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Ostprignitz-Ruppin Fische sterben im Teich
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fische sterben im Teich
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02:15 16.06.2017
Hans Sittko mit einem der toten Fische im Kescher. Quelle: Björn Wagener
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Scharfenberg

Goldfische, Kois, sogar eine Wasserschildkröte, sie alle tummelten sich in dem kleinen Teich von Hans Sittko aus Scharfenberg. Jetzt sind sie tot. Mehr als 30 Teichbewohner starben innerhalb weniger Tage. Warum, das kann sich auch Sittko nicht recht erklären. Einen Verdacht hat er allerdings. Möglicherweise hänge das Fischsterben mit der Bekämpfungsaktion gegen den Eichenprozessionsspinner (EPS) vor einigen Wochen in Scharfenberg zusammen, meint er. Denn der Teich werde mit Wasser gespeist, das vom Dach eines Nebengebäudes kommt. Es läuft über die Dachrinne in einen Sammelbehälter und von dort in den Teich. Dieses System gebe es schon seit vielen Jahren, noch nie habe es ein Fischsterben gegeben.

Kreisverwaltung widerspricht

Das es tatsächlich mit der EPS-Bekämpfung im Zusammenhang stehen könnte, schließt Britta Avantario, Sprecherin der Kreisverwaltung, aus. Das eingesetzte Fraßgift Dipel Es sei ein Bakterienpräparat, das ohnehin in der Natur vorkomme und in der eingesetzten Konzentration ungefährlich für Fische sei.

„Das Mittel ist nicht krankheitserregend. Teichbesitzer müssen auch keine Vorsichtsmaßnahmen treffen, weil Gewässer aus Umweltschutzgründen generell nicht besprüht werden. Sollte eine Eiche, die direkt an einem Teich steht, doch behandelt werden müssen, dann müsste der Teich zum Schutz des Grundwassers mit einer Folie abgedeckt werden.

Nur vier Bäume betroffen

Außerdem weist die Kreisverwaltung im Zusammenhang mit dem Fall in Scharfenberg darauf hin, dass es dort nur an vier Bäumen in der Pflaumenallee eine EPS-Bekämpfung gegeben habe. Dem Landkreis sei laut Britta Avantario auch nicht bekannt, dass sich dort in der Nähe ein privater Teich befindet. Zudem sei bislang kein solcher Schaden gemeldet worden. Hans Sittko hat darauf verzichtet. Dennoch will er das Wasser komplett austauschen, bevor wieder neue Fische in das kleine Gewässer einziehen.

Von Björn Wagener

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