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Flüchtlingsunterkunft für Kyritz

Hauptausschuss befürwortet Standort Flüchtlingsunterkunft für Kyritz

Nach wie vor sucht der Landkreis Ostprignitz-Ruppin dringend nach Quartieren, um seiner Verpflichtung zur Unterbringung von Asylbewerbern nachkommen zu können. Derzeit sind in Kyritz wenige Flüchtlinge untergebracht. Ein Neubau soll nun mehr Platz schaffen.

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So könnten die beiden Neubauten (1 und 2) angeordnet sein.

Quelle: Stadt

Kyritz. Nach ausgiebigem Hin und Her hat nun erstmals ein Gremium der Kyritzer Stadtverordnetenversammlung mehrheitlich einen Standort für ein noch zu errichtendes Flüchtlingsheim in der Stadt empfohlen. Bei der Sitzung des Hauptausschusses am Dienstag votierte eine Mehrheit der Mitglieder dafür, dem Landkreis das ehemalige Schulgelände in der Ammerländer Straße für den Bau einer Unterkunft zur Verfügung zu stellen.

Nach wie vor sucht der Landkreis Ostprignitz-Ruppin dringend nach Quartieren, um seiner Verpflichtung zur Unterbringung von Asylbewerbern nachkommen zu können. Derzeit ist in der Stadt Kyritz im Gegensatz beispielsweise zu Neustadt oder Wusterhausen nur in einer Hand voll Wohnungen eine kleine Zahl von Flüchtlingen untergebracht. Die kommunale Wohnungsbaugesellschaft kann perspektivisch insgesamt rund 40 Wohnungen bereitstellen. Damit sind die Kapazitäten erschöpft. Andere Vermieter halten sich bisher zurück.

Notquartiere sollen vermieden werden

Der Bedarf ist jedoch deutlich größer. Um Notquartiere wie Sporthallen oder Zeltlager zu vermeiden, plant die Kreisverwaltung für die nächsten Monate die Errichtung einfacher Unterkünfte und sucht dazu geeignete Grundstücke.

Die Kyritzer Stadtverordneten hatten es bereits Ende Oktober abgelehnt, zu diesem Zweck die Festwiese hinter dem Sport- und Kulturzentrum zur Verfügung zu stellen. Damit blieben das Schulgelände in der Ammerländer Straße und der ehemalige Sportplatz am Rehfelder Weg als Alternativen. Bei der Sitzung des Bauausschusses Mitte November fand sich allerdings auch dafür keine Mehrheit.

Der Hauptausschuss sah das am Dienstag anders und sprach sich für die Nutzung des ehemaligen Schulgeländes aus. Es liegt seit dem Abriss der Grundschule vor sechs Jahren brach. Allerdings erfüllt es mit einer Fläche von gut 8000 Quadratmetern nicht ganz die entsprechende Mindestforderung des Landkreises.

Die Kreisverwaltung plant nach aktuellem Stand der Dinge die Errichtung zweier bis zu dreigeschossiger Gebäude zur Unterbringung von rund 200 Menschen. Der Kyritzer Hauptausschuss sprach sich für eine Modulbauweise aus, die später die Demontage erleichtern soll.

Die endgültige Entscheidung trifft auch in diesem Fall die Stadtverordnetenversammlung, die am 9. Dezember wieder tagt.

Von Alexander Beckmann

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