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Finanzproblem bei Kirchensanierung in Jabel

Kampf um Erhalt der Dorfkirche Finanzproblem bei Kirchensanierung in Jabel

Das Dach der Dorfkirche in Jabel ist stark sanierungsbedürftig. Für eine neue Dacheindeckung wäre Geld da, nicht aber für nötige Arbeiten am Dachstuhl, die die Voraussetzung für die Neueindeckung wären. Nun wird um eine Lösung gerungen.

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Vor-Ort-Termin unterm Dachstuhl: Tobias Herse, Frank Fischer, Jürgen Kübart, Edwin Lück und Berthold Schirge (v.l.).
 

Quelle: Björn Wagener

Jabel.  Der Gemeindekirchenrat in Jabel steckt in einem Dilemma. Das Dach der Dorfkirche müsste dringend neu eingedeckt werden – und das Geld dafür, 75 000 Euro, würde die Stiftung Preußisches Kulturgut laut Pfarrer Berthold Schirge sogar zur Verfügung stellen. Das Problem: Damit ist es nicht getan. Denn auch am Dachstuhl gibt es zum Teil gravierende de Schäden durch Braunfäule und Hausschwamm, vor allem an den eingemauerten Traufhölzern. Folge: Auch der Dachstuhl muss saniert werden. Für Dach und Dachstuhl reichen die 75 000 Euro aber längst nicht aus. Dafür müssten rund 200 000 Euro investiert werden, sagt Pfarrer Berthold Schirge.

 Er traf sich am Mittwoch bei einem Vor-Ort-Termin mit Fachleuten wie Frank Fischer und Tobias Herse vom Architekturbüro IBS und Jürgen Kübart vom Kirchlichen Bauamt, um Möglichkeiten zu ergründen, wie die Situation gerettet werden kann. Denn die Kirchengemeinde will möglichst nicht auf die 75 000 Euro verzichten, obwohl sie die Dachstuhlsanierung in Höhe von insgesamt rund 125 000 Euro stark überfordern würde.

Überzeugungsarbeit nötig

Nach rund anderthalb Stunden stand fest: Es gibt vielleicht einen Weg. Er setzt beim sogenannten Staat-Kirche-Vertrag an, der eine hälftige Förderung der Gesamtkosten ermöglichen würde. Eine wichtige Voraussetzung, dort berücksichtigt zu werden, sei laut Pfarrer Schirge allerdings, den Kirchenkreis Wittstock-Ruppin von der Sinnhaftigkeit des dringenden Projektes zu überzeugen. Der Pfarrer weiß: „Nur wenn der Kirchenkreis seine Zustimmung gibt, wird sich auch die Landeskirche dem Ansinnen wahrscheinlich nicht verwehren.“

Gespräch mit dem Superintendenten anvisiert

Deshalb soll nun möglichst zeitnah ein Gespräch mit Superintendent Matthias Puppe stattfinden. Ziel ist es, ihn davon zu überzeugen, dass die Dorfkirche in Jabel unbedingt auf diese Art gefördert werden müsse. Sollte das gelingen und die Sanierung eingeplant werden, so wäre das Projekt laut Schirge aber bestenfalls 2017 realisierbar. Das heißt, die geldgebende Stiftung müsste den Betrag so lange vorhalten. Ob sie das tut, darüber wäre noch zu verhandeln. Doch selbst mit Förderung würden 25 000 Euro bis zur Gesamtsumme von 200 000 Euro fehlen, was aber immer noch besser wäre, als die 75 000 Euro ganz zu verlieren und dann die komplette Hälfte, also 100 000 Euro, aufbringen zu müssen.

Falls der mutige Plan nicht klappt, schlug Ortsvorsteher Fred Wehland vor, mit den 75 000 Euro zumindest die Traufhölzer am Dachstuhl zu sanieren und das Dach dafür nur so weit am Rand aufzunehmen, wie unbedingt nötig, um Kosten zu sparen. Auch sagte er zu, die Rüstung dafür kostenlos zur Verfügung zu stellen, denn Wehland führt einen Maler-Unternehmen in Jabel. In der Runde war man sich einig, dass das nur die Ersatzvariante sein könne.

Von Björn Wagener

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