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Ostprignitz-Ruppin Feuerwehrhaus: Hoffen auf Fördermittel
Lokales Ostprignitz-Ruppin Feuerwehrhaus: Hoffen auf Fördermittel
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10:36 22.02.2018
Im vergangenen Jahr hatte die Feuerwehreinheit Wustrau-Altfriesack-Langen ein neues Fahrzeug bekommen. Bis 2019 soll in Wustrau ein neues Depot gebaut werden. Quelle: Andreas Vogel
Wustrau

Im zweiten Anlauf soll es klappen: Die Gemeinde Fehrbellin will ab dem Sommer ein neues Feuerwehrgerätehaus in Wustrau bauen. „Wir hoffen, dass der Rohbau in diesem Jahr steht“, sagte Bürgermeisterin Ute Behnicke am Sonnabend in Linum, wo die Gemeinde Brandschützer für ihre langjährigen Dienste ausgezeichnet hatte.

Eigentlich hatten die Arbeiten an dem 1,1-Millionen-Euro-Projekt schon im vergangenen Jahr beginnen sollen. Doch es gab keine Fördermittel und die Gemeinde musste den Bau verschieben. Nachdem die Landesregierung ihr kommunales Infrastrukturprogramm noch einmal aufgestockt hat, hofft Behnicke jetzt auf finanzielle Hilfen in Höhe von gut 680 000 Euro. Pläne für das neue Depot liegen längst vor. Auch ein Grundstück dafür ist bestimmt – an Ecke von Ernst-Thälmann-Straße und Weinbergweg.

Feuerwehr strukturiert sich neu

Der geplante Neubau ist Teil der Feuerwehrreform, die sich die Gemeinde 2016 verordnet hatte. Taktische Zusammenschlüsse, Fusionen kleinerer Einheiten und kräftige Investitionen in Technik sollen die Wehr für die Zukunft rüsten. Die Anfänge dafür sind gemacht – im vergangenen Jahr schaffte die Gemeinde für Fehrbellin, Linum und Wustrau drei neue Fahrzeuge an. „Wir haben den Fahrzeugbestand erheblich verjüngt“, sagte Behnicke.

Im aktuellen Haushaltsentwurf ist der Kauf eines weiteren Fahrzeugs eingeplant. Bis 2019 will die Gemeinde zudem alle Brandschützer neu eingekleidet haben. Allein in diesem Jahr sollen 50 Feuerwehrleute neue Schutz- und Dienstkleidung bekommen.

Deutlich weniger Mitglieder als vor zehn Jahren

273 Brandschützer engagieren sich derzeit in der Einheiten der Fehrbelliner Wehr. Das sind zwar etwas mehr als zuletzt gezählt, aber deutlich weniger als noch vor zehn Jahren. „Wir verharren auf niedrigem Niveau“, sagte Behnicke.

Um im Gefahrenfall genügend qualifiziertes Personal aufbieten zu können, haben sich besonders kleine Feuerwehreinheiten zusammengeschlossen – Walchow und Protzen etwa sowie Langen, Wustrau und Altfriesack. Behnicke würde weitere Fusionen für sinnvoll erachten. „Nur durch neue Wege ist eine leistungsfähige Wehr aufrecht zu erhalten.“

Können kleinere Einheiten ihre Einsatzfähigkeit bis 2021 wegen fehlender Ausbildungen oder fehlender Einsatzkräfte nicht nachweisen, soll es weitere Fusionen geben. „Noch besteht die Chance, die Entwicklung selbst in die Hand zu nehmen“, sagte Behnicke. Allerdings fehle in einigen Einheiten noch „der innere Antrieb, die Flucht nach vorne anzutreten.“ Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Ralf Leppin sprach sich für weitere Fusionen aus. „Keine Feuerwehreinheit wird größere Einsatzlagen allein ableisten können.“

20 Jahre Einsatz für die Feuerwehr: Bürgermeisterin Ute Behnicke zeichnete auch Sebastian Kalka aus. Quelle: Frauke Herweg

Die Gemeinde hatte am Sonnabend in Linum zahlreiche Feuerwehrleute mit Medaillen für Treue Dienste ausgezeichnet. Eine besondere Ehrung gab es für Albert Dingfeld. Der 84-Jährige ist seit 70 Jahren Mitglied der Feuerwehr – am 1. Mai 1947 war er in Brunne der Wehr beigetreten.

Deutlich mehr Aufgaben

Die Fehrbelliner Feuerwehrleute sind im vergangenen Jahr zu 202 Einsätzen ausgerückt. Das sind deutlich mehr als im Jahr zuvor (117 Einsätze).

Grund dafür sind nicht nur die beiden großen Herbststürme. Die Brandschützer wurden zudem auch deutlich öfter zu Einsätzen außerhalb des Gemeindegebiets herangezogen. „Die Zahl der Aufgaben ist enorm gestiegen“, so Gemeindewehrführer Cornelius Voyé.

Von Frauke Herweg

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