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Flüchtlinge: OPR sucht weiter Wohnungen

Quartiere Mangelware Flüchtlinge: OPR sucht weiter Wohnungen

Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin hat am Mittwoch mitgeteilt, dass aktuell 780 Flüchtlinge im Kreis untergebracht sind. Nachdem bislang überdurchschnittlich viele von ihnen im Norden des Kreises untergekommen sind, will sich die Verwaltung nun verstärkt in allen anderen Städten und Gemeinden umschauen, wie Landrat Ralf Reinhardt mitteilte.

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Ins Schlosshotel in Rheinsberg sind die ersten Flüchtlinge eingezogen.

Quelle: Celina Aniol

Neuruppin. Die Verwaltung des Landkreises Ostprignitz-Ruppin hat bei einem Pressegespräch die aktuellen Flüchtlingszahlen bekanntgegeben. Demnach hielten sich am Mittwoch 780 Flüchtlinge im Kreis auf. Diese Zahlen könnten sich allerdings kurzfristig ändern, wie Sozialdezernentin Waltraud Kuhne betonte. Oft erfahre die Verwaltung nur unmittelbar vor der Ankunft von weiteren Zuweisungen.

Die meisten Menschen, die hierzulande Zuflucht suchen, kommen aktuell aus Syrien. 286 Syrer sind zurzeit in Ostprignitz-Ruppin untergebracht. Da bei ihnen die Anerkennung auf Asyl allerdings schneller als bei anderen Nationalitäten erfolge, könnten sie die temporären Unterkünfte auch schneller wieder verlassen, erklärte Vize-Landrat Werner Nüse.

Rheinsberg hat besonders viele Menschen aufgenommen

Die meisten Syrer leben zurzeit im Stadtgebiet von Rheinsberg. Dort hat der Kreis 283 Flüchtlinge einquartiert. Die meisten – 131 – leben in Wohnungen, 59 im Schlosshotel, 48 in Luhme und 45 in Zechlinerhütte. Dass gerade in Rheinsberg überdurchschnittlich viele Asylbewerber untergekommen sind, begründet Landrat Ralf Reinhardt mit der kurzfristigen Verfügbarkeit von Wohnraum. „Aus verschiedenen Gründen sind uns dort Unterkünfte angeboten worden. Die Quartiere waren sofort bezugsfähig“, sagte Reinhardt. Die Rheinsberger Bevölkerung – Rheinsberg hat rund 8000 Einwohner – bestehe damit aber nach wie vor zu weniger als fünf Prozent aus Flüchtlingen, was der Kreis als Maximalwert ausgegeben hat.

Wohncontainer sind bislang nicht geplant

Bei der weiteren Unterbringung werde man sich nun auf die anderen Teile Ostprignitz-Ruppins konzentrieren, betonte Reinhardt. „Wir werden in allen anderen Städten und Gemeinden des Landkreises nachziehen“, sagte der Landrat. Mobile Wohneinheiten oder Container würden in Rheinsberg – entgegen anderslautender Gerüchte – definitiv nicht aufgestellt, so Reinhardt. Priorität bei der Suche hätten nach wie vor Wohnungen und Wohnverbände. Als Notquartier hält der Kreis das Jugenddorf Gnewikow bereit.

Die Einwohnerversammlung in Rheinsberg zur Unterbringung der Flüchtlinge, die ursprünglich für den 20. Oktober vorgesehen war, findet nun am Mittwoch, 4. November, um 18 Uhr in der Mehrzweckhalle der Heinrich-Rau-Oberschule statt. Besucher werden gebeten, sich mit einem amtlichen Dokument auszuweisen, zugelassen sind ausschließlich Rheinsberger.

Von Mischa Karth

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