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Feuerwehrmann legt 7 Brände in Kyritz

Brandserie aufgeklärt Feuerwehrmann legt 7 Brände in Kyritz

Ein 31-jähriger Feuerwehrmann aus Kyritz hat gestanden, seit Herbst vorigen Jahres sieben Brände in der Stadt gelegt zu haben. Demnach will er unter anderem für die Explosion eines Busses, die Brände mehrerer Fahrzeuge vor Autohäusern sowie das Feuer in der örtlichen Abfallannahme verantwortlich sein. Doch es gibt noch offene Fragen.

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In der Nacht zum 3. Oktober 2014 ging auf dem Kyritzer Innenstadtparkplatz „Wässering“ ein Bus in Flammen auf. Ein Gefahrgut-Lkw daneben explodierte
 

Quelle: Matthias Anke

Kyritz.  Zehn Monate nachdem ein Feuerteufel in Kyritz die Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzte, hat die Polizei den mutmaßlichen Serienbrandstifter gefasst. Wie die Staatsanwaltschaft in Neuruppin gemeinsam mit der Polizeidirektion Nord am Donnerstag mitteilte, handelt es sich bei dem Mann um einen 31-Jährigen. Nach MAZ-Informationen stammt der Mann aus Kyritz stammt und ist Mitglied der örtlichen Feuerwehr.

Bei den Taten trieb ihn aber offenbar nicht die Lust am Feuer an sich an. „Das Motiv ist in der persönlichen, von Frust geprägten Lebenssituation zu suchen“, erklärte die Sprecherin der Direktion Nord, Dörte Röhrs, auf Nachfrage. Schließlich gestand der mutmaßliche Täter bei seiner Vernehmung, sieben Feuer gelegt zu haben. Demnach hat er im Oktober vorigen Jahres binnen weniger Tage mehrere Fahrzeuge vor Autohäusern in Brand gesetzt und auf dem Innenstadtparkplatz einen Bus. Ein daneben stehender Lkw, der Gefahrgut geladen hatte und für Fachleute entsprechend markiert war, explodierte. Wenig später stand die Abfallstation „Strüwe“ in Kyritz in Flammen.

Auf die Spur des Täters, der polizeilich bis dahin nicht aufgefallen sein soll, kamen die Beamten aufgrund ihrer „akribischen Ermittlungen in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Neuruppin“, heißt es. Die Polizei bildete dazu eigens ein Team und bat die Bevölkerung unablässig um Hinweise. Dazu wurde kurzzeitig auch eine Belohnung über Belohnung über 2500 Euro ausgesetzt. Ob ein entscheidender Tipp dabei war, der dann am Mittwoch zur Durchsuchung der Wohnung des Mannes führte, ist offen.

Die Kripo ermittelt wegen unaufgeklärten Fällen weiter

Laut Staatsanwaltschaft wurden Beweismittel sichergestellt. Eine Haftrichterin am Amtsgericht Neuruppin ordnete daraufhin Untersuchungshaft an. Die Kripo ermittelt unterdessen weiter, denn viele Fälle sind ungeklärt.

Die Kyritzer Brandserie begann schon vor Jahren. Zunächst traf es vor allem Müllcontainer. Kurzzeitig agierte deshalb schon einmal eine Ermittlergruppe. Doch mit diesen Fällen will der Feuerwehrmann laut Polizei nichts zu tun haben und ebenso nicht mit einem der Laubenbrände sowie den ungezählten Waldbränden rund um die Kyritzer Ortslage Karnzow in diesem Frühjahr. Auch die einst in der Stadt aufgetauchte handschriftliche Drohung „Kyritz wird brennen“ stamme nicht von ihm.

Seine letzte von ihm zugegebene Tat ereignete sich im Juni. Dabei wurde der Mann zufällig dabei entdeckt, wie er am Gelände eines Baustoffhandels Feuer legte. Er flüchtete mit seinem Auto.

„Heißer Herbst“ 2014

Die drei schwersten, vom mutmaßlichen Täter gestandenen Brände ereigneten sich im Oktober vorigen Jahres.

Am 1. Oktober 2014 brannten mehrere Fahrzeuge vor zwei Autohäusern.

In der Nacht zum 3. Oktober brannte ein Bus. Ein Lkw daneben explodierte.

Die Abfallstation „Strüwe“ ging am 7. Oktober in Flammen auf.

Von Matthias Anke

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Imageschaden
Die niedergebrannte Abfallstation „Strüwe" beschäftigte die Feuerwehrleute noch an dem darauffolgenden Tag.

In Kyritz (Ostprignitz-Ruppin) werden weitere Details zum Feuerteufel bekannt. Selbst ein ehemaliger Brandursachenermittler ist entsetzt. Er spricht von einem „unermesslichen“ Imageschaden für die Feuerwehr und fragt: „Macht sich so einer keine Gedanken, wie er den Schaden wieder gutmachen kann?“

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