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Ostprignitz-Ruppin Fledermaus im Anflug
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fledermaus im Anflug
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00:25 02.09.2015
25 Fledermäuse bestimmten die Experten in Altfriesack. Quelle: Cornelia felsch
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Altfriesack

Dicht über der Wasseroberfläche geht die Wasserfledermaus auf die Jagd nach Mücken und Fliegen. Ein großes Netz versperrte den lautlosen Fliegern am Samstagabend auf dem Gelände der Fischerhütte Pfefferkorn in Altfriesack den Weg. Sie landeten im hauchdünnen, feinmaschigen Netz der Naturschützer.

Der Naturschutzbund Neuruppin und die Naturschutzstation Zippelsförde hatten zur Fledermausnacht nach Altfriesack eingeladen. Rund 120 Besucher erwarten gespannt die Dämmerung in der die schwarzen Silhouetten im Zickzackflug über die Teiche jagen. Noch ist das Netz leer. Ein Überraschungsgast hat sich als erster darin verfangen. Es ist ein Eisvogel. Neugierig und interessiert scharen sich die Besucher um Jens Teubner, den Leiter der Naturschutzstation Zippelsförde, der den Vogel vorsichtig in den Händen hält. „Eisvögel gibt es hier am Rhin und auch am Schloss Rheinsberg sehr viele“, sagt er. Fischreiche klare Gewässer sind typische Lebensräume der exotisch anmutenden orange-blauen Vögel. Was sie am liebsten fressen, wissen auch die Jüngsten. Mit Forscherdrang und Taschenlampen erkunden sie das Gelände. Vom Teich her leuchtet blaues Licht. Dort hat der Molchower Schmetterlingsfachmann Peter Kriebel weiße Tücher ausgebreitet, um Nachtfalter anzulocken. Doch die Ausbeute ist mager, es fehlen die sommerlichen Temperaturen. „Wenn es kälter wird, werden die Falter träge“, erklärt Peter Kriebel.

Mit der Dunkelheit kommen die ersten Fledermäuse und verfangen sich im Netz. Für die Jüngsten, die das Schulalter noch nicht erreicht haben, wird es auch langsam Zeit. Sie haben bereits fleißig Fledermäuse aus Papier gefaltet und Quizfragen beantwortet.

Als Fledermausexperte Dietrich Dolch seinen Arbeitsplatz einrichtet, wird es spannend. Eine Lampe, einen Messschieber und Fledermausringe – mehr braucht er nicht. Behutsam nimmt er das erste Tier aus dem Behälter und streicht über das graue Fell am Bauch. Es ist eine männliche Wasserfledermaus. Vorsichtig breitet er die dünnen Flügelhäute auseinander und erklärt den gespannten Zuschauern den Skelettaufbau. „Auch Federmäuse haben Arme, Handgelenke und Finger“, sagt er.

Das Wiegen des kleinen Säugetiers übernimmt Wera Jahn. Die 36-jährige Architektin verehrt die Flugsäuger seit ihrem achten Lebensjahr. Bei einem Praktikum in der Naturschutzstation hat sie Blut geleckt. „Als ich das erste Mal eine Fledermaus in der Hand hatte, war ich so bezaubert, dass ich nie wieder davon lassen konnte“, sagt sie.

„Das ist auch das Ziel, das wir mit der Fledermausnacht verfolgen“, fügt Jens Teubner hinzu. „Den Leuten die Tiere nahe zu bringen und ihnen zu zeigen, wie wir wissenschaftlich arbeiten.“

Von Cornelia Felsch

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