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Ostprignitz-Ruppin Keine Schonzeit für Schwarzangler
Lokales Ostprignitz-Ruppin Keine Schonzeit für Schwarzangler
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00:35 13.03.2018
Dieser Angler wird bei seinem Hobby genau beobachtet. Allerdings nicht von einem Fischereiaufseher, sondern von einem Graureiher. Quelle: Foto: dpa
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Neuruppin

2017 war kein gutes Angeljahr, was wohl auch mit den schwierigen Wetterverhältnissen zusammen hing. Starke Regengüsse und Stürme sind für Angler nicht das ideale Wetter. Das wirkte sich allerdings positiv auf die Zahl der Straftaten aus, sie war geringer als im Jahr zuvor. Eine positive Tendenz die sich bereits in den Jahren zuvor abzeichnete. Stellten die Fischereiaufseher an den Gewässern des Landkreises Ostprignitz-Ruppin 2009 noch über 100 Straftaten fest, so waren es 2012 nur noch etwa 70 und im vergangenen Jahr unter 40. Die Zahl der Ordnungswidrigkeiten war allerdings höher als im Jahr 2016. 54 diesbezügliche Verfahren brachten dem Landkreis gut 2000 Euro ein. Außerdem wurden 21 Angeln eingezogen.

Wer keinen Angelschein besitzt, betreibt Fischwilderei

Auf der 24. Fischereiaufseherschulung in Kunsterspring zog Andreas Sidow von der Unteren Jagd- und Fischereibehörde des Landkreises Bilanz. Zu den häufigsten Vergehen gehört das Schwarzangeln und die illegale Verwendung lebender Köderfische. Im Normalfall benötigt jeder, der in deutschen Gewässern diesem Hobby frönen will, einen Angel- oder Fischereischein. Wer diesen nicht besitzt, betreibt Fischwilderei und muss mit hohen Strafen rechnen. Bei der Fischwilderei muss es nicht einmal zu einer sogenannten „Vollendung der Tat“ kommen. Es kann bereits ausreichen, eine Angel erfolglos ins Wasser zu halten, um der Fischwilderei überführt werden zu können.

Die Bestimmungen sind allerdings in den Bundesländern unterschiedlich geregelt. So ist das Angeln von Friedfischen in Brandenburg ohne Angelschein erlaubt. Deshalb pilgern jährlich viele Hobbyangler in den Osten Deutschlands. Raubfischangler benötigen grundsätzlich einen Fischereischein sowie eine bestandene Anglerprüfung.

Dass Angler sich an den Ruppiner Gewässern nicht immer vorschriftsmäßig verhalten, beweisen die 86 Anzeigen von 16 Fischereiaufsehern, zu denen es im vergangenen Jahr kam. In 33 Fällen wurde im Landkreis Ostprignitz-Ruppin Strafanzeige erstattet. Im Gewässerbereich der Fischereigemeinschaft Rhinsee gab es die meisten Verstöße zu verzeichnen. Zu diesem Bereich gehören der Kalksee, der Lindower Rhin, der Molchowsee, das Rottstielfließ, der Rhin, der Ruppiner See, Tetzensee, Tornowsee und Zermützelsee.

Neu sind Zanderschongebiete auf der Kyritzer Seenkette

Die ehrenamtlichen Fischereiaufseher sind selbst Angler und müssen sich ständig weiterbilden, denn nicht nur Rechtsgrundlagen ändern sich. Auch die Angeltechnik entwickelt sich weiter und die Aufseher sollten auf dem Laufenden sein. Eine der regionalen Neuerungen, über die die Fischereiaufseher während der Schulung informiert wurden, ist die Ausweisung von Zanderschongebieten auf der Kyritzer Seenkette. Für den Zeitraum April und Mai 2018 sollen bestimmte Gewässerbereiche durch Bojen gekennzeichnet werden. Das betrifft ein Gebiet im Bückwitzsee sowie kleinere Bereiche im Ober- und Untersee.

„Während der Schonzeit ist in diesen Bereichen das Angeln mit Raubfischködern verboten“, sagt Andreas Sidow. „Auch der Fischer darf während dieser Zeit dort keine Stellnetze verwenden.“ Für den Zander ist in Brandenburg eine Schonzeit vom 1. April bis zum 31. Mai gesetzlich vorgeschrieben. Diese müssen von allen Anglern zum Schutz der Arten streng eingehalten werden. „Die Einrichtung der Schonbezirke in den Laichgebieten soll eine unterstützende Maßnahme sein“, sagt Andreas Sidow.

Eine neue Herausforderung steht den Fischereiaufsehern jetzt auch mit der Einführung der Online-Angelkarten bevor, denn mit dem neuen Jahr hält die voranschreitende Digitalisierung auch beim Brandenburger Landesanglerverband Einzug. Der Online-Angelkarten-Shop hält Tages- und Wochenangelkarten für Gastangler und Touristen bereit. Die personengebundenen Angelberechtigungen können auch direkt auf das Smartphone geladen werden. Sie werden mit einem individuellen QR-Code versehen. Die Fischereiaufseher können die Berechtigungen mit einem auf dem Handy installierten QR-Code-Leser kontrollieren, der die Vergleichsdaten sowie die Gültigkeit anzeigt.

Angeln in Brandenburger Gewässern

Das Angeln auf Friedfische mit der Handangel ist in Brandenburg ohne Fischereischein möglich. Allerdings benötigen Angler die Nachweiskarte über die Zahlung der Fischereiabgabe sowie eine Angelkarte für das jeweilige Gewässer.

Das Angeln auf Raubfische ist hingegen nur mit Fischereischein nach dem Bestehen der Anglerprüfung möglich.

Im vergangenen Jahr waren es 240 Teilnehmer, die im Landkreis Ostprignitz-Ruppin an verschiedenen Anglerprüfungen teilgenommen haben.

Ein Nachweis über die Zahlung der Fischereiabgabe sowie die Angelkarte für das jeweilige Gewässer müssen beim Angeln immer mitgeführt werden.

Kinder unter 8 Jahren dürfen grundsätzlich nicht selbst angeln.

Im Landkreis Ostprignitz-Ruppin sind 69 Fischereiaufseher ehrenamtlich an den Gewässern unterwegs, um sich für den Schutz der Fischbestände einzusetzen.

Künftig will der Landesanglerverband Brandenburg noch mehr Onlineprodukte anbieten, darunter zum Beispiel Fischereiabgabemarken. Die Fischereiabgabe muss einmal jährlich errichtet werden. Digital ist das zurzeit nur über das Angelkartenerwerbsportal der Fischereischutzgenossenschaft „Havel“ Brandenburg im Rahmen eines vom Land Brandenburg genehmigten Pilotprojektes möglich.

Von Cornelia Felsch

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