Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Finanzlücke bei Kliniktochter in Neuruppin

Kreis will 300 000 Euro zahlen Finanzlücke bei Kliniktochter in Neuruppin

Der Kreis Ostprignitz-Ruppin will für eine Tochtergesellschaft der Ruppiner Kliniken 300 000 Euro in ein sogenanntes Treuhandvermögen zahlen. Grund ist ein Vergleich mit der Krankenkasse zu Wechselschichtzulagen, die die Kasse nicht zahlen wollte. Mehrere Kreistagsabgeordnete sind irritiert: Denn der Vergleich wurde bereits 2012 geschlossen.

Voriger Artikel
Neuruppin: Land soll für 2019 mehr investieren
Nächster Artikel
„Action und Klamauk liefen immer gut“

Der Rettungsdienst steht wieder im Fokus.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Wegen eines Streits über die Wechselschichtzulagen beim Rettungsdienst zwischen dem Landkreis Ostprignitz-Ruppin und der AOK Nordost gibt es bei der Kliniktochter ORD in Neuruppin eine Finanzlücke. Diese will der Kreis stopfen, in dem er außerplanmäßig 300 000 Euro in das Treuhandvermögen Rettungsdienst einzahlt.

Die Verwaltung sieht darin kein Problem. Das Vermögen des Landkreises ändere sich nicht, da es sich bei dem Treuhandvermögen ebenfalls um Vermögen des Landkreises handelt, heißt es in der Beschlussvorlage. Lediglich der Treuhänder ist mit der Pro-Klinik-Holding ein anderer. Die Holding ist aber eine 100-prozentige Tochter des Landkreises.

Gleichwohl gibt es zu dem Vorstoß einige Fragen. Immerhin liegt der Streit mit der Krankenkasse und dem erzielten Vergleich schon vier Jahre zurück. Zudem geht aus der Vorlage nicht hervor, wie es überhaupt zu dem Streit über die Wechselschichtzulagen gekommen ist. „Ist da vielleicht fehlerhaft kalkuliert worden?“, fragt der Abgeordnete Kay Noeske-Heisinger (Bündnisgrüne). „Mir hat sich die Vorlage auch nicht erschlossen“, gestand am Donnerstag Frank-Rudi Schwochow (BVB/Frei Wähler). Der Rheinsberger hofft deshalb auf Aufklärung durch die Kreisverwaltung. „Ich will wissen, ob sich so eine hohe Nachzahlung für den Rettungsdienst wiederholen kann oder ob in den Vertrag mit der Krankenkasse Mechanismen eingebaut wurden, die so etwas ausschließen“, sagt Noeske-Heisinger.

Über den Rettungsdienst in Ostprignitz-Ruppin wird seit Jahren immer wieder diskutiert. Grund: Die Retter schaffen es in vielen Fällen nicht, innerhalb der Hilfsfrist von 15 Minuten am Einsatzort zu sein. Laut Gesetz muss das in 95 Prozent der Einsätze geschafft werden. Die Retter in Ostprignitz-Ruppin schaffen das nur in 89 Prozent aller Einsätze – sie sind damit Schlusslicht im Land.

Von Andreas Vogel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin
123c76c4-dff8-11e7-a15f-f363db308704
Fontanestadt Neuruppin „damals und heute“

Neuruppin ist die Kreisstadt des Landkreises Ostprignitz-Ruppn. Der Ort erhielt 1256 das Stadtrecht und ist bekannt als Geburtsstadt von Schriftsteller Theodor Fontane und Baumeister Karl Friedrich Schinkel.

c001ffb8-fc5e-11e7-90a2-a388f9eff187
Kyritz damals und heute

Über ihre mittelalterlichen Grenzen wuchs die Knatterstadt erst im 19. Jahrhundert hinaus. Aber dann richtig: Die Stadt ist im steten Wandel begriffen. Viele alte Bauten mussten bis in die jüngste Zeit hinein neuen Ideen und Bedürfnissen weichen.

7d84d8be-fb68-11e7-b11f-9a7b802e86ee
Lindow damals und heute

Die MAZ lädt ein zu einer Zeitreise. Wir haben historische Ansichten von Lindow zusammengestellt und vom gleichen Ort aus wie damals heute noch einmal eine Aufnahme gemacht. Die Ergebnisse zeigt diese Bildergalerie. Die historischen Karten stammen aus dem Privatarchiv des Lindowers Udo Rönnefahrt.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg