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Florentiner zeigt Ausstellung

Kunow Florentiner zeigt Ausstellung

Der Künstler Giampaolo di Cocco lädt für Sonnabend zur Ausstellung ein und zeigt seine neueste Installation in seinem Kunower Atelier. Zu sehen ist unter anderem die Wiederauferstehung des italienischen Historikers Benedetto Varchi.

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Giampaolo di Cocco hat in seiner neuesten Installation die Auferstehung des italienischen Philosophen Benedetto Varchi nachgestellt.

Quelle: : Sandra Bels

Kunow. Drei Künstler aus Italien treffen sich am kommenden Sonnabend in Kunow. Gastgeber Giampaolo di Cocco ist einer von ihnen. Der Florentiner begrüßt Angelo Barone und Aroldo Marinai in seinem Atelier in der Thomas-Müntzer-Straße 21. Die vierte im Bunde ist Mariateresa Sartori. Die Italienerin ist Lehrerin an der venezianischen Akademie der Künste und kann nicht nach Kunow kommen. Sie beschäftigt sich mit Kino und Musik. „Sie bearbeitet die Musik bekannter Filme und verändert damit den Sinn des Films“, erzählt di Cocco.

Der Sizilianer Angelo Barone lebt heute in Mailand. Er stellt Kunstwerke aus Papier und Leim her. In Kunow zeigt er etwas Neues. Barone ist fasziniert von Bunkern. Er fotografiert sie und bearbeitet die Bilder. So werden „verrückte militärische Anlagen“ daraus, so Giampaolo di Cocco. Über Aroldo Marinai sagt er, dass er immer auf der Suche nach sich selbst sei. Der Künstler habe lange sehr einsam gelebt. Er beschäftigt sich mit Grafiken. Bekannt geworden ist er 1975 in Italien, als er in Florenz die Wände mit Frogman besprüht hat.

Erinnerung an einen italienischen Philosophen

Der Gastgeber zeigt seine neueste Installation, die Wiederauferstehung des Philosophen und Kunstkritikers Benedetto Varchi. Di Cocco fand in Florenz zufällig Varchis Grab auf einem Hof. Es befindet sich noch heute unter einer schlecht zu entziffernden Marmorplatte. Di Cocco hat ein Kunstwerk als Erinnerung an den 1565 Verstorbenen geschaffen. Es zeigt Varchis Auferstehung. Dafür fotografierte di Cocco die Grabplatte ließ sie in Originalgrößte auf Plexiglas drucken. Aus dem Grab steigt der Dichter als Drahtgeflecht auf. Sein Körper ist mit Bildern aus di Coccos Vergangenheit bestückt. An der Installation finden sich Schriften des Verstorbenen und eine Mischung aus Bock und Schlange. Für Varchi waren sie Sonne und Mond.

Nach der Ausstellung fährt der Teilzeit-Kunower nach Stuttgart. Dort ist eine Installation von ihm Teil einer anderen Ausstellung, die am 1. Juli eröffnet wird. Er hat einen Monat Zeit, sie aufzubauen. Das Thema ist „Fliegen, schweben, fallen“. Im Atelier baut di Cocco an einem Podest für seine V1, die er mit Hieroglyphen versehen hat. „Die V1 war unpräzise, Literatur ist es auch.“ Ausschlaggebend war das Buch, das der Künstler in seiner Muttersprache geschrieben hatte. „Jeder sieht es aus einem anderen Blickwinkel und legt das Gelesene anders aus“, so di Coccos Erfahrungen. Eigentlich sollte die Installation frei im Raum hängen, was in Stuttgart aber nicht möglich ist.

Die Ausstellung wird am Sonnabend, 27. Mai, um 16 Uhr eröffnet. Jedermann ist willkommen.

Von Sandra Bels

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