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Ostprignitz-Ruppin Feuerwehreinsatz im Operationssaal
Lokales Ostprignitz-Ruppin Feuerwehreinsatz im Operationssaal
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00:17 15.02.2017
Ein Einsatz aus dem Jahr 2016 galt dem schweren Unfall am 4. Juli in Blechern Hahn. Dort war ein Wohnwagengespann verunglückt. Quelle: Matthias Anke
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Kyritz

69 Einsätze stehen im Jahresbericht der Kyritzer Feuerwehr für das vergangene Jahr. Die wohl ungewöhnlichste Alarmierung fand am 15. August 2016 statt. An diesem Tag wurden die Brandschützer in den Operationssaal des Kyritzer Krankenhauses gerufen. Auf dem Tisch lag eine verletzte Frau, die einen gequetschten Ring am Finger trug. „Wir haben den Ring für den Arzt aufgesägt“, sagte der stellvertretende Wehrführer Frank Brüggemann am Freitagabend bei der Jahresdienstversammlung. Er ließ auch andere Einsätze Revue passieren, zum Beispiel den schweren Unfall in Blechern Hahn Anfang Juli. Ein Wohnwagengespann war von der Straße abgekommen und der Anhänger auseinandergebrochen.

Mehr Sport soll Atemshutzträger fit halten

Zu den 69 Einsätzen zählen nicht nur Unfälle und technische Hilfeleistungen. Es gab auch acht Kleinbrände, 14 Fehlalarme und 24 Hilfeleistungen anderer Art. Insgesamt leisteten die 93 Feuerwehrmänner und -frauen im zurückliegenden Jahr 5845 Dienststunden. Allein 1054 gehen auf das Konto der Jugendfeuerwehr, die 15 Mitglieder zählt. Ihren Bericht verlas Lea Müßigbrodt, die dafür im Anschluss nicht nur von der Kyritzer Bürgermeisterin Nora Görke, sondern auch vom Kreisbrandmeister Wolfgang Hohenwald ein dickes Lob bekam.

Er würdigte auch die Kameraden dafür, dass sie mehr Sport machen und sich fit halten, um auch weiterhin als Atemschutzgeräteträger einsatzbereit sein zu können. Ihre Zahl ist wegen gesundheitlicher Probleme laut Brüggemann weiter zurück gegangen. Das sei aber nicht nur in Kyritz problematisch, sondern auch in vielen anderen Wehren im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, so Hohenwald. Für ihn ist nachdenkenswert, dass es nicht die Gruppe der über 50-Jährigen ist, die die erforderliche Gesundheitsprüfung nicht schafft, sondern dass es die Mitglieder zwischen 30 und 50 Jahren sind.

Ein Feuerwehrmann kommt auf 99 Kyritzer

Dem Rathaus bescheinigte der Kreisbrandmeister eine „ordentliche Arbeit in Sachen Feuerwehr“. Demnach wurden fast 400 000 Euro investiert. So gab es unter anderem für Einsatzkleidung 6000 Euro, 5500 Euro für Meldeempfänger und für 2000 Euro konnten Handscheinwerfer gekauft werden. Mit Unterstützung von Sponsoren gelang es außerdem eine Wärmebildkamera anzuschaffen.

Zum Schluss hatte Hohenwald noch ein paar Zahlenbeispiele. So sind 1,01 Prozent der Kyritzer in der Feuerwehr aktiv. „Es ist schade, dass nur noch so wenige Menschen bereits sind, ehrenamtlich tätig zu sein.“ Nach Hohenwalds Rechnung muss sich jeder Feuerwehrmann um 99 Kyritzer kümmern. All die Zahlen und Statistiken seien aber nicht so entscheidend. Viel wichtiger sei es, dass alle Einsatzkräfte wieder heil und gesund nach Hause zurück kehren. Zudem sei die Zeit, die alle ehrenamtlichen Retter ans Bein binden unbezahlbar. Deshalb dankte der Kreisbrandmeister auch den Familien der Kameraden für deren Verständnis.

Förderung für Gerätehaus steht in den Sternen

Nora Görke sagte: „Je öfter ich hier bei Ihnen bin, umso mehr steigt meine Achtung vor Ihnen.“ Sie empfinde große Dankbarkeit und großen Respekt. Dann sprach sie kurz über geplante Investitionen. Dazu gehört der Umbau der Feuerwache. Das Gebäude ist in die Jahre gekommen, muss nun aber neuen Aufgaben gerecht werden. Der Umbau ist jedoch nur mit Fördermitteln möglich. „Meine Hoffnung darauf ist derzeit allerdings nicht so groß“, so die Bürgermeisterin. Der Bedarf sei enorm, der Topf aber nicht. Sie hofft, dass deshalb noch einmal über die Summen nachgedacht wird. „Wir müssen das in Ruhe abwarten“, so das Stadtoberhaupt.

Von Sandra Bels

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