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Ostprignitz-Ruppin Hilfe für Flüchtlinge via Internet
Lokales Ostprignitz-Ruppin Hilfe für Flüchtlinge via Internet
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16:19 20.10.2015
In Potsdam läuft HelpTo seit Kurzem. Vor allem Sachspenden sind bislang eingestellt worden. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Ein Portal für Flüchtlinge und Hilfsinitiativen geht am Freitag im Landkreis Ostprignitz-Ruppin online. Über die Plattform www.HelpTo.de sollen Bürger dann die Möglichkeit haben, Sachspenden dorthin abzugeben, wo sie benötigt werden. Nach einer Registrierung können beispielsweise alte Möbel, Haushaltswaren oder Kleidung inseriert werden – ähnlich wie im Internet-Auktionshaus eBay. Der Unterschied: Verkaufsangebote sind tabu, alle Artikel werden verschenkt. Neben Sachspenden können auch Sprachkurse oder Sportangebote inseriert werden.

OPR geht als dritter Teilnehmer an den Start

Das Portal HelpTo.de ist ein Projekt des Vereins „Neues Potsdamer Toleranzedikt“. Es ist Anfang Oktober in Potsdam an den Start gegangen, vorige Woche kam Königs Wusterhausen hinzu.

Finanziell unterstützt wird das Projekt unter anderem durch das Land Brandenburg, das eine Anschubfinanzierung von 20 000 Euro gegeben hat. Drei Personen betreuen das Netzwerk redaktionell, fünf Menschen arbeiten zudem ehrenamtlich für HelpTo.de.

Der Ausbau in weiteren kreisfreien Städten und Landkreisen ist geplant. Fest steht bereits, dass Berlin am 2. November online gehen soll.

Um den steigenden Aufwand stemmen zu können, rufen die Initiatoren zu Spenden auf. Diese sind möglich unter: Neues Potsdamer Toleranzedikt e.V., Mittelbrandenburgische Sparkasse Potsdam,
IBAN: DE34 1605 0000 1000 7138 29,

Verwendungszweck: HelpTo.

Die Hilfsangebote richten sich an Flüchtlinge. Die Abnehmer sind in der Regel jedoch ehrenamtliche sowie professionelle Helfer, die die Spenden weiterverteilen, sagt Volker Gustedt, Sprecher des Vereins Neues Potsdamer Toleranzedikt. Der Verein hat das Projekt ins Leben gerufen. „Über HelpTo können sich Organisationen, Initiativen, Vereine sowie engagierte Bürgerinnen und Bürger schnell und unkompliziert auf lokaler Ebene über das austauschen, was bei der Betreuung und Integration benötigt wird“, sagt Gustedt.

Möglichst viele Orte sollen das Hilfsportal nutzen

Die Idee für HelpTo stammt aus Potsdam. Dort ist das Portal seit zwei Wochen im Netz zu finden, mittlerweile sind rund 150 Inserate verzeichnet. Damit sind die Gründer der Plattform zufrieden. „Wir haben gute Resonanzen bekommen“, sagt Gustedt. Das Ziel sei es, das Hilfsportal in kurzer Zeit auch an anderen Orten anzubieten. Gespräche mit den Verwaltungen der brandenburgischen Landkreise und der kreisfreien Städte liefen, so Volker Gustedt.

In Neuruppin haben sich die Wirtschaftsjunioren OPR und die Ruppiner Wirtschaftsgemeinschaft des Themas angenommen und mit den Gründern des Portals zusammengearbeitet. „Viele Bürger, aber auch viele Firmen in unserem Landkreis sind bereit, sich in der Flüchtlingshilfe zu engagieren“, sagt Ivo Haase von den Wirtschaftsjunioren. „Nur war es bisher nicht so leicht, Angebot und Nachfrage unkompliziert zusammenzubringen. Genau das erreichen wir jetzt mit der neuen Webseite.“

Landrat Ralf Reinhardt (SPD) ist von der Idee des Portals angetan. „Es ist mir ein wichtiges Anliegen, die Voraussetzungen für eine Nutzung dieser Plattform sehr schnell zu schaffen.“ Im Vorfeld wurden mit Unterstützung des Landratsamtes lokale Initiativen und Bündnisse wie „Neuruppin bleibt bunt“ angesprochen, damit die Seite schon im Vorfeld mit ersten Angeboten und Gesuchen bestückt werden kann. Ralf Reinhardt wird am Freitag ebenso beim Startschuss dabei sein wie die Bundestagsabgeordnete Kirsten Tackmann (Die Linke). Sie findet: „HelpTo ist eine sehr wertvolle Hilfe, Solidarität für alle unkompliziert zu organisieren.“

Von Mischa Karth

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