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Ostprignitz-Ruppin Flinke Hände in Freyenstein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Flinke Hände in Freyenstein
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00:17 21.03.2016
Jeden Mittwoch treffen sich die Frauen vom Handarbeitszirkel „Heiße Nadel“ in Freyenstein. Quelle: Björn Wagener
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Freyenstein

Sie sitzen und stehen auf dem Tisch – und es werden immer mehr: Osterhasen, Osterlämmer, Osterküken, Ostereier. Immer wieder greift Christa Ziegenbein in die Kiste, holt die putzigen Gesellen nach und nach hervor und drapiert sie so, dass man alle gut überblicken kann. „Ich bin für die Osterdeko zuständig. Mir wachsen schon bald lange Ohren“, schmunzelt sie, während sie weiter auspackt.

Wenn es einen Ort gibt, an dem dieser Tage die Osterhasen wachsen, dann ist es Freyenstein. Denn dort treffen sich jeden Mittwochnachmittag um halb zwei knapp 20 Frauen zum Handarbeitszirkel „Heiße Nadel“. Und so kurz vorm Fest hat Osterhasiges natürlich Hochkonjunktur.

Ostern kann kommen: All diese Dinge sind unter den flinken Händen der Frauen vom Handarbeitszirkel „Heiße Nadel“ entstanden. Quelle: Björn Wagener

Schließlich findet am Ostersonnabend, 26. März, ein großer Basar im Städtchen statt, den der örtliche Förderverein organisiert. Ab 14 Uhr geht es los, entweder im Schlosspark, wenn das Wetter mitspielt, oder in der alten Schule. Dann wollen die Frauen all die gehäkelten, gestrickten oder gestickten Sachen Besuchern anbieten. Die Einnahmen kämen guten Zwecken zugute, würden aber natürlich auch in eigener Sache verwendet, zum Beispiel für gemeinsame Unternehmungen.

Auf welche Art auch immer etwas unter ihren Händen entsteht – wichtig sei vor allem der Spaß an der Sache. „Aber wir lernen natürlich auch voneinander. Wie beim Hohlsaum. Also da muss ich auch immer wieder neu fragen“, erzählt Christa Ziegenbein, während die anderen Frauen geschäftig an ihren eigenen Projekten werkeln.

Nebenbei wird geklönt

Nebenbei wird geklönt. Mal geht es um den alten Center-Kauf und die ehemalige Schule in Freyenstein, mal um die Flüchtlingspolitik oder um das jüngste Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt.

Die meisten Frauen in der Runde kommen aus Freyenstein, einige aber haben auch einen etwas längeren Weg – wie Gisela Selz aus Neu Cölln, die jede Woche mit dem Fahrrad „bei Wind und Wetter“ anreist, wie die Frauen bestätigen, oder auch Hannelore Laufmann aus Tetschendorf. Sie fährt allerdings mit dem Auto.

Die Geselligkeit ist den Frauen ebenso wichtig wie die Handarbeit. Alles kann, nichts muss. Selbst wenn eine aus der Runde mal keine Lust zum Stricken hat, sei das nicht schlimm. Dann wird eben nur ein bisschen erzählt. „Das mach’ ich heute“, ruft eine aus der Runde. Rosemarie Hefenbrock sei die Organisatorin, die die Gruppe zusammenhält. Alle 14 Tage verstärke auch Gisela Thonack von der Volkssolidarität den Handarbeitszirkel und bringe ihre Ideen ein.

Flüchtlingsfrauen Handarbeiten näher gebracht

Aber auch wenn sich die eine oder andere Strickerin vielleicht mal eine Pause gönnt, so kommt doch viel Selbstgemachtes zusammen – für Weihnachts- oder wie jetzt Osterbasare, für den Eigenbedarf oder eben auch für Flüchtlinge. „Ende vergangenen Jahres haben wir einen ganzen Haufen Wolle und auch fertige Sachen ins B3-Center gebracht“, erzählt Christa Ziegenbein. Natürlich wollten die Freyensteinerinnen bei dieser Gelegenheit den dortigen Flüchtlingsfrauen die Handwerkstechniken etwas näher bringen. Sie seien zunächst zwar etwas verhalten, dann aber interessiert gewesen. Und von einem Mädchen wissen die Frauen vom Handarbeitszirkel, dass sie bis heute mit Begeisterung bei der Sache sei.

Auch habe sich der Zirkel schon einmal an der Strickaktion für Obdachlose beteiligt, die jedes Jahr von Doris Sperling aus Wernikow initiiert wird. Und beim jährlichen Wettbewerb rund um die Dekoration von Schaufenstern in der Marktstraße habe der Handarbeitszirkel schon mehrmals den Sieg eingeheimst.

Mit all ihren Aktivitäten sind die Frauen längst eine feste Größe in Freyenstein. Schließlich gebe es die Gruppe schon seit Mitte der 1990-er Jahre. Wann es ganz genau war, weiß niemand in der Runde mehr. Macht aber nichts, denn dafür hat Ellen Millies eine pragmatische Lösung: „Sagen wir mal, es war 1996, dann können wir dieses Jahr 20-Jähriges feiern.“

Von Björn Wagener

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