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Schlachter soll Bullen misshandelt haben – fristlos gefeuert!

Kündigung in Hakenberg vor Gericht verhandelt Schlachter soll Bullen misshandelt haben – fristlos gefeuert!

Weil er einen Bullen mit einer Art Elektroschocker traktiert haben soll, hat die Hakenberger Fleisch-Gesellschaft in Ostprignitz-Ruppin einen Schlachter fristlos entlassen. Der wandte sich ans Arbeitsgericht Neuruppin und erzielte am Freitag einen Vergleich. Beendet ist der Fall damit aber noch nicht.

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Vor dem Arbeitsgericht Neuruppin erzielte der Schlachter einen Vergleich.

Quelle: dpa

Neuruppin. Die Hakenberger Fleisch-Gesellschaft trennt sich von einem Schlachter. Grund: Der Mitarbeiter soll in mindestens einem Fall ein Tier unnötigerweise mit einer Art Elektroschocker behandelt haben. Auslöser war demnach, dass der Bulle auf dem Weg zur Schlachterei stoppte. In diesen Fällen dürfen unter bestimmten Bedingungen sogenannte elektrische Viehtreiber eingesetzt werden – allerdings nur an der hinteren Keule des Tieres und nur kurz. Der Schlachter soll den Bullen jedoch mehrfach mit dem Elektroschocker am Schulterbereich bearbeitet und damit auch nicht aufgehört haben, als ein Tierarzt des Kreises intervenierte, hieß es am Freitag beim Arbeitsgericht Neuruppin.

An dieses hatte sich der Mann gewandt, weil er nach dem Vorfall im August Mitte September eine außerordentliche und fristlose Kündigung erhalten hatte. „Wenn es so gewesen ist, wie es der Tierarzt behauptet, ist eine fristlose Kündigung gerechtfertigt“, sagte Rechtsanwalt Hans-Martin Bergsdorf, der die Hafleg vertritt.

Schlachter erstreitet Abfindung

Das Arbeitsgericht sah das anders. Denn der Schlachter, der seit 2014 bei Hafleg arbeitet, hatte zuvor noch keine Abmahnung erhalten. Zudem sah sein Vertrag lediglich eine Kündigung von sechs Monaten zum jeweiligen Halbjahr vor. Die Streitparteien einigten sich schließlich auf einen Vergleich: Der Mitarbeiter, der sowieso nicht länger bei Hafleg arbeiten wollte, wird zum 31. Oktober gekündigt und erhält für November und Dezember eine Abfindung von insgesamt 5000 Euro.

Abgeschlossen ist der Fall damit aber noch nicht: Der Landkreis hat den Schlachter wegen Verstoßes gegen den Tierschutz angezeigt, die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Von Andreas Vogel

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