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Fliegende Äxte in Bechlin

Ort feiert im September seine erste Erwähnung vor 700 Jahren Fliegende Äxte in Bechlin

Es war 1315, als Graf Ulrich von Lindow der Stadt Ruppin das Recht zusprach, im Wald bei Bechlin zu jagen. Die Urkunde blieb über 700 Jahre erhalten und ist heute der Beleg, dass Bechlin damals schon existierte. Ein eigenständiges Dorf ist Bechlin längst nicht mehr. Das hindert die Bechliner aber nicht daran, das Erntefest der Neuruppiner Ortsteile auszurichten.

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Der Turm der alten Dorfkirche wird gerade saniert. Bis zum Jubiläumsfest am 12. September sollen die Arbeiten möglichst beendet sein sein.

Quelle: Peter Geisler

Bechlin. Ob das mit dem Axt-Zielwurf-Wettbewerb wirklich eine so gute Idee ist? Nico Ruhle ist sich da nicht ganz sicher. „Naja, wegen der Sicherheit denken wir vielleicht noch einmal drüber nach“, sagt der Bechliner. Aber sein Tonfall verrät, was er eigentlich davon hält: Axtwerfen ist viel zu spannend, um es einfach so unter den Tisch fallen zu lassen. Und die Bech­liner wollen ihren Gästen beim großen Erntefest am 12. und 13. September so viel Spannendes bieten wie möglich.

Wenn man’s genau nimmt, ist Bechlin kein Ortsteil von Neuruppin. Das einstige Dorf gehört schon so lange zur Stadt, dass Bechlin nicht einmal einen eigenen Ortsbeirat hat – oder wenigstens einen Ortsvorsteher. Trotzdem fühlen sich die Bechliner weitgehend selbstständig und stellen mehr auf die Beine als manch offizieller Ortsteil. In diesem Jahr ist es das zentrale Erntefest der Neuruppiner Dörfer.

Bürgermeister Golde warb bei den Einwohnern fürs Erntefest

Bürgermeister Jens-Peter Golde hatte bei den Bechlinern dafür geworben, nachdem es in den vergangenen Jahren immer schwieriger geworden war, einen Ortsteil zu finden, der das gemeinsame Fest ausrichtet. Die Bechliner sind es – zumal es in diesem Jahr wirklich etwas zu feiern gibt: Bechlin wird 700 Jahre alt, sagt Andreas Schulz vom Förderverein der Dorfkirche. In einer Urkunde von 1315 wird das Dorf erstmals erwähnt. Damals vergab Ulrich Graf von Lindow das Recht, bei Bechlin zu jagen, an die Stadt Ruppin. Die Bechliner sind entschlossen, das zu feiern.

Los geht es um 10 Uhr mit einem Gottesdienst. Zu dem werden am 12. September auch Gäste aus dem polnischen Babimost erwartet. Neuruppin und Babimost wollen beim Fest ihren Partnerschaftvertrag nach zehn Jahren erneuern.

Zum Ernteumzug ab 12 Uhr erhoffen sich Organisatoren noch etwas Hilfe aus den anderen Orten. Das Programm rundherum steht schon weitgehend: Die Neuruppiner Karnevalisten sind dabei, Bogenschießen können die Besucher, es gibt einen Wettkampf im Ackerpflügen und Wettfahrten mit den Ruppiner Rennsportgemeinschaft. „Und man wird auch selbst Bagger fahren können“, verspricht An­dreas Schulz. Und das alles rund um die Kirche. Die ist seit Alters her das Zentrum des Ortes.

Kontakt: Für Ideen und Beiträge zum Programm sind die Organisatoren offen. Unter 700@bechlin.org ist das Festkomitee per E-Mail zu erreichen.

Von Reyk Grunow

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