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Ostprignitz-Ruppin Flötenklang und Küchenlieder im Weidenhof
Lokales Ostprignitz-Ruppin Flötenklang und Küchenlieder im Weidenhof
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00:17 26.04.2017
Antje Simon (r.) sang Küchenlieder. Quelle: Christian Bark
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Dossow

Wer bei den zweimal pro Jahr stattfindenden Hausmusikkonzerten im Weidenhof Simon auftritt, entscheidet sich immer ganz spontan. „Im Grunde ist die Bühne frei für jeden, der etwas vorführen mag“, sagte Weidenhofchefin Antje Simon bei der Veranstaltung am Samstagnachmittag.

C4 spielte mit Akkordeonbesetzung. Quelle: Christian Bark

Als es sich das Publikum bei Kaffee und Kuchen im Tanzsaal des Weidenhofes gemütlich gemacht hatte, folgte auch schon die erste Darbietung. Das Quartett C4 aus Neuruppin spielte unter anderem Stücke des Barockkomponisten Arcangelo Corelli und James Hooks sowie das „Te Deum“ von Marc-Antoine Charpentier, das heute eher als Melodie bei Fernsehübertragungen im Rahmen der Eurovision bekannt ist.

C4, das sind Claudia Römer und Christine Leisching an der Querflöte, Christine Kuhnt am Klavier und Claudia Leisching am Cello – vier Frauen mit dem Anfangsbuchstaben C im Vornamen also. Die Gruppe war, wie Christine Leisching berichtete, bereits bei der ersten Hausmusik vor einem Jahr in Dossow dabei gewesen. C4 habe die Veranstaltung quasi mit ins Leben gerufen. „Leider ist Claudia heute krank“, bedauerte die Musikern.

Von leichten Mädchen und armen Sünderinnen

Statt des Cellos erklang somit ein Akkordeon, das Antje Simons Schwester, Dörte Simon-Rihn aus Blandikow, spielte – C4 bekam also tatkräftige Unterstützung. Dörte Simon-Rihn spielte noch solo einen „Schottisch“, eine polkaartige Paartanzvariante, beteiligte sich danach auch gesanglich, während Frauke Hoffmann das Akkordeon übernahm.

Dörte Simon-Rhin und Antje Simon performten das Lied „Holde Gärtnersfrau“. Quelle: Christian Bark

Gemeinsam mit Antje Simon sang sie Küchenlieder, also eine Version von Volksliedern, wie sie im 19. und frühem 20. Jahrhundert meist vom Personal bei der Hausarbeit gesungen worden sein sollen. Die Lieder am Samstag handelten ausschließlich von jungen Frauen in missliche Lagen. „In Hamburg, da bin ich gewesen“ handelte von einer Frau, die käufliche Liebe anbot. „Meinen Namen, den darf ich nicht nennen. Denn ich bin ja ein Mädchen fürs Geld“, hieß es im Liedtext. Im Lied „Heimat“ ging es um ein Mädchen, dass von einem Gardeleutnant auf dem Maskenball geschwängert wurde. Nach der Schande wollte sie sich umbringen und ins Wasser gehen. Allerdings waren Bäche und Flüsse zugefroren. „Mein liebes Kind, mit dem Ertrinken musst du warten, bis dass die Wasser offen sind“, rief ihr der Leutnant hämisch zu. Der Nachmittag verklang gemütlich und soll im Herbst wiederholt werden, wie Antje Simon ankündigte.

Von Christian Bark

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