock, Biesen und Babitz sowie zehn Helfer vom Katastrophenschutz des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) am Montagabend in der ehemaligen Dossower Grundschule.

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Die Feuerwehren aus Wittstock, Biesen und Babitz sowie der Katastrophenschutz des DRK haben bei einer Brandsimulation in Dossow ihre jeweiligen Einsatzaufgaben aufeinander abgestimmt. Insgesamt 63 Einsatzkräfte waren zur alten Schule ausgerückt.

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„Ich weiß noch nicht, was uns in dem Gebäude erwartet“, sagte Feuerwehrmann Steffen Müller im Vorfeld des Übungseinsatzes. Was sich in und um die alte Schule genau abspielen sollte, wusste hingegen Wittstocks Stadtwehrführer Sven Scheer, der die Übung bereits Wochen im Voraus mit einigen Kameraden geplant und vorbereitet hatte. Zuletzt hatte die Wehr im vergangenen Herbst in dem Gebäude geübt, dieses Mal mussten die Helfer mit folgendem Szenario fertig werden: Das Schulgebäude sollte ein Pflegeheim mit sieben Bewohnern und einer Pflegekraft darstellen. Durch einen Brand hatte sich auf den ersten beiden Etagen starker Rauch entwickelt. „Den haben wir mit einer Nebelmaschine imitiert“, erklärte Scheer.

Acht Feuerwehrfahrzeuge, darunter ein Leiterwagen,  rückten an

Acht Feuerwehrfahrzeuge, darunter ein Leiterwagen, rückten an.

Quelle: Bark

Gut 15 Minuten hatten die Wehren, die mit acht Fahrzeugen und 47 Kameraden, zuzüglich sechs Beobachtern, sowie dem DRK, dass seinerseits mit fünf Fahrzeugen und zehn Kameraden angerückt war, bis zum Einsatzort gebraucht. „Das ist eine normale Zeit“, informierte Scheer. 16 Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräten machten sich auf die Suche nach den Gebäudeinsassen. Neben selbstgebauten Dummies fanden sie auch echte Menschen in den Räumen vor.

Das DRK richtete ein Notlager für die Verletzten ein

So ihre Kameradin Janin Seidel, die eine verwirrte Heimbewohnerin spielte. „Als Erzieherin weiß ich, wie Menschen in bestimmten Situationen reagieren können“, sagte sie. Obwohl sie bloß Komödie gespielt habe, sei es absolut wichtig gewesen, die Situation ernst zu nehmen und in der Rolle zu bleiben. Vor dem Gebäude wurde sie dann von DRK-Helfern versorgt.

„Wir bringen die Verletzten in ein Notlager, das wir im Dorfgemeinschaftshaus errichtet haben“, informierte DRK-Kreisbereitschaftsleiter Hendrik Janz. Eine Person sei an den Folgen einer Rauchgasvergiftung verstorben, eine weitere habe so schwere Verbrennungen, dass sie umgehend ins nächste Krankenhaus gebracht werden müsse. „Dafür fordern wir einen fiktiven Rettungshubschrauber an“, sagte Sven Scheer. Der würde dann auf dem Fußballplatz vor der Schule landen. „Die Kameraden müssen den Platz derweil gut ausleuchten“, verwies Scheer auf die simulierte Dunkelheit. „Beim Auf- und Abbau der Beleuchtung haben wir noch Verbesserungsbedarf“, zog der Wehrleiter eine erste Bilanz.

Nachwuchssorgen bei der Feuerwehr

Mit der Zusammenarbeit zwischen DRK und Wehr zeigte er sich aber zufrieden. „Wir machen das schon mindestens fünf Jahre“, sagte er. Die Großübungen die einmal jährlich stattfinden, habe die Einsatzkräfte bereits in zwei Ernstfällen gut zusammenarbeiten lassen.

Allerdings blickte Scheer auch mit Sorge in die Zukunft. Denn das altersbedingte Ausscheiden von Kameraden könne in einigen Jahren kaum noch kompensiert werden, erst recht nicht in der Fläche. „Dann könnte es schwer werden, für derart große Einsätze am Tage genügend Leute zusammenzubekommen“, erklärte er.

Von Christian Bark

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