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Flecken Zechlins Schule als Filiale

Rheinsberg Flecken Zechlins Schule als Filiale

Die Grundschule Flecken Zechlin könnte eine Filiale des geplanten Bildungscampus Rheinsberg werden, bei dem sich die Grund- sowie die Oberschule zusammenschließen sollen. Natürlich geht es bei dieser Idee um Pädagogik und Rettung des Standorts – aber auch ganz schnöde um Geld für die Sanierung der Turnhalle in Flecken Zechlin.

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Die bunten Bilder an der Turnhalle der Grundschule Flecken Zechlin täuschen einen besseren Zustand als den tatsächlichen vor. Die Halle ist in Wahrheit seit Jahren marode.

Quelle: Celina Aniol

Rheinsberg. Knapp zwei Millionen Euro – diese Summe kann die Stadt Rheinsberg nicht einfach aus dem Ärmel schütteln, stellt Vize-Bürgermeister und Kämmerer Andreas Neubert klar. Selbst, wenn es um so ein wichtiges Projekt wie die dringend notwendige Sanierung einer maroden Schulturnhalle geht. Und weil bislang kein großzügiger Spender auf das ausgetretene Parkett unter dem maroden Dach der Halle getreten ist, hat die Kommune bisher auch noch keine weiteren Schritte unternommen, um das Vorhaben in Flecken Zechlin anzuschieben.

Jetzt gibt es neue Hoffnung: Ein Großteil des für die Erneuerung der Halle benötigten Geldes könnte vom Land kommen – allerdings nur, wenn die Grundschule in Flecken Zechlin Teil des Schulzentrums in der Kernstadt wird. Dieses gibt es zwar noch gar nicht. Im Juni sollen die Stadtverordneten aber über den für 2018 angestrebten Zusammenschluss der Allende-Grundschule und der Rau-Oberschule zum „Bildungscampus Rheinsberg“ entscheiden (die MAZ berichtete). Neben den pädagogischen Vorteilen hätte die langfristige Integration von Flecken Zechlin in diesem Konstrukt den Vorzug, dass das Land die neu gegründeten Zentren finanziell unterstützt – und zwar nicht zu knapp.

Eine 80-Prozent-Förderung verspricht Potsdam bei Baumaßnahmen im Bereich des neuen Schul­typus’. So viel habe es bisher nirgendwo gegeben, sagt Stadtentwicklungsreferent Thomas Lilienthal, der schon länger nach geeigneten Fördertöpfen Ausschau hält. „Nichts, was über 75 Prozent gegangen wäre.“ Und das sei bei der großen Summe schlicht zu wenig. „Das können wir nicht stemmen, ohne dass wir sehr viele andere Projekte aufgeben müssten“, sagt Lilienthal.

In welcher Form die Fusion der weit voneinander entfernten Standorte vonstatten gehen könnte, dafür gibt es noch keine konkreten Ideen. Laut Neubert muss das Projekt in der Kernstadt starten, bevor für Flecken Zechlin genaue Pläne geschmiedet werden können. Er könnte sich vorstellen, dass diese Grundschule als Filiale des Bildungscampus fungiert. Aus seiner Sicht hätte das neben finanziellen und didaktischen Vorteilen auch noch einen weiteren Reiz: Als Filiale eines größeren Gebildes hätte die kleine Schule mit ihren momentan 111 Schülern auch eine größere Überlebenschance. „Wir müssen einen Weg finden, dass Flecken Zechlin als Schulstandort erhalten bleibt.“ Der Bildungscampus biete einen solchen, so Neubert.

Von Celina Aniol

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