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Film zu umstrittenen erneuerbaren Energien

Energierebellion in Wittstock Film zu umstrittenen erneuerbaren Energien

Das Thema erneuerbare Energien stößt in Wittstock und Umgebung auf reges Interesse und ist heftig umstritten. Das zeigte sich im vollen Kinosaal. Da wurde der Dokumentarfilm „Power to Change – Die Energierebellion“ von Erfolgsregisseur Carl Fechner gespielt. Danach gab es eine Diskussion.

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Wittstocker Gymnasiasten stellten ihr Siegermodell vom Energiesparwettbewerb vor.

Quelle: S. Jander

Wittstock. Dass das Thema erneuerbare Energien in Wittstock und Umgebung auf reges Interesse stößt, zeigten die zahlreichen Besucher des neuen Dokumentarfilms „Power to Change – Die Energierebellion“ von Erfolgsregisseur Carl Fechner. Erste Denkanstöße für die Chancen alternativer Energien gaben Wittstocker Gymnasiasten, als sie ihr Modell eines energiesparenden Schwimmbads vorstellten. Damit hatten sie beim landesweiten Schüler-Energiesparwettbewerb im April den ersten Platz geholt.

Dann hieß es „Film ab“ und „Köpfe an“, denn in dem gut zwei Stunden laufenden Film gaben Regisseur und Protagonisten den Zuschauern eine Menge Informationen über die Zusammenhänge zwischen Energiegewinnung, Lobbyarbeit, Politik und Krieg mit auf den Weg.

Voller Kinosaal und angeregte Diskussion

Voller Kinosaal und angeregte Diskussion.

Quelle: Christian Bark

So stellte sich im Film die Frage, warum gerade in dem Teil der Ukraine Krieg geführt wird, wo westliche Konzerne bereits Verträge über Ölgewinnung durch Fracking abgeschlossen hätten und so Ressourcenförderplänen Russlands im Wege stünden. Oder dass lieber Milliarden in die Lobbyarbeit der Stromkonzerne für Kohle- und Atomkraft fließen würden, als in den effektiven Ausbau erneuerbarer Energien.

Am Ende der Veranstaltung stellte sich der im Film Mitwirkende Frank Günther, Leiter der Bordesholmer Versorgungswerke, den Fragen der Zuschauer. „Der Film vermittelt eine Aufbruchstimmung bei der Energiewende, nur wie nehmen wir die Bevölkerung mit?“, wollte ein Zuschauer wissen. Günther gab in dem Zusammenhang zu, dass Ängste vor Veränderungen immer eine Barriere darstellten. Er votierte aber gleichzeitig für mehr Beteiligung der Bürger an den Erfolgen der Energiewende. Die Forderung des Publikums, man müsse mehr miteinander reden, unterstützte er ausdrücklich. Und auch die Erkenntnis, dass die Energiewende ohne den Widerstand starker Lobbygruppen schon viel weiter hätte sein können.

Schwachstellen des Films aufgezeigt

Zugleich wurden Günther die Schwachstellen des Films aufgezeigt. Zum Beispiel die Probleme des regenerativen Energiesektors. „Wenn die Technologie noch nicht so weit ist, dass wir uns über die Erneuerbaren voll versorgen können, muss man das ehrlich zugeben“, monierte Nils Detloff. „Das geht nicht von heute auf morgen“, gab Günther zu. Auch der Aussage von Bernd Frühauf, dass Ängste der Bevölkerung vor den Negativfolgen der Windräder berechtigt seien, konnte der Gesprächsgast folgen. Auf die Vermutung von Windparkbauer und Zuschauer Christian Wenger-Rosenau, es könnte eine Verbindung zwischen Lobbygruppen und Bürgerinitiativen geben, antwortete Günther: „Es ist heute sehr einfach, falsche Informationen zu streuen.“

Demnächst in Wittstocks Ortsteilen

Zufrieden mit dem Abend zeigte sich Beate Corbach, die die Veranstaltung mit organisiert hat. Sie freue sich auf weitere spannende Dispute in den Ortsteilen, wo der Film diese Woche auch gezeigt wird.

Von Christian Bark

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