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Feuerwehrstandort soll Dorfzentrum werden

Zernitz-Lohm Feuerwehrstandort soll Dorfzentrum werden

Bürgermeisterin Sigrid Schumacher und die Gemeindevertreter haben viele Pläne für Zernitz-Lohm. Im MAZ-Interview spricht Sigrid Schumacher über wichtige Vorhaben, darunter die Erweiterung des Feuerwehrstandortes in Zernitz-Dorf zum Dorfzentrum und Sanierungsarbeiten in der Kita Zernitz.

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Sigrid Schumacher, Bürgermeisterin von Zernitz-Lohm.

Quelle: Renate Zunke

Lohm. Seit zwei Jahren ist Sigrid Schumacher die ehrenamtliche Bürgermeisterin von Zernitz-Lohm, die 1997 aus dem Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Zernitz und Lohm entstand. Zur Gemeinde Zernitz-Lohm gehören außerdem die Gemeindeteile Neuendorf, Goldbeck und Koppenbrück. In der Kommunalpolitik ist die 59-Jährige keine Unbekannte. Von 1993 bis 2014 war die Lohmerin im Kyritzer Rathaus die Leiterin des Schul- und Ordnungsamtes. Seit 2014 ist sie Mitglied der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag des Landkreis Ostprignitz-Ruppin.

MAZ: Warum sind Sie Bürgermeisterin geworden?

Sigrid Schumacher:
Zur Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 fand sich kein Bewerber für das Amt. Deshalb musste die Gemeindevertretung entsprechend dem Brandenburgischen Kommunalwahlgesetz am 24. Juni 2014 aus ihrer Mitte einen ehrenamtlichen Bürgermeister für eine Amtszeit von fünf Jahren wählen. Nach Überzeugungsarbeit nahm ich die Wahl an.

Welche Vorhaben sollen in den einzelnen Gemeindeteilen demnächst in Angriff genommen werden?

Schumacher: Priorität hat die Erweiterung des Feuerwehrstandortes in Zernitz Dorf zu einem Dorfzentrum. Das Konzept wurde am 24. Mai in der Gemeindevertretung besprochen. Die Planungsunterlagen sind erarbeitet. Nun hofft die Gemeinde auf Fördermittel, um die Maßnahme realisieren zu können. Des Weiteren ist die Reparatur des Daches der Kegelbahn in Zernitz eingeplant. Im Kindergarten in Zernitz stehen Sanierungsarbeiten an. Schwerpunkt ist für mich auch, das noch vorhandene sanierungsbedürftige Gutshaus in Neuendorf einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Für das Gebäude muss ein Käufer gefunden werden. Was uns zurzeit auch sehr beschäftigt, ist die durch Biberschäden sanierungsbedürftige Straße von Goldbeck in Richtung Sieversdorf. In Lohm müssen in den nächsten Jahren Wirtschaftswege saniert werden.

Wo setzt die Bürgermeisterin Prioritäten?

Schumacher: Unsere Kita ist für die Entwicklung der Gemeinde wichtig und steht auf meiner Prioritätenliste an erster Stelle. Schon der englische Premier Winston Churchill hat gesagt: Eine Gemeinde kann ihr Geld nicht besser anlegen, als dass sie es in Kinder steckt.

Ein ausgeglichener Haushalt steht ebenfalls auf meiner Prioritätenliste. Nur so können wir solche Maßnahmen wie das Dorfzentrum Zernitz realisieren und uns auch langfristig leisten.

Welche Rolle spielen die Vereine im Dorf?

Schumacher: Vereine bündeln Einzelinteressen und fungieren als wichtige Partner und Unterstützer der Gemeindevertretung. Wir haben eine Vielzahl von Vereinen und Gruppen, die viele Veranstaltungen organisieren.

Um welche Vereine handelt es sich?

Schumacher: Der Zernitzer Sportverein mit den Abteilungen Fußball, Tischtennis, Kegeln spielt eine große Rolle. Dazu kommen der Angelverein mit 94 Mitgliedern und die Gruppe der Volkssolidarität. Nicht vergessen werden soll der „Dorfkulturverein“ in Lohm, der zwar kein eingetragener Verein ist, dessen Mitglieder aber mit viel ehrenamtlichen Engagement seit mehr als 20 Jahren das kulturelle Leben im Dorf organisieren. Dazu gehören Dorffeste, Lesungen, Osterfeuer, Arbeitseinsätze und mehr. Und natürlich spielt die Feuerwehr eine große Rolle im Dorf.

Wie ist der Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft?

Schumacher: Der Zusammenhalt in den einzelnen Gemeindeteilen ist sehr gut. Wichtig ist für mich, dass die einzelnen Gemeindeteile zu einer großen Gemeinschaft zusammen wachsen. Deshalb sollte man sich noch mehr zu gemeinsamen Veranstaltungen treffen. Bei der Feuerwehr ist das schon super der Fall.

Von Renate Zunke

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