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Ostprignitz-Ruppin Flüchtlinge in Vehlow und Kunow eingezogen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Flüchtlinge in Vehlow und Kunow eingezogen
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02:17 05.12.2015
Das frühere Wirtschaftsgebäude des Demerthiner Schlosses müsste für den Einzug von Flüchtlingen erst hergerichtet werden. Quelle: Sandra Bels
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Demerthin

In alle bereitgestellten Wohnungen in den Neubaublöcken von Kunow und Vehlow sind mittlerweile Flüchtlinge eingezogen. Der Kommunale Dienstleistungsbetrieb (KDB) der Gemeinde Gumtow hatte sie an den Landkreis Prignitz vermietet. Die letzte freie Dachgeschosswohnung in Kunow sei gerade erst an einen Flüchtling vergeben worden, so die Information von Bürgermeister Stefan Freimark am Dienstagabend in der letzten Gemeindevertretersitzung für dieses Jahr.

Ansprechpartner aus der Verwaltung in Sachen Flüchtlinge ist der Hauptamtsleiter Detlef Störing. Er kennt auch die genauen Zahlen: Demnach leben in Vehlow zwölf Flüchtlinge und neun in Kunow. Sie werden von einem Sozialarbeiter betreut, der auch den Kontakt zur Verwaltung hält.

Gruppen aus der Bevölkerung, die sich zusammengetan haben, um Flüchtlingen zu helfen, gebe es in der Gemeinde Gumtow nicht, so Störing. „Aber es sind viele Einzelpersonen da, die helfen wollen“, sagte er. So wurden zum Beispiel schon Fernseher und Fahrräder, aber auch Kleidung für die Flüchtlinge gespendet. Auch Wäschekörbe wurden laut Störing dringend gebraucht. Anwohner hätten beobachtet, wie die neuen Mitbewohner ihre nasse Wäsche auf einem Backblech nach draußen zum Aufhängen brachten. Hier konnte Abhilfe geschaffen werden. Es gebe auch Menschen, die mit den Flüchtlingen zum Beispiel zum Einkaufen fahren oder bei Behördengängen behilflich sind, sagte Detlef Störing.

Schön ist anders: das frühere Wirtschaftsgebäude des Demerthiner Schlosses. Wer dort wohnt, zahlt wenig Miete. Quelle: Sandra Bels

Für die Unterbringung von weiteren Flüchtlingen im Landkreis Prignitz hatte die Gumtower Verwaltung das frühere Wirtschaftsgebäude des Demerthiner Renaissanceschlosses angeboten. Allerdings müssten erst einmal die Kosten ermittelt werden, die notwendig sind, um die Wohnungen für den Einzug von Flüchtlingen herzurichten. „Die Sanitäranlagen sind wohl aus den 50er Jahren“, so Freimark. Die Wohnungen seien im jetzigen Zustand nicht bewohnbar. Sind die Kosten ermittelt, müsse entschieden werden, wer was bezahlt. Freimark meinte damit den Landkreis und die Gemeinde.

Das ehemalige Wirtschaftsgebäude in der Schulstraße 1 ist gegenwärtig kein schöner Anblick. Es gibt zwar noch ein paar Mieter, aber neue werden sich angesichts des desolaten Zustands des Hauses wohl nicht finden, vermutet die Wohnungsverwaltung. 414 Quadratmeter im Inneren sind ungenutzt. Die Wohnsituation ist zudem unüblich für heutige Maßstäbe. Von einem großen Flur gehen einzelne Zimmer und Wohnungen ab.

Es regnet zwar nicht durch und eine Heizung sowie Strom gibt es auch. Aber die Fenster des Gebäudes sind undicht. Der Sanierungsbedarf innen wie außen ist groß und vom KDB nicht zu stemmen. Außerdem steht das Wirtschaftsgebäude unter Denkmalschutz.

Von Sandra Bels

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