Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 2 ° Schneeregen

Navigation:
Feuerwehrleute am Ende ihrer Kräfte

Gefahrgut-Einsatz auf der A24 Feuerwehrleute am Ende ihrer Kräfte

Der Gefahrgut-Einsatz an der A24 geht an die Substanz: Mehrere Feuerwehrkräfte sind bereits vor Erschöpfung zusammengebrochen. Auch das Material wird knapp, da die Schutzanzüge nur einmalig für 20 Minuten benutzt werden können. Dadurch sind bereits Kosten von rund 100.000 Euro entstanden.

Voriger Artikel
Zehn Kilometer Stau auf der A24
Nächster Artikel
Ehepaar bringt Jungstorch wieder ins Nest

Viele Feuerwehrkräfte sind bereits seit Stunden im Einsatz.

Quelle: Peter Geisler

Walsleben. Die Feuerwehrleute sind mit ihren Kräften am Ende: Der Gefahrgut-Einsatz an der A24 hat bereits acht Verletzte gefordert. Die Feuerwehrleute sind vor Erschöpfung zusammengebrochen oder schlicht nicht mehr einsatzfähig.

Die Einsatzkräfte gehen ans Limit: In den Schutzanzügen ist es sehr heiß, die meisten Feuerwehrleute seit vielen Stunden im Einsatz, einige bereits seit Montagabend. Zu diesem Zeitpunkt entdeckte ein Lkw-Fahrer am Rasthof Walsleben ein Leck an seinem Gefahrguttransporter und löste damit den Großeinsatz aus.

Alle wichtigen Informationen zum Einsatz und der Sperrung der Autobahn lesen Sie hier im Überblick.

Auch Feuerwehren aus dem Havelland im Einsatz

Am Dienstagmittag sind neue Einsatzkräfte aus Rheinsberg, Heiligengrabe und sogar aus dem Havelland eingetroffen, um die erschöpften Kollegen abzulösen.

6ba7f5e6-81a5-11e7-8f02-dd180ddead23

Walsleben, 14. August 2017: Auf dem Rastplatz Walsleben (Ostprignitz-Ruppin) entdeckt der Fahrer ein Leck in seinem Fahrzeug. Der Laster hatte Salpetersäure geladen, ein Tank wurde beschädigt. Die Feuerwehr rückte zu einem Großeinsatz aus.

Zur Bildergalerie

Aus Neuruppin sind alle Feuerwehrmannschaften im Einsatz. Als eine Brandmeldeanlage in einem Altenwohnheim in Neuruppin Alarm schlug, musste die Feuerwehr aus Fehrbellin übernehmen.

Schutzanzüge: Mehr als 100.000 Euro Kosten

Der Einsatz ist nicht nur personalintensiv, auch das Material ist bereits mehrfach zu Ende gegangen. Der Grund: Die Schutzanzüge dürfen nur einmalig benutzt werden – und das auch nur für maximal 20 Minuten. Danach hat die giftige Salpetersäure die Anzüge so stark angegriffen, dass sie nicht mehr benutzt werden können. Nach Ablauf dieser 20 Minuten werden das Material dekontaminiert und entsorgt.

Nach MAZ-Informationen belaufen sich allein die Kosten der Schutzanzüge bereits auf rund 100.000 Euro. Da Brandenburg nur begrenzt Schutzanzüge vorrätig hat, wurde nun sogar Nachschub aus Mecklenburg-Vorpommern bestellt.

Von MAZonline / Reyk Grunow

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
123c76c4-dff8-11e7-a15f-f363db308704
Fontanestadt Neuruppin „damals und heute“

Neuruppin ist die Kreisstadt des Landkreises Ostprignitz-Ruppn. Der Ort erhielt 1256 das Stadtrecht und ist bekannt als Geburtsstadt von Schriftsteller Theodor Fontane und Baumeister Karl Friedrich Schinkel.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg