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Ostprignitz-Ruppin Flimmerstunde: gute Laune trotz Regens
Lokales Ostprignitz-Ruppin Flimmerstunde: gute Laune trotz Regens
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00:17 06.10.2016
Die Berlin Comedian Harmonists traten zum Abschluss der 2. Flimmerstunde auf. Quelle: Dirk Becker
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Neuruppin

Die Wetter-Omi mit dem Wolken-weg-Blick fehlte am Samstag eindeutig. Als die Handlung von Disneys „Eiskönigin“ dem Höhepunkt zustrebte und am Rande des Neuen Marktes am Freitagnachmittag eine dunkle Wolkenwand drohte, drehte sich besagte Omi zu ihrem Enkel hin und sagte: „Keine Bange, das zieht vorbei.“ Ein magischer Moment nicht nur auf der Leinwand. Denn so kam es. Eitel Sonnenschein also weiterhin während der zweiten Flimmerstunde, spätsommerliches Feeling am Abend bei „Ziemlich beste Freunde“, einer französichen Komödie. Die Veranstalter Christian Juhre und Marko Petruschke strahlten angesichts der großen Resonanz. An die 600 junge, ganz junge und ältere Neuruppiner wollten den Neuen Markt im alten Glanz erleben – das Motto des Wochenendes.

Die Besucher machten das Beste aus dem Wetter. Quelle: Dirk Becker

„Fürs Wetter kann man nichts“, sagte Christian Juhre am Sonnabend. Regen fast ohne Unterbrechung, die Magie fehlte, die Teilnehmer am geplanten Charleston-Workshop ebenso. Nur wenige hatten sich nachmittags ins Freie getraut. Miterleben durften sie mit „Bun-Jon and the Big Jive“ eine Swingband, die mit Freude professionell gegen Regenschauer anspielte. Es schaukelten nicht nur Tropfen am Bühnenrand, auch Füsse beim Organisationsteam, Kaffeemann, Federweißer-Anbieter oder bei der Bratwurstbraterei wippten fröhlich im Rhythmus der 30er und 40er Jahre.

„Wichtig war: Den Leuten hat es gefallen“, sagte Christian Juhre. Für den sozialen Touch war freitags der Verein Esta Ruppin als Kooperationspartner zur interkulturellen Woche angetreten. Flüchtlinge mischten sich unter die Einheimischen, syrische Mädchen zeigten ihre Kunst im Kinderschminken. Kinderkarussell und Schiffsschaukel luden ein oder einfach die Spielmöglichkeiten auf dem Platz. „Es muss nicht immer Halligalli sein“, sagt der Veranstalter auch mit Blick auf die Nachbarn, die am sonst eher ruhigen Platz wohnen. So war das Programm dieser Flimmerstunde auch eingetaktet: die Musik moderat, der Ablauf ruhig und gesittet.

Blick in die Zuschauermenge am Samstagabend. Quelle: Dirk Becker

„Es soll schön sein, und das war es“, sagt Juhre, „es gab keine Störer.“ Mit Schirmen bewaffnet und im Friesennerz tummelten sich am Abend dann doch an die 150 Fans der Berlin Comedian Harmonists vor der stimmungsvoll illuminierten Bühne. „Wenn du sagst, du verlässt mich, dann mache es an einem Tag, wenn es regnet“, gab Frontmann Ralf Steinhagen zum Besten. Die Tränen, die man dann nicht sieht, waren am Ende des Tages bei allen Verantwortlichen erst gar nicht vorhanden. „Es gefällt, es begeistert“, freut sich Juhre schon auf die nächste Aufgabe: Die Einnahmen aus einer Tombola während der Flimmerstunde werden in einen Weihnachtsmarkt investiert, der vom 8. bis 11. Dezember auf dem Neuen Markt stattfinden soll. Auch hierbei soll gemütliches Alt­stadtflair verbreitet werden, ohne Tanzpartys oder Rockshows. Juhre und Petruschke planen für das nächste Jahr ähnliche Veranstaltungen: vier an der Zahl.

Von Dirk Becker

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