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Ostprignitz-Ruppin Filmwoche erfolgreich beendet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Filmwoche erfolgreich beendet
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00:17 26.10.2016
Thea (v. l.), Luan, Benjamin und Charline kamen als Märchenfiguren verkleidet umsonst in die Vorstellung zum „Kleinen Muck“. Quelle: Christian Bark
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Wittstock

Dass es neben effekthascherischen Hollywood-Streifen auch jede Menge Filmvielfalt in der ehemaligen DDR gab, davon konnten sich in der vergangenen Woche hunderte Besucher des Wittstocker Kinos Astoria überzeugen. Die nunmehr 6. Filmwoche des Lichtspieltheaters, die in diesem Jahr ganz im Zeichen des 70. Geburtstags des deutschen Filmunternehmens DEFA stand, lockte mit Dramen, Dokumentationen, Komödien und Märchenfilmen.

„Wir haben mit dem Programm viele Wittstocker dazu animieren können, mal wieder ins Kino zu gehen“, stellte die Kinobetreiberin Viola Terzijska am Sonntag zufrieden fest. Und die DEFA-Filme hätten nicht nur älteres Publikum in die Säle gelockt – besonders zu den Märchenfilmen „Der Froschkönig“ sowie „Der kleine Muck“ seien viele Kinder erschienen.

Handgemachte Musik erwartete das Publikum von der Wittstocker Band „Sirius“. Quelle: Christian Bark

So auch am Sonntag, wobei die Besonderheit darin bestand, dass verkleidete Kinder kostenlos die Vorstellung besuchen durften. Das ließen sich Thea, Luan, Benjamin und Charline aus Herzsprung nicht zweimal sagen. Als Hexe, Ritter, Pirat und Prinzessin verkleidet, waren sie mit ihren Müttern nach Wittstock gekommen, um den Film bei Popcorn und Softgetränken zu genießen. „Wir sind schon mit dem Märchenfilm aufgewachsen, klar, dass wir ihn nun gemeinsam mit unseren Kindern gucken“, sagte Sandra Mielke.

Filmdarsteller im Gespräch mit dem Publikum

Die Aufmerksamkeit des Publikums war spätestens beim Erblicken des roten Teppichs, der zum Kinoeingang führt, erregt worden. Drinnen erwartete sie über die Woche verteilt dann jede Menge Kultur, darunter Livemusik der Wittstocker Band „Sirius“ am Sonntag.

Petra Fastenrath (l.) im Gespräch mit Schauspielerin Annekathrin Bürger. Quelle: Christian Bark

Extra dafür waren Gerhard und Astrid Mantel aus Flecken Zechlin an die Dosse gereist. „Wir haben auch eine kleine Band gegründet und wollen mal gucken, wie die Wittstocker das so machen“, erklärte das Ehepaar. Aber natürlich seien sie auch neugierig auf den darauffolgenden DEFA-Streifen „Hostess“ von 1976 gewesen. „Wir stammen eigentlich aus Hessen und kennen diese Filme kaum“, sagt Astrid Mantel.

Im Anschluss an den Film erwartete sie ein Gespräch mit der Darstellerin Annekathrin Bürger. „Es ist schön, dass die DEFA-Film-Tradition in diesem guten Sinne erhalten bleibt“, lobte die aus Berlin stammende Schauspielerin die Filmwoche. Die Filme spiegelten zugleich ein Stück Lebensgefühl der ehemaligen DDR wider.

Die Besucher erwartete der rote Teppich. Quelle: Christian Bark

„Die Menschen aus der Region können sich eben mit diesen Filmen identifizieren“, erklärte Viola Terzijska. Darum sei es bei der Planung einer jeden Filmwoche immer wichtig, den Nerv des Publikums zu treffen. Dabei war bis Sonntag noch nicht klar, ob es eine 7. Filmwoche geben würde. „Wäre das Programm nicht gut angekommen, hätten wir uns was überlegen müssen“, sagte Petra Fastenrath vom städtischen Kulturamt, das das Kino bei der Kulturwoche auch finanziell unterstützt hatte. Doch alle Bedenken seien unberechtigt gewesen. DEFA-Filme sollen laut nach Viola Terzijska auch künftig im Kino gezeigt werden. Zum Beispiel werde am Donnerstag der Froschkönig um 9.30 Uhr wiederholt.

Von Christian Bark

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