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Ostprignitz-Ruppin Wohnungsverwalter setzt Drohne ein
Lokales Ostprignitz-Ruppin Wohnungsverwalter setzt Drohne ein
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00:29 17.03.2018
Hausmeister Andreas Nickel ist berechtigt, die Drohne zu steuern. Quelle: Björn Wagener
Wittstock

Hoch hinaus geht es jetzt bei der Wittstocker Gebäude- und Wohnungsverwaltung (GWV). Das Unternehmen hat sich eine Drohne angeschafft. Das ist ein kleines Fluggerät mit vier Propellern und einer Kamera an Bord. Es wiegt 1,6 Kilogramm und kostete 1600 Euro, sagt GWV-Geschäftsführer Hans-Jörg Löther. Er habe es in einem Markt für technische Geräte erworben.

Guter Einblick in Dächer und Fassaden

„Wir wollen es nutzen, um etwa den Zustand von Dächern, Dachrinnen oder Fassaden bequem überprüfen zu können.“ Denn das sei günstiger und zeitsparender als Leitern anzustellen. Darüber hinaus können repräsentative Fotos zu Wohnungsangeboten mit dem Gerät ermöglicht werden. Außerdem steht es ebenso der Stadt Wittstock und der Feuerwehr zur Verfügung. „Das Gerät soll multifunktional eingesetzt werden“, so Löther. Gerade mit Blick auf die Landesgartenschau 2019 könne die Drohne gute Dienste leisten.

Eine sinnvolle Ergänzung

„In gewissen Einsatzsituationen kann das Gerät eine sinnvolle Ergänzung sein“, sagt Wittstocks Wehrführer Steffen Müller dazu. In den Reihen der Feuerwehr gebe es ein Mitglied, das die Berechtigung besitzt, Drohnen in der Luft bewegen zu dürfen.

Einen „Flugberechtigungsschein für ein unbemanntes Luftfahrzeug“ besitzt in der GWV bisher ausschließlich Hausmeister An- dreas Nickel.

Umfangreiches Wissen abgefragt

Der Prüfung in den Räumen der GWV sei ein ausgiebiges Selbststudium der Materie vorausgegangen. „Es mussten etwa 70 Fragen beantwortet werden. Für jede einzelne gab es eine Minute Zeit“, erinnert er sich an das Prozedere. Dabei sei umfangreiches theoretisches Wissen gefragt gewesen – unter anderem Luftverkehrsgesetze oder Meteorologie. So spielten zum Beispiel die Abstände zu den Wolken eine Rolle beim Flugeinsatz. Auch dürfe bei Regen nicht gestartet werden.

Wer eine Drohne mit einem Gewicht von mehr als 250 Gramm in der Luft bewegen möchte, benötige seit dem 1. Oktober vergangenen Jahres einen entsprechenden Flugberechtigungsschein, so Andreas Nickel. Bei den Einsätzen sei eine Vielzahl von gesetzlichen Richtlinien im Luftrecht zu beachten. Da gehe es nicht nur um die Höhenbegrenzung von 100 Meter.

Grundstückseigentümer muss zustimmen

So sei es zwar nicht verboten, fremde Grundstücke zu überfliegen, aber der Grundstückseigentümer müsse dem zustimmen. Auch wenn die GWV eines ihrer eigenen Wohngebiete von oben in Augenschein nehmen möchte, müssten zuvor die dortigen Mieter zustimmen. Außerdem sei es in jedem Fall erforderlich, eine Genehmigung zum Überfliegen einzuholen.

Die Reihe sonstiger Vorgaben ist lang: „Polizeireviere, Krankenhäuser, Autobahnen oder Hochspannungsanlagen dürften generell nicht überflogen werden“, berichtet Andreas Nickel. Ebenso müsse ein Sicherheitsabstand zu Richtfunkanlagen gehalten werden. „Sonst schmiert das Fluggerät ab.“

Nicht zu unterschätzen

Die Prüfung für den Flugberechtigungsschein ist angesichts des umfänglichen Wissens, das abgefragt wird, nicht zu unterschätzen. Vier weitere Anwärter, die mit Andreas Nickel zur Prüfung angetreten waren, hätten es nicht geschafft, berichtet Hans-Jörg Löther. Demnächst sollen aber weitere Mitarbeiter der GWV den Schein erwerben, um das Gerät noch flexibler einsetzen zu können.

Von Björn Wagener

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