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Filmnacht mit Martin Luther

Krangen Filmnacht mit Martin Luther

Zwei anstrengende Filmabende erlebten die Besucher der Krangener Dorfkirche am Wochenende. Die Gesamtkirchengemeinde Ruppin zeigte an zwei Abenden die DDR-Verfilmung „Martin Luther“. Der fünfteilige Film entstand 1983.

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Susanne Graap mit dem Filmheft aus DDR-Zeiten.

Quelle: Cornelia Felsch

Krangen. Martin Luther in fünf Teilen - ein Filmmarathon über siebeneinhalb Stunden. Nicht jeder Filmliebhaber möchte sich das antun. Es schreckte vermutlich doch etwas ab, denn zur Filmvorführung in der Krangener Kirche kamen am Freitagabend nur 20 Besucher. An diesem Abend standen allerdings nur die ersten beiden Teile auf dem Programm; am Sonnabend folgten drei weitere. Veranstalter der Kinoabende war diesmal nicht der Förderverein zur Erhaltung der Krangener Dorfkirche, sondern die Gesamtkirchengemeinde Ruppin. Die Filmnacht war eine der zahlreichen Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr der Reformation. Am 31.10.1517 veröffentlichte Martin Luther seine 95 Thesen. Der Thesenanschlag in Wittenberg gilt als Beginn der Reformation.

Hochkarätige Schauspieler

Der Spielfilm wurde zum 500. Geburtstag des Reformators im Jahr 1983 im Fernsehen der DDR gesendet. Autor Hans Kohlus und Regisseur Kurt Veth hatten schon lange an dem Projekt gearbeitet, bevor die DDR-Führung für die DEFA-Filmproduktion grünes Licht gab. Ulrich Thein verkörperte einen lebendigen Luther, der zu lautstarken Ausbrüchen neigt, nicht aus Rechthaberei, sondern aus Hingabe zu seinem Glauben. Er will sich nicht vereinnahmen lassen und er will nicht widerrufen. Neben Ulrich Thein spielte die erste Garnitur der DDR-Schauspieler: Hans-Peter Minetti (als Tetzel), Friedo Solter (als Karlstadt) oder Arno Wyzniewski (als Kardinal Cajetan). Von dem Film zeigten sich damals auch die bundesdeutschen Rezensenten beeindruckt. „Das so viele hochkarätige Schauspieler beteiligt waren, lag nach Aussagen von Joachim Heise daran, dass damals das Deutsche Theater gerade renoviert wurde“, sagte Pfarrerin Susanne Graap zur Begrüßung.

Drei Filmabende in Krangen

Joachim Heise ist Leiter des Berliner Instituts für vergleichende Staat-Kirche-Forschung. Er gestaltete eine Ausstellung zum Film, die am Sonnabend in Krangen in den Filmpausen besichtigt werden konnte.
Im März 2010 gründete sich der Förderverein zur Erhaltung der Krangener Dorfkirche. Seitdem finden dort neben Konzerten und Lesungen auch Flmvorführungen statt. Das in den vergangenen Jahren erfolgreiche Sommerkino erlebt in diesem Jahr seine 5. Saison. „Im ersten Jahr haben wir mit drei Filmen angefangen und es lief prima“, sagte der Vereinsvorsitzende Thomas Graap. Auch das vergangenen Jahr war erfolgreich für den Förderverein. „Musik und Film“, so heißt das Motto der diesjährigen Filmreihe. Zu sehen sind im Augustgleich drei Filme: „Florence Foster Jenkins“, „Wie im Himmel“ und „Das Konzert“.

Von Cornelia Felsch

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