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Ostprignitz-Ruppin Flötentöne in der Schinkelkirche
Lokales Ostprignitz-Ruppin Flötentöne in der Schinkelkirche
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00:17 28.09.2016
Der Flötist Hans-Jürgen Hufeisen wurde in der Krangener Kirche von dem Pianisten Thomas Strauß begleitet. Quelle: Cornelia felsch
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Krangen

Das Rauschen der Bäume, der Gesang der Vögel und das Flattern eines Schmetterlings inspirierten den sechsjährigen Hans-Jürgen Hufeisen. Als er vom Weihnachtsmann eine Flöte geschenkt bekam, erweckt er mit ihr Lerche und Kuckuck zum Leben und entdeckt eine ganz neue Art, seine Gefühle auf musikalische Weise auszudrücken. Heute gehört der 62-jährige Musiker zu den erfolgreichsten und kreativsten Flötisten Europas.

Dass dieser virtuose Blockflötenspieler, Komponist, Arrangeur und Choreograph aus Zürich die Reise in das märkische Dorf Krangen antrat, verdankten die begeisterten Konzertbesucher vor allem Renate Gruber, die den Kontakt zu dem Künstler herstellte und auch sämtliche Kosten übernahm. „Im vergangenen Jahr habe ich Hans-Jürgen Hufeisen in einer Kirche bei Göttingen gehört“, erzählt sie. „Ich war so begeistert, dass ich mir sofort sein Buch kaufte und mich mit ihm in Verbindung setzte.“ Das Konzert ist nicht das erste Projekt, das die Stiftung von Renate und Roland Gruber in der Region finanziert. Als sie vor 15 Jahren nach Krangen kamen, begannen sie Pläne zur Rettung der Kirche zu machen und unterstützen seitdem die Baumaßnahmen und die Arbeit des Fördervereins.

Neue Heizung wird eingebaut

„In zwei Tagen beginnen wir damit, den Fußboden aufzunehmen und eine Heizung einzubauen“, sagt der Vorsitzende des Fördervereins, Thomas Graap, zu Beginn des Konzerts. „Mit Ihren Eintrittskarten finanzieren Sie nun zu 100 Prozent die Baumaßnahmen. Wir sind sehr froh, dass uns Frau Gruber seit vielen Jahren mit Herzblut unterstützt.“ Die engagierte Frau hat bereits weitere Pläne. „Es wäre schön, wenn man die überstrichenen Wandmalereien wieder frei legen könnte“, sagt sie. „Die Hoffnung gebe ich nicht auf.“ Die Krangener können also hoffen, denn schließlich hat es ja auch mit Hans-Jürgen Hufeisen geklappt. „Der ist doch in der ganzen Welt unterwegs, warum soll er nicht auch nach Krangen kommen“, sagt Renate Gruber.

Der Künstler flog aus Freiburg ein

Ganz so einfach war es allerdings nicht. „Das Navigationsgerät meines Mietwagens hat den Ort nicht gefunden“, erzählt der Künstler, der Tags zuvor aus Freiburg eingeflogen ist. Aus diesem Grund konnte er leider nur mit einer kleinen Auswahl an Flöten anreisen, wie Piccolo-, Sopran- und Altflöte – der große zwei Meter lange Subbass musste zu Hause bleiben. Dem Klangreichtum und der Virtuosität tat das keinen Abbruch. Mit neuen Improvisationen zu alten Choralmelodien begeisterte er in der Krangener Kirche am Sonnabend das Konzertpublikum. „Ich spiele Lieder und Melodien, die mir von klein auf bekannt sind“, sagte er. „Viele Jahre habe ich gebraucht, bis sie zu dem wurden, was sie jetzt sind. In ihnen steckt meine ganze schöpferische Kraft.“

Für die Zuhörer war es ein besonderes Erlebnis, in die Klangwelt dieses virtuosen Blockflötenspielers einzudringen und zu erfahren, wie vielfältig die Töne sind, die der Meister diesem Instrument entlocken kann – auch ohne Mundstück, nur mit Fingergeräuschen oder leisen Luftströmungen, die Hufeisen mit unglaublich beweglichen Fingern lenkt. Gelächter gab es, als er vorführte, mit welchem Lied alles begann – laut und unbeholfen spielte er mit schrägem Schlusston das Kinderlied „Hänschen klein“. Mit tosendem Applaus und mehreren Zugaben endete das Konzert.

Von Cornelia Felsch

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