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Flüchtlingskinder lernen Kyritz kennen

Zu Besuch in der Bibliothek Flüchtlingskinder lernen Kyritz kennen

Jungen und Mädchen aus Syrien, Afghanistan, Tschetschenien und Albanien, die seit einigen Monaten im Wusterhausener Übergangswohnheim leben, nehmen inzwischen in der Kyritzer Carl-Diercke-Oberschule am regulären Unterricht teil. Im Deutschunterricht besuchten die Schüler die Stadtbibliothek und lernten dabei auch die Stadt Kyritz besser kennen.

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Silka Laue (4.v.l.) zeigte den Flüchtlingskindern die Bibliothek.

Quelle: Reichel

Kyritz. Rund ein Dutzend Flüchtlingskinder aus Syrien, Afghanistan, Tschetschenien und Albanien nehmen derzeit in der Kyritzer Carl-Diercke-Oberschule am Unterricht teil. Einige der ausländischen Jungen und Mädchen sind schon seit mehreren Monaten in Deutschland, andere erst seit ein paar Wochen. Alle vereint, dass sie zu Beginn kein einziges Wort Deutsch sprachen.

In der Diercke-Schule bekamen diese Schüler von den beiden Deutschlehrerinnen Zsusanna Murell und Petra Settgast-Reichel ihren allerersten Sprachunterricht. „Nachdem sie gewisse Grundkenntnisse erlernt hatten, konnten sie in den regulären Unterricht integriert werden“, berichtet Petra Settgast-Reichel, die mit den ausländischen Schülern nach wie vor deren Sprachkenntnisse in einem speziellen Sprachkurs kontinuierlich weiter ausbaut.

Damit der Unterricht nicht all zu trocken ausfällt und die Schüler Kyritz kennenlernen, besuchte die Deutschlehrerin mit den ausländischen Schülern gestern Vormittag die Stadtbibliothek am Kyritzer Marktplatz. Für die meisten Flüchtlingskinder war es der erste Spaziergang durch die Knatterstadt, denn im Normalfall steigen sie nach dem Unterricht gleich in den Schulbus, der sie wieder nach Wusterhausen bringt. Dort sind sie im Übergangswohnheim untergebracht.

In der Bibliothek wurden die Jungen und Mädchen von Silka Laue in Empfang genommen. Die Bibliotheksleiterin zeigte den Schülern die ganze Bibliothek. An der kleine Auswahl russisch-sprachiger Bücher fanden die drei Jungen aus Tschetschenien großes Interesse, denn sie sprechen auch Russisch. Dass fast alle Bücher deutsch-sprachig sind, fanden die Jungen und Mädchen nicht weiter schlimm.

Ohnehin waren sie viel mehr an der DVD- und Spieleabteilung interessiert. Einige Schüler nutzten sogleich die Gelegenheit und meldeten sich in der Kyritzer Bibliothek als Mitglied an und liehen sich die einen oder anderen Spiele aus.

Für die ausländischen Schüler der Diercke-Schule soll dies nicht der letzte Ausflug gewesen sein, versprach Petra Settgast-Reichel: „Es gibt in Kyritz für diese Schüler noch viel mehr zu entdecken.“

Von André Reichel

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