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Ostprignitz-Ruppin Firma ESE präsentiert sich bei Wirtschaftsnacht
Lokales Ostprignitz-Ruppin Firma ESE präsentiert sich bei Wirtschaftsnacht
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00:17 11.09.2016
Für die neue Spritzgießmaschine hat ESE 3,3 Millionen Euro investiert. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Besonders stolz ist die Neuruppiner Firma ESE auf die Verleihung des Umweltsiegels „Der Blaue Engel“ im Mai dieses Jahres. „Es war toll, das den Kunden bei der IFTA – der weltgrößten Messe für Wasser-, Abwasser-, Abfall- und Rohstoffwirtschaft – vorstellen zu können“, sagt ESE-Geschäftsführer Jens Wunderlich. „Das Siegel steht dafür, dass 80 Prozent eines Produkts aus recyclingfähigem Material sind. Welches Material eingekauft und in welchem Produkt es verarbeitet wurde, muss genau nachgewiesen werden.“

Der Behälter kurz nach dem Guss: Die Oberfläche ist jetzt noch bis zu 70 Grad warm. Quelle: Peter Geisler

Wie der Recyclingskreislauf bei ESE im Detail funktioniert, davon können sich Interessierte bei der Langen Nacht der Wirtschaft am 24. September ein Bild machen. Zum fünften Mal öffnet das Unternehmen mit Sitz im Treskower Gewerbepark seine Türen für einen Blick hinter die Kulissen.

Ständiges Streben nach Verbesserung

ESE stellt in seinen zwei großen Produktionshallen Abfall- und Wertstoffbehälter aus Kunststoff her. Abnehmer sind überwiegend kommunale und private Entsorger. „Den Standort in Neuruppin gibt es seit 1992“, sagt Wunderlich. „Im kommenden Jahr feiern wir also 25-jähriges Standortjubiläum.“ Pro Jahr produziere das Unternehmen rund zwei Millionen Zweiradbehälter und 340 000 Vierradbehälter für den weltweiten Export. Dabei sei der Anspruch, die Produkte kundenbezogen direkt an der Maschine fertigzustellen. Motto: „Right-First-Time“, also die Verpflichtung gegenüber dem Kunden, keine Fehler zu machen. „So dass wir dem Produkt keine Verschwendung beifügen und folglich unsere Effizienz steigern“, sagt Wunderlich, der den Standort seit drei Jahren leitet. „Wir streben ständig nach Verbesserung und wollen uns so zu einem der effizientesten Unternehmen weltweit entwickeln.“

Programm zur Langen Nacht der Wirtschaft

Zur Langen Nacht der Wirtschaft am 24. September bietet die Firma ESE Firmen- und Schüttungsvorführungen an.

Außerdem
sich Interessierte über die verschiedenen Ausbildungsberufe von ESE informieren. Darunter ist zum Beispiel Verfahrensmechaniker.

Die Musiker Alexander Hampel und Uwe Weiksznorat werden mit Drums und Percussion sowie Gitarre und Saxofon für die musikalische Umrahmung an diesem Tag sorgen.

Auf dem Gelände ist außerdem ein Seifenkistenrennen geplant und die kleinen Gäste kommen beim Kinderschminken auf ihre Kosten.

Für das leibliche Wohl ist ebenfalls bestens gesorgt.

Dass das gelingen kann, dazu soll auch die neue Spritzgießmaschine mit einer Schließkraft von 4000 Tonnen beitragen – die jüngste Errungenschaft des Unternehmens (die MAZ berichtete). Bislang fahre die Maschine noch nicht die volle Leistung, solle dann aber die Kapazität der Behälterherstellung noch mal um 300 000 erhöhen. „Ziel ist es, 2017 rund 2,6 Millionen Behälter zu produzieren“, sagt Jens Wunderlich. Für die Erweiterung des Maschinenparks hat ESE 3,3 Millionen Euro investiert.

Exporte auch nach Chile

Die Lebensdauer einer ESE-Tonne werde mit zehn bis 15 Jahren angegeben, sagt Wunderlich. Es gebe aber auch Tonnen, die älter seien. „Einen Sättigungsbereich gibt es fast nicht“, sagt der Geschäftsführer. „Gerade in Deutschland als Vorreiter für Müll- und Wertstoffaufwertung gibt es immer neue Behälterbedarfe.“ Er weist darauf hin, dass die Entsorgungsaufträge über die Jahre auch immer wieder neu vergeben würden. „Und die Entsorger wollen dann natürlich neue Behälter mit ihrem eigenen Logo drauf“, erklärt Wunderlich. Zudem versuche das Unternehmen, weltweit neue Märkte zu erschließen. Zuletzt seien fast 40 000 Behälter nach Chile ausgeliefert worden.

ESE-Mitarbeiter Marc Meisner schraubt die Räder an den Behälter. Quelle: Peter Geisler

Eine weitere Innovation, die sich die Besucher der Wirtschaftsnacht ansehen können, sind neue Deckelwerkzeuge zur Herstellung eines geteilten Flachdeckels für den 1100-Liter-Vierradcontainer. „Im ersten Drittel des Deckels befindet sich ein zweiter Deckel“, sagt Wunderlich. „Das Produkt bringt einen ergonomischen Vorteil für den Bürger beim Aufklappen, und bei der Schüttung ins Müllfahrzeug werden Kollisionen vermieden.“ Für den Kunden koste der neue Deckel zudem weniger, weil der Materialeinsatz geringer sei als beispielsweise bei Deckeln für Rundbehälter. „Wir haben die Konstruktion erstmals auf der IFAT vorgestellt und bereits erste Aufträge für das Produkt“, so Wunderlich.

Von Josephine Mühln

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