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Ostprignitz-Ruppin So trainieren Feuerwehrleute für den Ernstfall
Lokales Ostprignitz-Ruppin So trainieren Feuerwehrleute für den Ernstfall
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11:08 07.03.2018
Bei dieser Übung wird die Suche nach einer vermissten Person trainiert. Quelle: Ronny Leßmann
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Kyritz

„Mayday, Mayday – Mayday. Hier Angriffstrupp 40/1. Wir sind im ersten Obergeschoss, Truppmann bewusstlos, wir brauchen sofort Hilfe.“

Diese Rufe waren am Sonnabend in regelmäßigen Abständen in der Kreisfeuerwehrschule in Kyritz zu hören. Dort trafen sich Atemschutzgeräteträger zu einem speziellen Notfalltraining. 15 Brandschützer nahmen an dem eintägigen Training, das aus einem theoretischen und praktischen Abschnitt bestand, teil.

In der Kreisfeuerwehrschule in Kyritz trafen sich Atemschutzgeräteträger, um für den Ernstfall zu trainieren. Diese Frauen und Männer tragen das höchste Unfallrisiko, wenn sie in voller Montur mit schweren Atemschutzgeräten in brennende Gebäude eindringen, um Menschen zu retten.

Um einem in Not geratenen Brandschützer zu Hilfe zu kommen, musste über Funk der Notruf „Mayday, Mayday – Mayday“ abgesetzt werden. Dann startete ein Sicherungstrupp. „Mayday, Mayday“ ist vor allem aus der Schifffahrt und dem Luftverkehr bekannt. Doch auch bei der Feuerwehr gibt es ihn. Dieser wird dann angewandt, wenn Feuerwehrleute in Not geraten sind. Das kann zum Beispiel bei Wohnhaus-, Zimmer- oder Kellerbränden der Fall, aber auch beim Austreten von Gasen sein. Die Einsatzkräfte verwenden die Atemschutzgeräte, um sich vor gesundheitlichen Schäden zu schützen.

Dieser Kraftakt erfordert Fitness, Stressresistenz und Know-how

Diese Frauen und Männer tragen das höchste Unfallrisiko, wenn sie in voller Montur mit schweren Atemschutzgeräten in brennende Gebäude eindringen, um Menschen zu retten, berichtet Ausbilder Michael Welke. Er führte mit Rüdiger Leibner und Frank Laue den Lehrgang durch. Mit einem fast 40 Kilo schweren Zwei-Flaschen-Gerät für größeres Atemluftvolumen, Wärmebildkamera, Rettungsmulde, Brechwerkzeug, Tragetuch und 120 Meter Schlauchmaterial sichern sie sich selbst an einem Führungsseil und bahnen sich den Weg durch Flammen und Rauch. Dieser Kraftakt erfordert körperliche Fitness, Stressresistenz und Know-how.

Im Theorieteil der Ausbildung legte Ausbilder Michael Welke großen Wert auf die Grundsätze beim Einsatz von Atemschutzgeräten. Mögliche Ursachen für Atemschutzunfälle sowie Beinaheunfälle stellte er ebenso dar wie Möglichkeiten zum Vermeiden und Beseitigen von Fehlern.

Ausbilder Michael Welke war zufrieden

Ausbilder Michael Welke, der seit 25 Jahren seinen Dienst in Wusterhausen ehrenamtlich verrichtet und hauptberuflich bei der Feuerwehr Berlin arbeitet, zeigte sich am Wochenende sehr zufrieden: „Uns war es heute sehr wichtig, dass, wenn die Kameraden einmal in einen Notfall geraten, sie es lernen, sich selber zu helfen. Die meisten Ausbildungen sind dafür da, um anderen zu helfen, aber diese ist dafür da, um uns zu helfen.“

Wie wichtig solche Atemschutzgeräteträger sind, zeigte sich jüngst in Wusterhausen, wo Feuerwehrleute unter Atemschutz zehn Menschen aus einem Neubau das Leben gerettet haben. Doch diese atemschutztauglichen Brandschützer werden in der Region immer weniger. Von den rund 1900 Aktiven der freiwilligen Feuerwehr im Landkreis Ostprignitz-Ruppin tragen zurzeit nur noch rund 650 das rote A auf dem Helm, also nicht einmal die Hälfte. Das liege zum einen daran, dass leider immer weniger Bürger bereit seien, ehrenamtlich Dienst zu tun. Einige Wenige leisten viel – und die Mehrzahl nimmt das als selbstverständlich hin, sagte Michael Welke. Zum anderen werde es aber auch Zeit zuzugeben, „dass wir in einer Gesellschaft leben, in der der Einzelne mehr auf seine Vorteile bedacht ist, als sich in einer Solidargemeinschaft zu engagieren.“

Von Ronny Leßmann

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